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Zweiter Hospiz- und Palliativkongress Baden-Württemberg

11. Oktober 2016, Liederhalle Stuttgart

Zentrales Thema des Kongresses ist „Sorge“ als Grundhaltung gegenüber anderen Menschen. Wie wirkt der „Sorge-Gedanke“ von Hospizkultur und Palliativmedizin in unserer Gesellschaft? Was muss sich im Gesundheitswesen ändern, wenn wir es als „System der Sorge“ begreifen? Kann dieses Verständnis von „Sorge“ Vorbild sein für eine „caring society“? Zur Diskussion dieser Fragen laden die Diakonie und die Caritas im Land, die evangelischen und katholischen Akademien, der Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg sowie das KompetenzZentrum Palliative Care Baden-Württemberg am 11. Oktober 2016 in die Stuttgarter Liederhalle ein.

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Der Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg e.V. informiert:

 
Ein Interview mit Susanne Kränzle, der neuen Vorsitzenden des Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg

Vor wenigen Tagen ist Susanne Kränzle, die Leiterin des Hospiz Esslingen, zur Vorsitzenden des Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg e. V. (HPVBW) gewählt worden. Zuvor war sie stellvertretende Vorsitzende. Wie sich diese politische Lobbyarbeit und ihre Aufgaben im Hospiz Esslingen ergänzen, beschreibt sie im Gespräch mit Ulrike Rapp-Hirrlinger.

Was bedeutet dieses neue Amt für Sie?

Zunächst ist es natürlich eine große Ehre, dass ich gewählt wurde. Ich bin ein Mensch, der gerne mitgestaltet und sehe dies als Chance.

Seit neun Jahren bringen Sie sich auf Bundes- und Landesebene im HPV ein. Wie kam es zu diesem Engagement?

Ich bin ein politisch interessierter Mensch und glaube, dass die Hospizarbeit Strukturen und Rahmenbedingungen braucht, um gut funktionierten zu können. Es begann damit, dass ich gebeten wurde, den Vorstand des HPV fachlich zu beraten. Damals habe ich das stationäre Hospiz in Stuttgart geleitet. Das hat mir so viel Freude gemacht, dass ich mich bei der nächsten Wahl zur Verfügung gestellt habe. Ich bin überzeugt, dass es im Land und auf Bundesebene noch viel zu tun gibt.

Warum ist Lobbyarbeit für die Hospizarbeit so wichtig?

Die Hospiz- und Palliativbewegung ist immer noch zu wenig bekannt.

Seit 20 Jahren gibt es den Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg. Obwohl die Herausforderungen gewachsen sind und Hospizarbeit heute wesentlich vielfältiger ist, als dies noch zu Beginn der Verbandsarbeit der Fall war, so der Vorstandsvorsitzende Bernhard Bayer, blieb in all den Jahren das Herz der Hospizarbeit erhalten: engagierte und qualifizierte Ehren- und Hauptamtliche sind bereit und fähig, Sterbenden und ihren Angehörigen zur Seite zu stehen und diese zu begleiten.

Bereits in den 1980er Jahren hat die Vision der Hospizbewegung, die Situation Sterbender zu verbessern und dem Sterben seine Würde zurückzugeben, in Baden-Württemberg Wurzeln geschlagen und sich rasch ausgebreitet. Inzwischen kann unser Land auf ein flächendeckendes Netz von Angeboten blicken. Über 12.000 Sterbefälle pro Jahr werden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den ambulanten Hospizdiensten, den stationären Hospizen, den Palliativstationen sowie in den ambulanten Kinder- und Jugendhospizen begleitet.

Muhterem Aras war am 13. Juni 2016 beim Jubiläum des Verbandes zu Gast und nahm eine wichtige Botschaft mit nach Hause: Die Themen Sterben, Tod und Trauer wurden inzwischen zum Glück aus der Tabuzone geholt. Dies ermöglicht es zahlreichen schwerstkranken und sterbenden Menschen, dass sie ihren letzten Lebensabschnitt würdevoll, schmerzfrei und in vertrauter Umgebung verbringen können. Der Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg hat zu dieser Entwicklung einen wichtigen Beitrag geleistet.

Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg e. V. feiert 20-jähriges Jubiläum am 13. Juni 2016 in Stuttgart - zum Videobeitrag bei Regio-TV gelangen Sie hier.

Aktuelles aus den Hospizen:

 
  • Ökumenische Hospizgruppe Balingen

die Ausstellung „Erbschaftsangelegenheiten“ ist vom 17.06.-15.07.2016 in Illertissen zu sehen.

  • Ambulanter Kinderhospizdienst Ludwigsburg

Heinz-Dieter Scherer aus Ludwigsburg organisiert für unseren Ambulanten Kinderhospizdienst den Neckarlauf 2016, der unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Winfried Kretschmann steht.

  • Ambulanter Kinderhospizdienst Ludwigsburg

Der Studentenrat der HVF Ludwigsburg hat im vergangenen Jahr gut gewirtschaftet und hat in seiner letzten Sitzung im Amt beschlossen, dem Ambulanten Kinderhospizdienst Ludwigsburg eine Spende von 1000 Euro zukommen zu lassen.