Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV)

Seit dem 1. April 2007 besteht für gesetzlich Krankenversicherte nach dem Sozialgesetzbuch V (SGB V) ein Anspruch auf spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV). Der Gesetzgeber sieht diese Leistungen für Versicherte vor, die an einer nicht heilbaren Krankheit mit begrenzter Lebenserwartung leiden und einen besonderen Versorgungsbedarf aufweisen. Sie soll den Betroffenen ermöglichen, bis zum Tod in ihrer vertrauten häuslichen Umgebung oder in stationären Pflegeeinrichtungen versorgt zu werden. Voraussetzung für die Leistungsgewährung ist die Verordnung durch eine Ärztin oder einen Arzt.

Gesetzestexte  zur Palliativversorgung

aus: Sozialgesetzbuch V, Bundesministerium der Justiz

Vollständige Gesetzestexte online:

DHPV Stellungnahme der Fachgruppe Ambulante Palliativversorgung (AAPV/SAPV)

Die ambulante Palliativversorgung nach dem Hospiz- und Palliativgesetz (HPG)

(Berlin, 21.06.2016)  Am 8. Dezember 2015 ist das das Hospiz- und Palliativgesetz (HPG) in Kraft getreten. Die Fachgruppe "Ambulante Palliativversorgung" des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands (DHPV) hat sich mit der Frage befasst, welche Auswirkungen das HPG auf die ambulante Hospiz- und Palliativversorgung hat und wie sich die weitere Umsetzung aus der Sicht der Fachgruppe gestalten wird. Ausgehend von den genannten Fragestellungen, hat die Fachgruppe eine Stellungnahme erarbeit.

Bundesrat billigt Hospiz- und Palliativgesetz (HPG)

Berlin, 11.2015   Der Bundesrat hat das am 5. November 2015 vom Deutschen Bundestag verabschiedete Hospiz- und Palliativgesetz (HPG) in seiner Sitzung am 27.11.2015 gebilligt. Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) hatte im Verlauf des Gesetzgebungsverfahrens in Gesprächen mit der Politik Vorschläge für Neuregelungen unterbreitet und im Rahmen der Stellungnahmeverfahren die aus Sicht des DHPV notwendigen Änderungen benannt. Der DHPV begrüßt die durch das HPG beschlossenen Änderungen sehr, denn dadurch erfährt die Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland eine ganz wesentliche Verbesserung. Zentrale Neuregelungen sollen nachfolgend vorgestellt werden.

Die ambulanten Hospizdienste erhalten zusätzlich zur Förderung der Personalkosten auch eine Förderung der Sachkosten. Der Prozentsatz der Bezugsgröße pro Leistungseinheit wird von 11% auf 13% angehoben. Das HPG sieht außerdem vor, dass Begleitungen der ambulanten Hospizdienste, die ausschließlich im Krankenhaus erfolgen, bei der Berechnung der Förderung berücksichtigt werden.

Im Rahmen der Finanzierung der stationären Hospize wird der Zuschuss der Kranken- und Pflegekassen von derzeit 90% in Hospizen für Erwachsene auf 95% angehoben. Weiterhin wird der kalendertägliche Mindestzuschuss der Krankenkassen von bisher 7% auf 9% der monatlichen Bezugsgröße angehoben. Zusätzlich werden zwischen den Vertragspartnern der Rahmenvereinbarung Standards zum Leistungsumfang und zur Qualität der zuschussfähigen Leistungen vereinbart.
 

S3-Leitlinie Palliativmedizin für Patienten mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung erschienen

(Berlin, 27.04.15) - Diese S3-Leitlinie ist ein großes Gemeinschaftsprojekt vieler Experten aus den verschiedenen Disziplinen und Professionen, an dem auch der DHPV beteiligt war. Erstmalig wird damit auf S3-Niveau eine Leitlinie zu sieben Themenbereichen der Palliativmedizin zur Verfügung gestellt, um die allgemeine und spezialisierte Palliativversorgung von Menschen mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung zu unterstützen und weiter zu verbessern.

Änderung der SAPV-Richtlinie: Anpassung an Gesetzesänderungen/Auflagen und Hinweise des Bundesministeriums für Gesundheit

Bekanntmachung eines Beschlusses des Gemeinsamen Bundesausschusses

Anpassung an Gesetzesänderungen/Auflagen und Hinweise des Bundesministeriums für Gesundheit

Vom 15. April 2010

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat in seiner Sitzung am 15. April 2010 die Änderung der Richtlinie des G-BA zur Verordnung von spezialisierter ambulanter Palliativversorgung (Spezialisierte Ambulante Palliativversorgungs-Richtlinie) vom 20. Dezember 2007 (BAnz. 2008 S. 911) beschlossen.

Der vollständige Text ist im beigefügten PDF-Dokument zu lesen.

Weitere Infos: