Ausgabe Juli 2021

Vorwort


Liebe Mitglieder, liebe Freundinnen und Freunde des Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg e.V.,

endlich können wir wieder einen „ganz normalen“ Infobrief an Sie versenden – das bedeutet nämlich, dass wir nicht mehr (oder zumindest im Moment nicht) Tag für Tag schauen müssen, ob wir Ihnen die neuesten, für uns Hospize relevanten Informationen zukommen lassen sollten, um Ihnen die Arbeit vor Ort etwas zu erleichtern. Das jedenfalls war unsere Absicht und Hoffnung in den vergangenen Monaten, wenn wir Ihnen Rundmails schickten, manchmal in rascher Abfolge: dass sie Ihnen halfen.

Vielleicht ging und geht es Ihnen wie mir: ich habe mein ganzes Berufsleben lang kaum eine solche Verantwortung für mein Team und für unsere begleiteten Menschen und ihre Zugehörigen empfunden wie in den ersten Monaten der Pandemie, als das Virus derart um sich griff und wir noch nicht die Routine, das Schutzmaterial und das Wissen hatten wie jetzt – und es vor allem noch keine Impfung gab. Die Pandemie ist nicht vorbei, wir müssen uns vielleicht auf einen wiederum schweren Herbst oder Winter gefasst machen. Wir haben zum Glück mehr Möglichkeiten, gegen SarsCov 2 vorzugehen und haben überdies gelernt, wie wir uns und einander schützen können und auf was es zu achten gilt.

Wir vom HPV BW sind froh, dass die ambulante Hospizarbeit nach der ersten Zeit im Lockdown wieder „aufzuleben“ begann, wenn auch anders als zuvor. In den stationären Hospizen fragten wir uns, wie verlässliche Nähe und Beziehung gelebt werden können, wenn die Pflegenden sich zuerst marsmännchenähnliche Schutzkleidung anlegen müssen, bevor sie sich einem in der vorgeschriebenen Quarantäne befindlichen Gast zuwenden konnten. Wir sind mit Blick auf unserer Arbeit(splätze) sehr dankbar, dass schnell klar war: es gibt Rettungsschirme für die stationäre und ambulante Hospizarbeit, die uns absicherten, auch wenn die Begleitungszahlen ganz andere waren und in Teilen noch sind als vor der Pandemie.  

Und es wäre nicht HOSPIZ, wenn wir uns nicht alle zusammen in manchmal mühsamen Suchbewegungen auf unseren Kern besonnen und andere Formen der Begleitung gefunden hätten. Nicht zuletzt haben uns die sterbenden Menschen dabei geholfen, die trotz unserer Schutzkleidung und 1,5 m Abstand froh und dankbar waren und sind, nicht alleine zu sein – wieder einmal hat sich bewahrheitet, dass manches nur aus der Innensicht der Betroffenen beurteilt werden kann - und dass vieles auch in dieser Pandemie eine Sache der Perspektive ist.

Wir bleiben dran und sind froh, Sie alle weiter im Engagement für die Hospizarbeit zu wissen. Wir hoffen, Sie haben nach der temporeichen Zeit der letzten Monate im Sommer nun etwas Gelegenheit und Muse zur Erholung, zum Auf- und Durchschnaufen. Möge die Sonne Ihnen Leib und Seele wärmen, und mögen Sie gesund und zuversichtlich bleiben.

Das wünscht Ihnen im Namen des gesamten Vorstandes

Ihre Susanne Kränzle


Einmal kam jemand zum persischen Weisen Nasrudin und stellte ihm folgende Frage: „Was ist das Geheimnis des Glücks?“
Nasrudin überlegte eine Weile und antwortete dann: „Das Geheimnis des Glücks ist ein gutes Urteilsvermögen.“
„Aha." sagte der Mann. „Und wie bekomme ich ein gutes Urteilsvermögen?“
„Durch Erfahrung.“
„Ja, ja", erwiderte der Mann „aber wie erlange ich Erfahrung?“
„Durch ein schlechtes Urteilsvermögen.“ war Nasrudins Antwort.
gefunden auf: www.zeitzuleben.de


Aktuelles aus dem Landesverband

Mitgliederstand

2020 sind folgende Einrichtungen beigetreten:

  • Förderverein Hospiz auf den Fildern (1/2020)
  • Hospiz in Karlsruhe, Kinderhospizdienst für den Stadt- und Landkreis Karlsruhe (4/2020)
  • Ambulante Hospizdienst Heilbronn e.V. (7/2020)
  • Ambulante Hospizgruppe Trossingen (7/2020)
  • Hospiz Barbara, Heidenheim (7/2020)
  • Ambulante Kinderhospizdienst KiDi, Heidelberg (9/2020)
  • Hospizverein Radolfzell (10/2020)

2020  hat sich folgende Einrichtung aufgelöst:

  • Hospiz- und Sitzwachengruppe Neuhausen (3/2020)

2021  kam es zu einem Trägerwechsel:

  • AG Hospiz Hechingen – Caritasverband Dekanat Zollern e.V. (12/2020)

2021 sind aktuell folgende Einrichtungen beigetreten:

  • Hospizgemeinschaft Hechingen beim SKM Zollern (1/2021)
  • Hospizgruppe Wildberg e.V. (1/2021)
  • Ambulanter Kinder- und Jugendhospizdienst Malteser Lkr. Emmendingen, Freiburg (3/2021)
  • Hospiz St. Martinus Alb-Donau, Ehingen (7/2021)
  • Kloster-Hospiz, Schwäbisch Gmünd (7/2021)
  • Malteser Kinder- und Jugendhospizdienst Calw, Nagold (7/2021)
  • Kinder-und Jugendhospizdienst Malteser Hilfsdienst e.V. Rottweil (7/2021)

Aktuell sind 231 Hospiz- und Palliativeinrichtungen Mitglied im Hospiz- und Palliativ Verband.

Für die Arbeit in Ihrer Region wünschen wir viel Erfolg und gutes Gelingen!

Jubiläum 2021

Wir gratulieren herzlich zum Jubiläum im Jahr 2021

  • 10 Jahre -  Ambulanter Kinder- und Jugendhospizdienst der Malteser im Main-Tauber-Kreis     "Sonnenschein", Bad Mergentheim
  • 15 Jahre – Kinder- und Jugendhospizdienst Sternentraum, Backnang
  • 15 Jahre - Ambulanter Kinder- & Jugendhospizdienst Baden-Baden - Rastatt – Murgtal, Baden-Baden
  • 15 Jahre - Ambulanter Hospizdienst für Kinder und Jugendliche Leonberg
  • 15 Jahre - Hospiz in Karlsruhe, Kinderhospizdienst für den Stadt- und Landkreis Karlsruhe, Karlsruhe
  • 25 Jahre - Ökumenische Hospizinitiative im Landkreis Ludwigsburg e.V.
  • 25 Jahre – Ökumenische Hospizgruppe Balingen
  • 25 Jahre – Hospizgemeinschaft Schwetzingen
  • 30 Jahre - Ökumenische Hospizgruppe Kornwestheim
  • 30 Jahre - Hospiz in Karlsruhe, Ambulanter Hospizdienst, Karlsruhe

Nachträglich gratulieren wir für die Jubiläen im Jahr 2020

  • 10 Jahre - Hospizgruppe Donau-Schmiechtal, Erbach
  • 10 Jahre - Ambulanter Kinderhospizdienst Neckar-Odenwald-Kreis e.V., Mosbach
  • 10 Jahre - Hospiz St. Martin Ambulanter Kinder- und Jugendhospizdienst, Stuttgart
  • 20 Jahre - Ökumenischer AK Hospiz u. Trauerbegleitung Edingen-Neckarhausen, Kath. Pfarramt St. Bruder Klaus
  • 20 Jahre - Hospizgruppe Langenau - Ökumenische Arbeitsgemeinschaft e.V.
  • 25 Jahre - Hospizverein Region Böblingen-Sindelfingen e.V., Böblingen
  • 25 Jahre - Ökumenische Hospizhilfe Mannheim
  • 25 Jahre - Ambulanter Hospizdienst Pforzheim e.V.

Bitte melden Sie uns doch auch Ihr Jubiläumsjahr! 

Aktuelles aus den Arbeitskreisen

Arbeitskreis Ambulante Hospizarbeit

Das letzte Arbeitskreistreffen fand am 18. Juni 2021 als Videokonferenz statt. Auf der Tagesordnung standen u.a.: Vorstellung Pflegeplattform, Hospizbegleiter - Alltagsbegleiter für die Öffentlichkeitsarbeit und die Pflegeplattformen. Das nächste Treffen des Arbeitskreises findet wieder in Präsenz am 05.10.2021 in Tübingen statt. Protokolle können Sie auf der Homepage des HPVBW im geschützten Mitgliederbereich nachlesen https://hpvbw.de/mitglieder. Leitung des Arbeitskreis: Silvia Häfele, Melanie Ratz, Vorstandsmitglieder HPVBW – Allgemeine Informationen unter: https://hpvbw.de/ambulant

Arbeitskreis Kinder- und Jugendhospizarbeit

Der Arbeitskreis Kinder- und Jugendhospizarbeit fand als Hybridveranstaltung in Baden-Baden am 08. Juni 2021 statt. Auf der Tagesordnung standen u.a. Themen zu kollegialer Beratung, Hospitationen/Praktika während Corona, Versicherungen für Kinder- und Jugendhospizdienste.  Die Psychotherapeutin Katharina Körner hielt einen Impulsvortrag zum Thema: „Wie wirkt sich der frühe Tod eines geliebten Menschen, insbesondere eines Kindes, auf ein Familiensystem aus? Welche körperlichen und psychischen Folgen können für die Hinterbliebenen auftreten?“.  Mehr Informationen erhalten Sie im Protokoll auf der Homepage des HPVBW im geschützten Mitgliederbereich unter  https://hpvbw.de/mitglieder. Allgemeine Informationen unter: https://hpvbw.de/kinder-und-jugendhospizarbeit . Das nächste Arbeitskreistreffen findet am 15. Februar 2022 in Leonberg statt. Leitung des Arbeitskreis: Helena Gareis, Vorstandsmitglied HPVBW

Arbeitskreis Kinder- und Jugendtrauer

Der Arbeitskreis Kinder- und Jugendtrauer schloss sich am 06.05.2021 zu einer Videokonferenz zusammen. Auf der Tagesordnung stand u.a. das: Werkstatttreffen Männer und Trauer mit Tilman Kugler. Mehr Informationen erhalten Sie im Protokoll auf der Homepage des HPVBW im geschützten Mitgliederbereich unter https://hpvbw.de/mitglieder. Allgemeine Informationen unter: https://hpvbw.de/kinder-und-jugendhospizarbeit . Das nächste Arbeitskreistreffen wird am 28. Oktober 2021 als Fortbildungstag zum Konzept „Trauer-Power“ mit Ayse Bosse ebenfalls per Videokonferenz stattfinden. Leitung des Arbeitskreis: Kirsten Allgayer, Vorstandsmitglied HPVBW

Arbeitskreis Stationäre Hospize

Der Arbeitskreis Stationäre Hospize traf sich zu einer zweitägigen Klausurtagung vom 06.07. - 07.07.2021 im Bildungshaus St. Bernhard in Rastatt. Die Themenauswahl reichte vom „Freiwilligen Verzicht auf Essen und Trinken (FVET)“ über „Assistierter Suizid und die Haltung der Hospize hierzu“ und die „Hospize im Kontext der neuen generalistischen Ausbildung“ bis hin zu Fragen zu den „Bedarfssatzverhandlungen mit den Krankenkassen“ u.v.m. Die Tagung fand „hybrid“ statt, d.h. dass Ute Epple und Frank Schöberl vom HPVBW vor Ort waren und die Referent*innen der kirchlichen Werke (Dr. Ilona Grammer, Caritas Freiburg, Pia Haas-Unmüßig, DW Baden, Rainer Liefeld, DW Württemberg und Dr. Gudrun Silberzahn-Jandt, Caritas Stuttgart) online über Zoom an der Tagung teilnahmen. Alle haben sich mit verschiedenen Themen eingebracht. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 26 stationären Hospizen genossen es sehr, dass man sich wieder einmal persönlich treffen konnte. Die Rückmeldungen zur Tagung waren fast ausnahmslos positiv.  Weitere Informationen und Beratung erhalten Sie bei der Leitung des Arbeitskreis: Ute Epple und Frank Schöberl, Vorstandsmitglieder des HPVBW. - Allgemeine Informationen zur Hospizarbeit finden Sie unter: https://hpvbw.de/stationaer

Arbeitskreis Hospiz-und Palliativarbeit in der Behindertenhilfe

Der Arbeitskreis schloss sich 2021 zu zwei Videokonferenzen zusammen. Es standen u.a. Themen wie Letzte Hilfe in leichter Sprache und Palliative Care und hospizliche Begleitung von Menschen mit geistiger und schwerer Behinderung auf der Tagesordnung. Das Protokoll können Sie auf der Homepage des HPVBW im geschützten Mitgliederbereich nachlesen unter https://hpvbw.de/mitglieder Leitung des Arbeitskreis: Frank Schöberl, Vorstandsmitglied HPVBW

Neues Arbeitspapier: Übernahme von pflegerischen Handreichungen durch ehrenamtliche Hospizler*innen

Die bisherige Arbeitshilfe Dürfen ambulante Hospizdienste Pflegetätigkeiten ausüben? von Klaus Holland wurde vom Arbeitskreis Ambulante Hospizarbeit 2020 überarbeitet. Es entstand ein neues Arbeitspapier mit dem Titel Übernahme von pflegerischen Handreichungen durch ehrenamtliche Hospizler*innen. Darin werden die Ziele der ambulanten Hospizbegleitung, die Rolle der ehrenamtlichen Begleiter*innen und der Koordination, die Grenzbereiche der möglichen Aufgaben sowie Rechtliches/Versicherungsschutz erörtert. Zum neuen Arbeitspapier gehört auch ein Dokumentationsblatt für die Koordinator*in, in welchem u.a. die verantwortlichen Ansprechpartner*innen, Einschätzungen durch die Fachkraft/Angehörige zur physischen Situation und kognitiven Einschätzungen der/des zu Begleitenden, mögliche erwartbare Komplikationen, denkbare Unterstützungsmöglichkeiten, Grenzen/Verbote/Einschränkungen dokumentiert werden. Der aktuelle Kenntnisstand der eingesetzten ehrenamtlichen Hospizler*in kann vollständigkeitshalber miterfasst werden. Auf der Homepage im geschützten Mitgliederbereich des HPVBW ist das neue Arbeitspapier unter https://hpvbw.de/mitglieder/protokolle abrufbar.

Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Suizidassistenz

Der Gesamtvorstand des HPVBW informierte im März 2021 seine Mitglieder zu diesem wichtigen Thema.

"Auch wenn es sich gelegentlich nicht so anfühlen mag: es gibt neben Corona noch weitere wichtige Themen, die unsere Aufmerksamkeit brauchen.
Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts (BVfG) zur Suizidassistenz vom Aschermittwoch des vergangenen Jahres ist ein solches Thema, es bewegt und beschäftigt uns als Hospizbewegung.
Sie alle wissen es: Suizidassistenz in Deutschland ist seitdem auch in geschäftsmäßiger Form legal, es braucht keine besonderen Voraussetzungen dafür wie eine schwere Erkrankung oder ein bestimmtes Lebensalter. Das BVfG stellte allerdings fest, dass die Entscheidungsfähigkeit des sterbewilligen Menschen gewährleistet sein muss und dass niemand zur Beihilfe verpflichtet werden kann. Der Gesetzgeber bekam gleichsam die Aufgabe, ein Verfahren auf den Weg zu bringen, mit dem die Suizidassistenz als ein Grundrecht im Sinne der Freiheit faktisch verfügbar ist, denn bisher, so die Richter*innen, sei dies nur theoretisch der Fall gewesen…Was heißt das Urteil für uns als Hospize? Wir haben das klare Verständnis, dass die Verlängerung oder die Verkürzung des Lebens nicht zu unserer Auffassung eines „Lebens bis zuletzt“ gehört und dass dieses Thema dennoch besprechbar sein muss. Es wird auf uns zukommen, dass wir in den ambulanten und stationären Begleitungen mit dem Wunsch nach Suizidassistenz konfrontiert werden oder auch bereits wurden und wir uns dazu ver-halten müssen. Auch bei den haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden werden wir unterschiedliche Auffassungen zur Suizidassistenz finden. Auch damit heißt es umzugehen.
Seit letztem Jahr haben der Vorstand des DHPV und die Landesvorsitzenden sowie Vertreter*innen anderer Mitgliedsorganisationen sich mehrfach zum Austausch getroffen, um einen gangbaren Weg zu suchen – was ist unsere Haltung, bis wohin können wir mitgehen, wo sind unsere gelben und roten Linien, was bedeutet das für Ehren- und Hauptamtliche in den Hospizen usw.
Wir als Vorstand des HPV Baden-Württemberg haben uns zu der komplexen Thematik früh und intensiv ausgetauscht und unsere Ergebnisse dem DHPV zur Verfügung gestellt. Wir möchten baldmöglichst ein Format auf den Weg bringen, um auch mit Ihnen diskutieren zu können. In allen Unwägbarkeiten versichern wir Ihnen: wir vergessen das nicht, bleiben dran und informieren Sie weiterhin.
Was es für eine Gesellschaft bedeutet, in der als eine beinahe logisch erscheinende Konsequenz der durch das Urteil gestärkten Autonomie des Menschen der Suizid eine normale Option werden kann, was das für alte und kranke Menschen und Menschen mit Behinderung bedeutet, das zu überlegen können wir nur anmahnen und in die Diskussionen einbringen. Wir unterstützen Sie gerne, wenn Sie im Rahmen der Debatte um die Suizidassistenz, ob sie nun vor oder nach der Bundestagswahl stattfinden wird, mit Ihren Bundestagsabgeordneten oder den Kandidierenden ins Gespräch kommen möchten. Bundestagsabgeordnete sind Volksvertreter*innen, die im Sinne der Wählerinnen und Wähler und zum Wohle des Volkes entscheiden sollen. Dafür ist es wichtig, dass die Wähler*innen sich zu Wort melden. Unsere Erfahrung ist, dass Abgeordnete oder solche, die es werden wollen, sich gerne in einen solchen Austausch begeben.
Unstrittig bei allen Beteiligten aus den Verbänden und Parteien ist, dass es eine Stärkung und Verbesserung der Suizidprävention geben muss.
Die Diskussion wird vermutlich auch in Ihren Diensten stattfinden oder hat bereits begonnen. Wir glauben, dass dabei die Haltung des Trägers und der Verantwortlichen maßgeblich ist für die Verständigung untereinander.“

Schreiben des Deutschen Hospiz- und PalliativVerband e. V. zum §217 StGB - Hospizliche Haltung in Grenzsituationen

Der Geschäftsführer des Deutschen Hospiz- und PalliativVerband Benno Bolze informierte im Februar 2021 die Mitglieder:

"Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat mit seinem Urteil vom 26.02.2020 den § 217 StGB für nichtig erklärt, der die geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung unter Strafe gestellt hatte. Das BVerfG hat in seiner Urteilsbegründung ausgeführt, dass es eine Verpflichtung zur Beihilfe zur Selbsttötung aber nicht geben darf. Die Entscheidung des Gerichts hat auch eine Auswirkung für die Hospizarbeit und Palliativversorgung in Deutschland, insbesondere im Hinblick auf die Diskussion in der Gesellschaft zu der Frage, was unter einem würdigen Sterben zu verstehen ist.

Vor dem Hintergrund der Entscheidung des BVerfG hat der DHPV bereits im letzten Jahr einen Dialogprozess mit seinen Mitgliedsorganisationen auf der Landesebene sowie den überregionalen Organisationen des DHPV gestartet. In einer gemeinsamen Konferenz des Vorstands des DHPV mit seinen Mitgliedsorganisationen am 27.01.2021 wurde dieser Dialog fortgeführt. Gegenstand der Diskussion im Rahmen dieser Konferenz war das Dialogpier des DHPV, das von einer Arbeitsgruppe innerhalb des DHPV im Vorfeld erarbeitet wurde. Darin werden grundsätzliche Fragestellungen in diesem Zusammenhang aufgegriffen und es werden Eckpunkte im Hinblick auf eine hospizliche Haltung in Grenzsituationen benannt. Im Nachgang der Konferenz wurde das Dialogpapier durch die Ergebnisse der Diskussion ergänzt und durch die Arbeitsgruppe des DHPV abschließend bearbeitet.

Der DHPV stellt das als Anlage dieser Mail beigefügte Dialogpapier „Hospizliche Haltung in Grenzsituationen“ den Mitgliedsorganisationen auf der Landesebene sowie den überregionalen Organisationen, aber auch den Hospiz- und Palliativdiensten und Einrichtungen des DHPV als Grundlage für die weitere Diskussion zu dieser Thematik hiermit gern zur Verfügung."

Das Dialogpapier vom DHPV Hospizliche Haltung in Grenzsituationen ist abrufbar unter https://www.dhpv.de/news/dialogpapier_hospizliche-haltung-grenzsituatio…

Ausblick: Jahresmitgliederversammlung und Festakt zum 25-jährigen HPVBW Jubiläum

Die 26. Mitgliederversammlung des HPVBW und die Jubiläumsveranstaltung im Anschluss finden am Freitag, den 15. Oktober 2021 in Stuttgart statt – bitte notieren Sie sich den Termin heute schon. Die Einladung zu den Veranstaltungen erhalten die Mitglieder rechtzeitig auf dem Postweg.

Regionale Mitgliederversammlungen 2021

Die regionalen Mitgliederversammlungen sollen dieses Jahr wieder in den vier Regionen vor Ort stattfinden.

  • 06.10.2021 in Nord-Baden, Mannheim, Regional-Pate Frank Schöberl und Regional-Patin Melanie Ratz

  • 28.10.2021 in Nord-Württemberg, Öhringen, Regional-Patin Sabine Horn

  • 04.11.2021 in Süd-Württemberg, Langenau, Regional-Patinnen Susanne Kränzle und Silvia Häfele

  • 16.11.2021 in Süd-Baden, Offenburg, Regional-Patin Helena Gareis

Die Einladungen werden per E-Mail versandt und sind dann auch online geschützt abrufbar: https://hpvbw.de/mitglieder/

Fortbildungsangebote des HPVBW 2021

  • Letzte Hilfe Kursleiter*innen Schulung, Referent*innen von Letzte Hilfe Deutschland gUG in Kooperation mit dem HPVBW.  Weitere Informationen und Anmeldung unter https://hpvbw.de/mitglieder/termine

    • 07.10.2021 in Wiesloch

    • 09.10.2021 in Tübingen

Für beide Termine gibt es noch freie Plätze.

  • Hospiz macht Schule, Referentin Nicola Rupps
    • 29.10. – 30.10.2021 in Ludwigsburg. Ausschreibung und Anmeldung unter https://hpvbw.de/mitglieder/termine Aktuell stehen noch wenige Plätze für die Anmeldung zur Verfügung.
       
  • Coaching für haupt- und ehrenamtliche Koordinator*innen, Referenten Günter Etspüler und Clemens Janosch. Der Kurs fand bereits ausgebucht vom 25. bis 26. Juni 2021 in Stuttgart statt. Der HPVBW plant für 2022 wieder ein Coaching-Seminar anzubieten
     
  • Palliative Versorgung zu Hause Mentoren Schulung – Projekt HPVBW und AOK Baden-Württemberg, bei Interesse wenden Sie sich bitte an unsere Geschäftsstelle.

Weitere Fortbildungsangebote

  • Qualifizierung in der Kinder-, Jugendlichen- und Familientrauerbegleitung – Große Basisqualifikation Modul 1 an der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart in Kooperation mit dem HPVBW. Mehr Informationen zum Kurs und das Anmeldeformular erhalten Sie bei der Akademie Rottenburg-Stuttgart unter https://www.akademie-rs.de/start  und auf der Homepage des HPVBW unter https://hpvbw.de/mitglieder/termine

  • Große Basisqualifikation Trauerbegleitung 2021/2022 der Diakonie Baden in Kooperation mit dem HPVBW, der Diakonie Württemberg, dem Caritasverband für die Erzdiözese Freiburg und dem Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Mehr Informationen zum Kurs und zur Anmeldung unter https://hpvbw.de/mitglieder/termine

22. Süddeutsche Hospiztage 2021

Am Donnerstag, den 1. Juli 2021 fanden die Süddeutschen Hospiztage erstmals online statt zum Thema Nachgetrauert- Sterben und Leben in der Pandemie. Mehr dazu können Sie in der Presseinformation auf der Homepage des HPVBW https://hpvbw.de/ lesen.

ServicePoint Hospiz Nord

Ambulante Hospizförderung § 39a Abs. 2 SGB V

Aktuelles aus dem ServicePoint Hospiz Nord

Nicht nur ein besonderes und schwieriges Jahr in der Arbeit liegt hinter uns, sondern auch das Förderverfahren war nicht ganz einfach. Dank der Ergänzungsvereinbarung und der Wahlmöglichkeit, den Förderantrag bei den Gesetzlichen Krankenkassen entweder die Ehrenamts- und Begleitungszahlen von 2019 oder 2020 für die Berechnung der Leistungseinheiten zugrunde zu legen, hoffe ich bzw. hoffen wir drei ServicePoint Hospiz Ansprechpartnerinnen, dass Sie als geförderte Dienste doch möglichst weitgehend die geltend gemachten Ausgaben gefördert bekommen haben. An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Hospizdiensten ganz herzlich für das entgegengebrachte Vertrauen bedanken und hoffe, dass Sie sich gut beraten und begleitet fühlen - auch gerade, wenn sich Wechsel bei den Fachkräften anbahnen und sich so manche Fragen bei Neuanstellungen nicht einfach mit "Ja" oder "Nein" beantworten lassen.

Dabei sind wir sicherlich alle gespannt, was die Öffnung der Rahmenvereinbarung und die Verhandlung einiger wichtiger Punkte mit sich bringen wird. Noch sind uns keine Details bekannt. Sie können versichert sein, dass wir ServicePoints Hospiz gleich darüber informieren, sollten Neuerungen geklärt und zur Veröffentlichung zur Verfügung stehen.

Zudem hoffe ich, dass unterdessen alle geförderten Dienste ihre Förderbescheide, nebst der Fördersumme der GKV erhalten haben und Sie sich ggf. an die Antragstellung der fehlenden 10% Förderung durch die PKV machen können. Die näheren Informationen für den PKV-Antrag haben Sie unlängst per Mail erhalten und finden diese auch auf unserer Homepage https://hpvbw.de/servicepoint

Da im diesjährigen Förderverfahren die Bezugszahlen von 2019 oder 2020 genommen werden konnten, ist ein unmittelbarer Vergleich zum Vorjahr was die Anzahl der Ehrenamtlichen und Sterbebegleitungen anbelangt nicht möglich. Mitgeteilt werden kann jedoch, dass dieses Jahr insgesamt ca. 14 Millionen Euro an Fördergelder ausbezahlt werden (ca. 12,8 Millionen Euro von der GKV, 1,2 Millionen von der PKV). Dies ist eine Steigerung von ca. 1 Millionen Euro im Vergleich zum Förderverfahren 2020.

Sabine Horn, 1. stellvertretende Vorsitzende des HPVBW

Bei Fragen können Sie sich an den jeweiligen Service Point Hospiz wenden, die Kontaktdaten lauten:

  • ServicePoint Hospiz Süd-Ost (DWW)
  • ServicePoint Hospiz Nord (HPVBW): Sabine Horn – sphospiznord [at] hpvbw[Punkt]de – Telefon:  07141 / 99 24 34 54
  • ServicePoint Hospiz Süd-West (CVF)

Alle Informationen zur ambulanten Hospizförderung in Baden-Württemberg: https://hpvbw.de/servicepoint

Welthospiztag

Der diesjährige Welthospiztag findet am 09.10.21 statt unter dem Motto - in Anlehnung an die Kernaussage der Hospizarbeit und in Verlängerung des Mottos vom letzten Jahr - Leben! Bis zum Schluss. Lesen Sie mehr dazu unter https://www.dhpv.de/aktuelles_welthospiztag.html.

Termine und Veranstaltungen

Die geplante Messe Leben und Tod im Oktober 2021 wird verschoben auf den 21. - 22. Oktober 2022 und soll in Freiburg stattfinden.

Bitte nutzen Sie unsere Internetseite – wir veröffentlichen alle Veranstaltungen von Mitgliedern des HPVBW, die für die Hospizbewegung in Baden-Württemberg interessant sind:

Kulturelles

Stefan Schwarzer 

"Mal zu Lachen. Mal zum Heulen. So ist das Leben. So sind meine Lieder!"

"Am Ende!" ist der Titel eines kleinen Büchleins und so heißt auch die  Konzertlesungen von Pfarrer Stefan Schwarzer mit Liedern aus seiner eigenen Feder (ein wenig davon zu hören unter www.schtefan.de und Gedanken über das Weiterleben, nachdem seine Frau Anfang 2017 nach kurzer Krebserkrankung starb und er mit seinen drei Jungs (damals 8,6 und 2) schauen musste, wie das geht, sich auf die Suche nach neuer Freude im Leben zu machen.  

Herr Schwarzer kommt auch gerne in Ihre Institution. Kontaktaufnahme stefan[Punkt]schwarzer [at] elkw[Punkt]de / 0711-3167633