Der Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg e.V. informiert:

 
"Jeder Mensch hat ein Recht auf ein Sterben unter würdigen Bedingungen" (Charta, Leitsatz 1)

Am 1.12.2016 fand im Bürgerhaus in Stuttgart- Möhringen der Fachtag des Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg (HPVBW) "Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen" statt. Der Einladung gefolgt waren 60 ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiter- und Mitarbeiterinnen der Hospizgruppen aus Baden-Württemberg, auch Fr. Dr. Karlin Stark, die Abteilungspräsidentin des Landesgesundheitsamtes Stuttgart nahm an der von Susanne Kränzle, der Vorsitzenden des HPVBW, moderierten Veranstaltung teil. Dr. Birgit Weihrauch, Staatsrätin a. D. und Mitinitiatorin der Charta vermittelte den Teilnehmenden im Eröffnungsvortrag einen Überblick über die Idee und Entwicklung der Charta sowie den nun seit 8 Jahren andauernden Prozeß. Sie ermutigte die Anwesenden sich für die Ziele der Charta einzusetzen! Heike Dierbach, Fachbereichsleiterin des Fachbereichs Soziales, Pflege und Sozialangelegenheiten vom Landratsamt Ludwigsburg und Sabine Horn, erste stellv. Vorsitzende des HPVBW stellten den Charta-Prozess im Landkreis Ludwigsburg als good-practice-Modell vor. Am Nachmittag fanden drei Workshops zu den Handlungsempfehlungen der Leitsätze 1-3 statt, in denen u.a. auch die Möglichkeiten und Schwierigkeiten der einzelnen Regionen in der Umsetzung vor Ort thematisiert wurden. Der Fachtag informierte praxisnah über das umfassende Thema Charta und ermutigte die Teilnehmenden an einer Umsetzung der Leitsätze in den Regionen aktiv und beharrlich mitzuwirken.

Informationen zur Charta und die Leitsätze finden Sie unter:www.charta-fuer-sterbende.de

Christine Boß-Engelbrecht, Referentin des Vorstands des HPVBW

Am 9. November 2016 wurde im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des Hospizvereins Calendula in Wangen ein neuer Vorstand gewählt. Die bisherige Vorsitzende, Frau Dr. Annegret Kneer, hatte nicht mehr kandidiert, nachdem die Schließung des stationären Hospiz am Engelberg erfolgt war und auch nach dem Rücktritt von Frau Dr. Kneer als Hospizleiterin eine weitere Zusammenarbeit mit anderen Beteiligten nicht mehr denkbar gewesen war. Verschiedene Vorwürfe gegen die ehemalige Vereinsvorsitzende und Hospizleiterin werden derzeit von den zuständigen Behörden untersucht.

Susanne Kränzle, die Vorsitzende des Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg, äußert sich erleichtert über die Neuaufstellung des Vorstandes. „Es ist gut, dass sich Menschen gefunden haben, die in dieser außerordentlich krisenhaften Situation Verantwortung übernehmen und sich einbringen werden. Es wird eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen, bis neue Strukturen aufgebaut und Mitarbeitende gefunden sind, die helfen, die Hospizarbeit in Wangen wieder vertrauenswürdig und auch zukunftsfähig zu machen.“

Die Wiedereröffnung des stationären Hospiz am Engelberg sei eine Herkulesaufgabe, so Kränzle. Als die eigentliche Kernaufgabe der Hospizarbeit müsse die Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen und ihrer Angehörigen zuhause, im Pflegeheim und Krankenhaus neue Bedeutung in Wangen bekommen, denn die meisten Menschen wünschten sich, in ihrer gewohnten Umgebung sterben zu können. „Auch dafür wird die gGmbH sicherlich die Weichen neu stellen. Soweit erwünscht, steht unser Verband beratend und unterstützend zur Seite.“ Dies sei in Telefonaten mit unterschiedlichen Verantwortlichen bereits vereinbart worden.

Ende September musste das Hospiz am Engelberg in Wangen vorübergehend schließen, nachdem aufgrund zahlreicher Krankmeldungen von Pflegekräften der Betrieb nicht mehr gewährleistet werden konnte. Zwischenzeitlich legte die bisherige Heimleiterin und Hospizärztin, Frau Dr. Annegret Kneer, ihre hauptamtliche Tätigkeit nieder, ist aber weiterhin Vorsitzende des Mehrheitsgesellschafters, des Hospizverein Calendula e. V. und möchte in dieser Position laut Presseberichten die Wiederaufnahme des Betriebs des Hospiz Wangen vorbereiten. Am 9. November soll eine außerordentliche Mitgliederversammlung mit Vorstandswahlen stattfinden. Im Rahmen einer Gesellschafterversammlung signalisierte Frau Dr. Kneer, ihren Vorstandsposten zur Verfügung zu stellen.

Aktuelles aus den Hospizen:

 
  • Ökumenische Hospizhilfe Südliche Bergstraße e.V.
Interessierte für die Qualifizierung zur/m ehrenamtlichen Hospizbegleiter/in gesucht

Die Ökumenische Hospizhilfe Südliche Bergstraße e.V. (ÖHH) sucht interessierte Ehrenamtliche als Begleiterin und Begleiter für schwerstkranke Menschen und deren Angehörige in den Orten Wiesloch, Walldorf, Dielheim, Horrenberg, Balzfeld, Tairnbach, St.Leon-Rot, Rauenberg, Rotenberg, Malsc

  • Hospiz-Dienst Schwäbisch Hall

Die Kassen sind aufgefordert umzudenken.Die Arbeit der Pflegekräfte wurde auf „satt und sauber“ – Pflege reduziert. Die Pflegesätze bestrafen gute Pflege: z.B. Ein Bewohner soll mobilisiert werden. Vielleicht ist der Betroffene schwerkrank, er ist schwach, da er lange Zeit im Bett verbracht hat.

  • Hospizverein Rheinstetten e.V.

Die in unserem Jahresprogramm angekündigte Lesung mit Ursula Cantieni am Freitag, 16. Dezember 2016 fällt leider aus.