Der Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg e. V. vertritt die Belan­ge schwerst­kranker und ster­ben­der Men­schen und ist die Interessens­vertre­tung der Mitglieds­einrich­tungen in Baden-Würt­tem­berg.

Unsere Mit­glieder sind ambu­lante Hospiz­dienste, Kinder- und Jugend­hospiz­dienste, Sitz­wachen­gruppen, statio­näre Hospize und Ein­rich­tungen der Palliativ­versor­gung.

Wir setzen uns in­halt­lich und politisch in Gremien auf Landes- und Bundes­ebene für die Stär­kung der Hospiz­arbeit ein und in­for­mieren unse­re Mit­glie­der über Än­de­rungen und Neuerun­gen. Mehr…

Aktuelles

Starke ambulante Hospizarbeit in Baden-Württemberg

Am vergangenen Freitag eröffnete in Stuttgart das erste stationäre Kinder- und Jugendhospiz in Baden-Württemberg unter dem Dach des Hospiz Stuttgart, in dem künftig acht Plätze zur Verfügung stehen. In der Regel leiden die Betroffenen unter lebensverkürzenden Erkrankungen, die über Jahre hinweg zu einer stetigen Verschlechterung des Zustandes und schließlich zum Tod führen. Das stationäre Hospiz bietet betroffenen Eltern die Möglichkeit, mehrere Wochen im Jahr „aufzuatmen“, während sie die erkrankten Kinder und Jugendlichen bestens versorgt wissen.

Susanne Kränzle, die Vorsitzende des Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg e. V., betonte, wie gut es sei, ein solches Haus im Lande zu haben, dass dennoch aber die Bemühungen der Hospizarbeit auch im Kinder- und Jugendbereich dahin gehen, das Sterben zuhause zu ermöglichen. Dass dies gelänge, sei der Wunsch der meisten betroffenen Familien. In Baden-Württemberg wurden im Jahr 2017 im vertrauten Umfeld begleitet:

  • 280 Kinder
  • 6.852 Erwachsene

Die Begleitung erbrachten 5.376 ehrenamtliche Hospizmitarbeiter/innen aus 148 ambulanten Hospizdiensten - gezählt wurden hier nur die Begleitungen, die im Rahmen der ambulanten Hospizförderung (§39a, SGB V) geleistet wurden - es gibt darüber hinaus eine Vielzahl kleinerer Hospizgruppen, die mit ihren Ehrenamtlichen die selbe qualifizierte Begleitung an ihrem Ort spendenfinanziert erbringen. Diese Zahlen schließen auch die Aufgaben der nahezu 40 ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienste im Land ein.

„Wir haben als eines der ersten Bundesländer ein flächendeckendes Netz von ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienste, auf das wir stolz sind“, so Susanne Kränzle in ihrem Grußwort.

Hospizdienste brauchen noch viel Lobbyarbeit

Ein Interview mit Susanne Kränzle, der neuen Vorsitzenden des Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg

Vor wenigen Tagen ist Susanne Kränzle, die Leiterin des Hospiz Esslingen, zur Vorsitzenden des Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg e. V. (HPVBW) gewählt worden. Zuvor war sie stellvertretende Vorsitzende. Wie sich diese politische Lobbyarbeit und ihre Aufgaben im Hospiz Esslingen ergänzen, beschreibt sie im Gespräch mit Ulrike Rapp-Hirrlinger.

Was bedeutet dieses neue Amt für Sie?

Zunächst ist es natürlich eine große Ehre, dass ich gewählt wurde. Ich bin ein Mensch, der gerne mitgestaltet und sehe dies als Chance.

Seit neun Jahren bringen Sie sich auf Bundes- und Landesebene im HPV ein. Wie kam es zu diesem Engagement?

Ich bin ein politisch interessierter Mensch und glaube, dass die Hospizarbeit Strukturen und Rahmenbedingungen braucht, um gut funktionierten zu können. Es begann damit, dass ich gebeten wurde, den Vorstand des HPV fachlich zu beraten. Damals habe ich das stationäre Hospiz in Stuttgart geleitet. Das hat mir so viel Freude gemacht, dass ich mich bei der nächsten Wahl zur Verfügung gestellt habe. Ich bin überzeugt, dass es im Land und auf Bundesebene noch viel zu tun gibt.

Warum ist Lobbyarbeit für die Hospizarbeit so wichtig?

Die Hospiz- und Palliativbewegung ist immer noch zu wenig bekannt.

Verband thematisiert Sterben in der Gesellschaft

Seit 20 Jahren gibt es den Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg. Obwohl die Herausforderungen gewachsen sind und Hospizarbeit heute wesentlich vielfältiger ist, als dies noch zu Beginn der Verbandsarbeit der Fall war, so der Vorstandsvorsitzende Bernhard Bayer, blieb in all den Jahren das Herz der Hospizarbeit erhalten: engagierte und qualifizierte Ehren- und Hauptamtliche sind bereit und fähig, Sterbenden und ihren Angehörigen zur Seite zu stehen und diese zu begleiten.

Bereits in den 1980er Jahren hat die Vision der Hospizbewegung, die Situation Sterbender zu verbessern und dem Sterben seine Würde zurückzugeben, in Baden-Württemberg Wurzeln geschlagen und sich rasch ausgebreitet. Inzwischen kann unser Land auf ein flächendeckendes Netz von Angeboten blicken. Über 12.000 Sterbefälle pro Jahr werden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den ambulanten Hospizdiensten, den stationären Hospizen, den Palliativstationen sowie in den ambulanten Kinder- und Jugendhospizen begleitet.

Muhterem Aras war am 13. Juni 2016 beim Jubiläum des Verbandes zu Gast und nahm eine wichtige Botschaft mit nach Hause: Die Themen Sterben, Tod und Trauer wurden inzwischen zum Glück aus der Tabuzone geholt. Dies ermöglicht es zahlreichen schwerstkranken und sterbenden Menschen, dass sie ihren letzten Lebensabschnitt würdevoll, schmerzfrei und in vertrauter Umgebung verbringen können. Der Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg hat zu dieser Entwicklung einen wichtigen Beitrag geleistet.

Positionspapier: "Qualitätsmanagement in der ambulanten Hospizarbeit"

In der Mitgliederversammlung im Juni 2012 wurde der Vorstand gebeten, zu Entwicklungen Stellung zu nehmen, die die Einführung von Qualitätssicherungsprozessen oder gar Qualitätssiegeln in der ambulanten Hospizarbeit einfordern. Hospizdienste sind aus einer Bürgerbewegung heraus, ehrenamtlich verantwortet, entstanden und durch die Finanzierung durch die Kassen zu ganz eigenen Einrichtung im Gesundheitswesen geworden. Daher ist auch die Frage von Qualität und deren Darstellung in den Diensten ganz eigen zu betrachten. Lesen Sie weiter im Anhang.

Sorge um die Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern und Jugendlichen in Baden-Württemberg

Ausbau und Stärkung der Versorgungsstrukturen im Land

Eckpunkte für ein Strategiepapier

Vorgelegt von der Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz Baden-Württemberg e.V. in Abstimmung mit der Landesvertretung Baden-Württemberg der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP)

Bietigheim-Bissingen, Juni 2010
Für den Vorstand
Bernhard Bayer, Vorsitzender

 

Termine für Mitglieder …

Termine

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Einsam und gemeinsam in Zeiten der Trauer
Ludwigsburg-Hoheneck, Treffpunkt Edith-Stein-Haus, Parkstr. 34
(Ökumenische Hospizinitiative im Landkreis Ludwigsburg e.V.)
(Hospizdienst Rottenburg und Umgebung e.V.)
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Café für Menschen in Trauer
Ludwigsburg, Gemeindesaal der Evangelischen Erlöserkirche Ludwigsburg Osterholzallee 51
(Ökumenische Hospizinitiative im Landkreis Ludwigsburg e.V.)
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Bildungshaus St.Luzen in Hechingen
(Hospiz Arbeitsgemeinschaft Mittelbereich Hechingen)
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73297 Plochingen, Haus Edelberg, Seniorenzentrum Plochingen, Eisenbahnstr. 54
(Hospizgruppe Plochingen)
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Tübingen
(HPVBW)
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Treffpunkt für Trauernde
Rottenburg, Backhaus Mahl (Café im Bahnhofsgebäude), Poststr. 14
(Hospizdienst Rottenburg und Umgebung e.V.)
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Ort wird telefonisch bekannt gegeben
(Hospiz-Dienst Schwäbisch Hall)
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Leimen, Kolpingstraße 5, Räume des Hospizdienstes
(Ökumenischer Hospizdienst Leimen-Nußloch-Sandhausen e.V.)
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Bildungshaus St. Luzen in Hechingen, Klostersteige 6
(Hospiz Arbeitsgemeinschaft Mittelbereich Hechingen)

Hospizadressen

Landkreiskarte Baden-Württemberg
Charta für Sterbende