Der Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg e.V. informiert:

 
1996 - 2016
Die Hospizgeschichte in unserm Land ist eine Erfolgsgeschichte, die vielen Menschen zu verdanken ist - Ehren- und Hauptamtlichen aus Politik, Kirchen, Kommunen, Wohlfahrtsverbänden und allen, die durch ihre Wegbegleitung die Arbeit vor Ort und auf Landesebene unterstützt und gefördert haben.

Berlin, 12. Mai 2016.  Zum heutigen Tag der Pflege fordert der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband eine bessere palliative und hospizliche Begleitung in Pflegeeinrichtungen und eine entsprechende Unterstützung der Pflegenden.

Durch die stetige Zunahme der Lebenserwartung werden viele Menschen erst im hohen Alter, mit fortgeschrittener Multimorbidität und/oder Demenz in die stationären Pflegeeinrichtungen aufgenommen.

„Die Bewohnerinnen und Bewohner benötigen deshalb häufig schon mit Beginn des Heimeinzuges hospizlich-palliative Pflege und Begleitung“, so Prof. Winfried Hardinghaus, Vorsitzender des DHPV. „Um die hochbetagten und schwerkranken Menschen mit ihren Wünschen, Bedürfnissen und Nöten überhaupt in den Mittelpunkt ihres Handelns stellen zu können, brauchen die stationären Einrichtungen und die dort Tätigen aber bessere Grundvoraussetzungen.“

Bietigheim-Bissingen, 27.04.2016   Der Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg e. V. hatte im Oktober 2015 nach umfangreichen Gesprächen mit betroffenen Angehörigen und ehemaligen Mitarbeitenden des Hospiz Wangen Strafanzeige gegen die Leiterin des Hospizes, Frau Dr. Annegret Kneer und andere, im Einzelnen zu ermittelnde Personen erstattet. Das Verfahren wurde nach erfolgten Ermittlungen im Februar 2016 von der Staatsanwaltschaft Ravensburg eingestellt.

Bernhard Bayer, Vorsitzender des Verbandes, sagt dazu: „Die Strafanzeige erstatteten wir, weil sich verzweifelte Angehörige an den Verband gewandt hatten, die mit ihren sterbenden Angehörigen derart fragwürdige und aus unserer Sicht allen Grundsätzen der Hospizarbeit widerstrebende Dinge im Hospiz Wangen erleben mussten, dass wir sie der Staatsanwaltschaft zur Überprüfung übergaben. Natürlich gilt jedoch bei der Beweisführung: was nicht in der Patientenakte dokumentiert wurde, gilt als nicht geschehen. Auch moralisch Verwerfliches ist nicht unbedingt strafbar. Die Staatsanwaltschaft sandte uns eine ausführliche Begründung zu, warum sie das Verfahren einstellte.“

So stellte die Staatsanwaltschaft in ihren Ermittlungen erhebliche Mängel fest z. B. bei Lagerung und Dokumentation von Betäubungs- und Schmerzmitteln, Hygiene und Belegung, die aber letztlich von den betreffenden Behörden zu beurteilen seien.

Aktuelles aus den Hospizen:

 
  • Hospizdienst westlicher Enzkreis e.V.

13 neu ausgebildete ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim ambulanten Hospizdienst westlicher Enzkeis erhalten nach intensiver Vorbereitung ihr Zertifikat

  • Hospizdienst westlicher Enzkreis e.V.

Am 28.4.2016 fand die diesjährige Mitgliederversammlung des Hospizdienstes westlicher Enzkreis in den eigenen Räumlichkeiten in Ellmendingen statt. Zahlreiche Mitglieder und Freunde nahmen teil und zeigten so ihre Verbundenheit mit dem Verein.

  • Ambulanter Kinderhospizdienst für den Bodenseekreis, Ambulanter Kinderhospizdienst für den Landkreis Ravensburg
Radio7 Drachenkinder-Charity unterstützt erneut den ambulanten Kinderhospizdienst AMALIE mit einer Spende.

Seit Jahren gehört der ambulante Kinderhospizdienst AMALIE, getragen von der Stiftung Liebenau und den Maltesern, zu den Projekten, die von der Radio 7 durch die Aktion „Drachenkinder“ unterstützt werden.