Ausgabe Juni 2019

Vorwort

Liebe Mitglieder, liebe Freundinnen und Freunde des Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg e.V.,

es scheint, als wäre ein Ruck durch die Gesellschaft gegangen – „Fridays for future“ hat die junge Generation, aber auch deren Eltern und Großeltern politisiert, elektrisiert und sich besinnen lassen auf das, was jetzt und in den nächsten Jahren und Jahrzehnten lebens-wichtig ist und in der Verantwortung aller steht. Europa hat gewählt, Baden-Württemberg hat gewählt, und vielleicht war Greta Thunberg eine der größten Wahlkämpferinnen – eine 16jährige Schwedin, die einen wohl beispiellosen Aufbruch initiiert hat, ohne dies zuvor in diesem Ausmaß auch nur ansatzweise ahnen zu können.

Vor genau 50 Jahren kam eines der bekanntesten Bücher unserer Zeit auf den Markt: Elisabeth Kübler-Ross veröffentlichte „On death and dying“, ihre berühmten Interviews mit Sterbenden. Auch sie hat damit viele Menschen in aller Welt irritiert, berührt und mobilisiert.

 

Der Journalist Helmut Räther schrieb anlässlich ihres Todes im Jahre 2004: Elisabeth Kübler-Ross wusste vermutlich mehr über den Tod als irgendein anderer Mensch: Das Standardwerk "On Death and Dying" (deutsch: "Interviews mit Sterbenden") aus dem Jahr 1969, für das sie mit mehr als 200 Sterbenden sprach, hat sie als Wissenschaftlerin mit Mut und Mitleid ausgewiesen und dafür gesorgt, dass Todkranke in den Hospitälern der USA und darüber hinaus nicht mehr in Badezimmer oder Flure geschoben werden, bis es vorüber ist.

 

Auf irgendeine Weise sind Greta Thunberg und Elisabeth Kübler-Ross sich nicht unähnlich – beide stehen für ein Thema, das so zuvor noch niemals aufgegriffen wurde. Die Klimaschützer haben mit Greta Thunberg eine Gallionsfigur, die ihre Sache voranbringen und nicht gestatten wird, dass der Klimaschutz wieder aus den Augen verloren werden wird.

Die Hospizbewegung hat in Elisabeth Kübler-Ross eine „Riesin, auf deren Schultern sie steht“ (Isaac Newton), bis heute. Es hat sich viel bewegt durch das Engagement unzähliger Menschen, die sich von den Ideen und Einsichten Kübler-Ross‘ berühren ließen. Aber wir sind noch nicht am Ende unserer Möglichkeiten und vor allem nicht am Ende der Notwendigkeiten, damit Menschen in Ruhe und Frieden und mit aller Sorge, die sie brauchen und wollen, sterben können. Gut, sich immer wieder auf die Riesinnen und Riesen zu besinnen, auf deren Schultern wir stehen und in die Ferne blicken dürfen, um dann wieder herabzusteigen und unsere Aufgaben vor Ort zu erledigen.

Einen prachtvollen Sommer wünscht Ihnen im Namen des gesamten Vorstandes

Ihre Susanne Kränzle

Vorsitzende

 

Aktuelles aus dem Landesverband

Mitgliederstand

Aktuell sind 211 Hospiz- und Palliativeinrichtungen Mitglied im Hospiz- und Palliativ Verband.

Für die Arbeit in Ihrer Region wünschen wir viel Erfolg und gutes Gelingen!

Jubiläum 2019

Wir gratulieren herzlich zum Jubiläum im Jahr 2019:

  • 20 Jahre Stationäres Hospiz Leonberg
  • 25 Jahre Ambulantes Hospiz Leonberg
  • 25 Jahre Hospizdienst Achern-Achertal
  • 25 Jahre Ambulanter Hospizdienst Reutlingen e.V.
  • 25 Jahre Hospizverein Singen und Hegau e.V.

Bitte melden Sie sich in Ihrem Jubiläumsjahr!

Aktuelles aus den Arbeitskreisen

Arbeitskreis Ambulante Hospizarbeit

Der AK Ambulante Hospizarbeit traf sich am 14.03.2019 in Ulm. Themenschwerpunkte waren die Überprüfung der Arbeitshilfe „Dürfen ambulante Hospizdienste Pflegetätigkeiten ausüben?“ von Klaus Holland und der Arbeitshilfe des DHPV „Qualitätsprozesse in ambulanten Hospiz- und Palliativdiensten“. Weitere Informationen und den Termin für das nächste Treffen können Sie im Protokoll auf der Homepage des HPVBW im geschützten Mitgliederbereich nachlesen und bei der Leitung des Arbeitskreises, Silvia Ulbrich-Bierig, Vorstandsmitglied HPVBW erhalten. – Allgemeine Informationen unter: https://hpvbw.de/ambulant

Arbeitskreis Kinder- und Jugendhospizarbeit

Wir berichteten bereits in der Märzausgabe vom Treffen am 19.03.19 in Tübingen. Das Protokoll und weitere Informationen, sowie den Termin für das nächste Treffen können Sie auf der Homepage des HPVBW im geschützten Mitgliederbereich nachlesen. Leitung des Arbeitskreises: Helena Gareis, Vorstandsmitglied HPVBW und Bernhard Bayer, Hospiz St. Martin erhalten. - Allgemeine Informationen zur Kinder- und Jugendhospizarbeit: https://hpvbw.de/kinder-und-jugendhospizarbeit

Arbeitskreis Kinder- und Jugendtrauer

Der Termin für den Fachtag Kinder- und Jugendtrauer des Arbeitskreises Kinder- und Jugendtrauer steht fest: Am 25. April 2020 werden wir uns mit dem Thema „Wenn Trauer Raum bekommt … Trauer in der Gesellschaft, in der Familie, in mir.“ auseinandersetzen. Die Hauptrednerin wird Frau Dr. Tanja Brinkmann aus Bremen sein. - Weitere Informationen erhalten Sie auf der Homepage des HPVBW im geschützten Mitgliederbereich und bei der Leitung des Arbeitskreises, Kirsten Allgayer, Vorstandsmitglied des HPVBW. Allgemeine Informationen unter: https://hpvbw.de/kinder-und-jugendhospizarbeit

Arbeitskreis Stationäre Hospize

Die Herbsttagung 2019 findet am 13.11.2019 im Weihbischof-Gnädinger-Haus, der Geschäftsstelle des Diözesan-Caritasverbandes in Freiburg statt. - Weitere Informationen und Beratung erhalten Sie bei der Leitung des Arbeitskreises: Ute Epple und Frank Schöberl, Vorstandsmitglieder des HPVBW. - Allgemeine Informationen zur Hospizarbeit finden Sie unter: https://hpvbw.de/stationaer

Die Protokolle der Arbeitskreise sind für Mitglieder des HPVBW online geschützt eingestellt unter https://hpvbw.de/mitglieder/protokolle

Arbeitskreis Hospiz- und Palliativarbeit in der Behindertenhilfe

Abfrage: diesen Arbeitskreis gibt es aktuell noch nicht. Der Vorstand des HPVBW möchte seinen Mitgliedern bei ausreichender Nachfrage eine Mitarbeit in diesem Arbeitskreis gerne anbieten. Wer Interesse hat, inhaltlich in diesem Arbeitskreis mitzuwirken meldet sich bitte über unser Kontaktformular auf der Homepage.

 

Fortbildungsangebote des HPVBW für 2019

Neu im Fortbildungsangebot für Herbst 2019:

  • Hospiz macht Schule, Referentin Nicola Rupps
    • Freitag  22.11. –  Samstag 23.11.19 in Ludwigsburg. Ausschreibung und Anmeldung unter https://hpvbw.de/mitglieder/termine - Anmeldung schriftlich bis 14.10.2019 möglich.

Es gibt noch wenige freie Plätze - Sie können sich bis 15.07.2019 noch anmelden für:

  • Coaching für haupt-und ehrenamtliche Koordinatorinnen und Koordinatoren, Referenten Günter Etspüler und Clemens Janosch

    • Freitag,  25.10.19 – Samstag,  26.10.19 im Christkönigshaus in Stuttgart-Hohenheim. Mehr Informationen zur Veranstaltung und das Anmeldeformular unter https://hpvbw.de/mitglieder/termine - Anmeldung schriftlich bis 15.07.2019 möglich.

Ausgebucht – Anmeldungen nur noch auf Nachrückliste möglich:

  • Letzte Hilfe Kursleiter*innen Schulung, Referent*in von Letzte Hilfe Deutschland gUG

Bei ausreichend Interessierten wird der HPVBW auch wieder folgenden Kurs anbieten:

  • Palliative Versorgung zu Hause Mentoren Schulung – Projekt HPVBW und AOK Baden-Württemberg.

Mitgliederversammlung in Offenburg

Am 5. Juni fand die diesjährige Mitgliederversammlung des HPVBW in Offenburg statt. Die stellvertretende Oberbürgermeisterin Frau Fuchs begrüßte im Namen der Stadt die Anwesenden. Die Vorsitzende des HPVBW, Susanne Kränzle, und 7 weitere Vorstände berichteten über das vergangene Geschäftsjahr mit den umfassenden Tätigkeiten des Verbandes auf Landesebene, der intensiven Zusammenarbeit mit dem DHPV in Berlin, den Kontakten zu den Wohlfahrtsverbänden, Kirchen und Politik. Ein Impulsvortrag von Susanne Kränzle zum Thema Sterbehilfe in Deutschland – Sterbefasten – das Ringen um eine ethische Haltung mit anschließendem Austausch und Diskussion beschloss am Nachmittag die informationsreiche Veranstaltung.

Erweitertes Führungszeugnis und Ehrenkontrakt

Muss das sein? Wo wir doch ehrenamtlich diesen Dienst tun?

So oder so ähnlich lautet vermutlich die Fragestellung, die sich in vielen Diensten stellt, und so ähnlich wurde es auch bei unserer Mitgliederversammlung in Offenburg geäußert mit der Bitte, dass sich der HPV doch dazu positionieren möge.

Nun, im Bereich der Kinder- und Jugendhospizdienste ist die Frage nach einem erweiterten Führungszeugnis sehr rasch beantwortet, denn dort schreibt es der Gesetzgeber für alle Ehren- und Hauptamtlichen vor.

Für die Erwachsenenhospizdienste gibt es vom DHPV die Empfehlung es einzufordern, doch jeder Dienst muss sich damit selber auf den Weg und in die Fragestellung machen, um dann eine Entscheidung zu treffen.  Hinter diesem eigenen und jeweils individuellen Prozess vor Ort, steht auch der HPV BW.

Wissenswertes zur Entscheidungsfindung zum Thema Erweitertes Führungszeugnis und Ehrenkontrakt haben wir Ihnen zusammengestellt und auf unserem geschützten Mitgliederbereich eingestellt unter https://hpvbw.de/mitglieder/lag_intern/praevention_kinderschutz_ak_kinder_und_jugendhospizarbeit_mai_2013)

Informationen zum Ehrenkontrakt https://www.caritas-rottenburg-stuttgart.de/was-uns-wichtig-ist/schutz-vor-sexuellem-missbrauch/praevention/praevention

§ 217 StGB 

Mitte April wurden vom 2. Senat des Bundesverfassungsgerichts unter großer medialer Aufmerksamkeit an zwei Tagen die anhängigen Verfassungsbeschwerden gegen den „Sterbehilfeparagraphen“ verhandelt, der die geschäftsmäßige Beihilfe zum Suizid unter Strafe stellt. Dadurch sei, so die Kläger, die Freiheit des Menschen, die auch die Freiheit zum Suizid beinhalte, eingeschränkt, weil die Beihilfe zum Suizid faktisch nicht verfügbar sei. Neben den Klägern (u. a. Bruno Minelli, Dr. Roger Kusch, Dr. Michael de Ridder) und deren Rechtsvertretern waren Bundestagsabgeordnete, die das Gesetz aus dem Jahr 2015 auf den Weg gebracht hatten und ca. 20 Sachverständige aus verschiedensten Fachrichtungen geladen, um mit ihren Stellungnahmen den Richterinnen und Richtern eine vertiefte Einschätzung zum großen Themenbereich „Suizid und Suizidhilfe“ zu vermitteln.

Auch der Vorsitzende des DHPV, Prof. Dr. Winfried Hardinghaus und die Vorsitzende des HPV BW, Susanne Kränzle, waren geladen, um die Position der Hospizbewegung sowie deren Möglichkeiten darzulegen. Dank einer Befragung der stationären Hospize im Land konnte Susanne Kränzle ihre Einschätzung untermauern, dass im Umfeld einer gastfreundschaftlichen Sorgekultur Suizidwünsche schwinden und Suizidversuche praktisch nicht vorkommen. Der 2. Senat zeigte sich beeindruckt von den Schilderungen, mit welcher Haltung Menschen in Hospizen begegnet und wie mit ihnen umgegangen wird. Susanne Kränzle sagte am Ende ihrer Ausführungen, dass eine Lockerung des § 217 StGB aus Sicht der Hospizbewegung nicht nötig sei und die Alternative dazu auch nicht hieße, sich vor den Zug werfen zu müssen, – was von Befürwortern einer geschäftsmäßigen Beihilfe zum Suizid stets als logisch erscheinende Konsequenz bemüht wird -  sondern der Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung vor allem im Bereich der Pflegeeinrichtungen und der häuslichen Versorgung noch deutlich weiter voranzubringen sei.

Mit einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts ist im Verlaufe des Sommers zu rechnen.

Junges Ehrenamt

Letzte Wege begleiten. Mehr als ein Ehrenamt. Unter diesem Motto lud Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey am 5. April 2019 95 junge Ehrenamtliche aus der Hospizarbeit und Palliativversorgung nach Berlin ein, um sie für ihr Engagement auszuzeichnen und mit ihnen über die ehrenamtliche Begleitung von schwerstkranken und sterbenden Menschen zu sprechen. Die Ehrenamtlichen erhielten Urkunden, die einerseits das Engagement würdigen und gleichzeitig die Möglichkeit geben, die erworbenen Kompetenzen und das Engagement im weiteren Leben nachzuweisen, z.B. bei Bewerbungen für eine Ausbildung oder für einen Studienplatz. (Text Bundes-Hospiz-Anzeiger)

Baden-Württemberg war mit 10 jungen Ehrenamtlichen vertreten.  Startseite https://hpvbw.de

Geplant sind zwei weitere Einladungen in diesem Jahr nach Berlin zur Fortsetzung des bundesweiten Erfahrungsaustausches „Junges Ehrenamt“.

Information: Broschüre des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Letzte Wege – Wenn das Leben Abschied nimmt – das in 1. Auflage im März 2019 erschiene Magazin zur Hospizarbeit und Palliativversorgung ist Teil der Öffentlichkeitsarbeit der Bundesregierung. „Das Magazin bietet Geschichten zum Sterben und Begleiten, Gesichtern von engagierten Menschen und Gedanken über das, was am Ende wichtig ist. Es wird über menschenwürdiges Sterben und über die beeindruckende Arbeit gesprochen, die von vielen Haupt- und Ehrenamtlichen in der Hospizarbeit und Palliativversorgung geleistet wird. Das Magazin soll dazu anregen, sich mit dem Sterben auseinanderzusetzen und darüber zu reden.“ Text aus Broschüre BFSFJ. Nachfolgender Link zum Bestellen der Broschüre bzw. zum Herunterladen. https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/service/publikationen/letzte-wege---wenn-das-leben-abschied-nimmt/135182

 

ServicePoint Hospiz Nord

Aktuelles: Ambulante Hospizförderung § 39a Abs. 2 SGB V

In sehr angenehmer und konstruktiver Atmosphäre konnten wir Vertreterinnen der drei Service Points Hospiz Mitte Mai mit den Vertretern der Gesetzlichen Krankenkassen zusammen das diesjährige Förderverfahren besprechen.

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Hospizdiensten ganz herzlich für das entgegengebrachte Vertrauen bedanken und hoffe, dass Sie sich gut beraten und in dem Prozess des Förderverfahrens und der Fragen, die auch in der Zwischenzeit auftreten können, begleitet fühlen. 

Wir hier in Baden-Württemberg sind auf einem guten Weg, denn -  und daran möchte ich Sie nun kurz mit Anteil nehmen lassen – ich staune und freue mich über die Entwicklung der Zahlen.

Die nachfolgenden Zahlen sind die von den eingereichten Anträgen -  wissend, dass es letztlich noch viel mehr sind, werden die nicht abgeschlossenen Begleitungen und die Zahlen der nicht geförderten Dienste ja nicht erfasst.

Wie im Vorjahr sind insgesamt 147 Anträge von Hospizdiensten eingegangen. Die Anzahl der angegebenen Sterbebegleitung hat sich um knapp 400 auf fast 7.400 erhöht. Die Anzahl der Ehrenamtlichen ist um über 100 auf jetzt 5.673 ebenfalls gestiegen.  Die Fördersumme wird dieses Jahr ca. 12,5 Mio. Euro betragen (wovon 11,5 Mio. Euro auf die GKV und 1 Mio. Euro auf die PKV fallen).

Im Moment ist keine Verzögerung bekannt, so dass von der Zustellung des Förderbescheides und Auszahlung der Fördersummen Ende Juni / Anfang Juli auszugehen ist.

Wenn dies erfolgt ist, wird sich das Antragverfahren der Privaten Krankenversicherung anschließen. Dazu werden Sie dann die nötigen Informationen von den ServicePoints erhalten und schauen Sie auch gerne immer wieder auf unserer Homepage beim Service Point nach Informationen.

In der Landesausschusssitzung wurde zudem die Überarbeitung der FAQ’s beschlossen (für beide Bereiche, sowohl für die Kinder- und Jugendhospizdienste, als auch für die Erwachsenendienste), mit der wir Ende Juli beginnen wollen.

Auch diesbezüglich werden Sie dann über die Fertigstellung der Überarbeitung informiert werden.

Alle Informationen zur ambulanten Hospizförderung in Baden-Württemberg: https://hpvbw.de/servicepoint

Sabine Horn, 1. stellvertretende Vorsitzende des HPVBW

 

Informationen vom Deutschen Hospiz- und PalliativVerband e.V.

Welthospiztag 2019

--- Achtung: DHPV Bestellschluss am 31.07.19 auf den 26.08.19 vorgezogen - Bitte informieren Sie sich auf dhpv.de über die Regularien! (edit - nach Versand - 01.08.19) ---

am 12. Oktober dieses Jahr zum Thema Buntes Ehrenamt Hospiz. Wer Materialpakete und Online-Material für Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit bestellen möchte, kann diese beim DHPV ordern.

Tagung „Sterben nach Plan?“ zu §132g SGB V

Gesundheitliche Versorgungsplanung am 28. Juni 2019 in Berlin – der DHPV lädt zusammen mit seinem wissenschaftlichen Beirat zu dieser Tagung ein, um mit Blick auf § 132g SGB V das Spannungsfeld zwischen der Planbarkeit des Sterbens und dem Umgang mit existenziellen Unsicherheiten zu beleuchten. Programm und Anmeldung über die Geschäftsstelle des DHPV.

 

Termine und Veranstaltungen

Bitte nutzen Sie unsere Internetseite – wir veröffentlichen alle Veranstaltungen, die für die Hospizbewegung in Baden-Württemberg interessant sind:

Sonstige Veranstaltungen

Die 20. Süddeutschen Hospiztage finden vom 3. bis 5. Juli 2019 in Bad Herrenalb unter dem Thema Umsorgt – versorgt. Ausgesorgt? statt. Bitte beachten Sie, die Veranstaltung ist ausgebucht.

 

Buchtipps

das Lebende umarmt das Tote. Trauerjahr verdichtet

Der Tod eines Menschen aus unserem nahen Umfeld, insbesondere der Tod des Lebenspartners, eröffnet Abgründe: Erschrecken, Verzweiflung, Trauer reichen ins Unermessliche, Lebensentwürfe werden zerstört. Unwiederbringliches geht verloren. All dies hat Brigitte Schule-van der Wal erlebt und zu Papier gebracht. In ihrem Gedichtband beschreibt die Autorin mit knappen, prägnanten Worten das Erleben eines Todes im Laufe eines Lebensjahres. (Text Athena-Verlag - ISBN 978-3-7455-1056-0) 

Trauernde Menschen mit geistiger Behinderung begleiten

Die Autorin Stephanie Witt-Loers stellt dar, wie Menschen mit geistiger Behinderung trauern und wie sie in ihrem Trauerprozess unterstützt und gut begleitet werden können. Wie erleben Menschen mit geistiger Behinderung den Verlust eines nahestehenden Menschen? Menschen mit geistigen Behinderungen sind nicht alle gleich eingeschränkt. Sie verfügen über unterschiedliche kognitive und motorische Fähigkeiten und unterscheiden sich ebenfalls in ihrem sozial-emotionalen Verhalten. Unter Berücksichtigung dieser Unterschiede gibt Stephanie Witt-Loers Hinweise, wie geistig behinderte Menschen hilfreich begleitet werden können. Erfahrungsberichte machen deutlich, was der Verlust für Menschen mit geistiger Behinderung bedeutet und wie konkrete Unterstützung aussehen kann. (Text Vandenhoeck & Ruprecht Verlag)

Autorin: Stephanie Witt-Loers – ISBN: 978-3-525-70267-3

ÜbungsRaum Trauerbegleitung – Methodenhandbuch für die Arbeit mit Trauernden

Auch wenn der Haltung in der Trauerbegleitung eine tragende Bedeutung zukommt, sind umfassendere Kompetenzen gefordert, um Trauernden besondere Hilfestellungen durch aktivierende Methoden und Übungen anzubieten. Mit Kopiervorlagen als Download-Material. (Text Vandenhoeck & Ruprecht Verlag)

Autor*innen: Monika Müller, Sylvia Brathuhn, Matthias Schnegg – ISBN: 978-3-525-40639-7

Sterben und Lieben – Selbstbestimmung bis zuletzt

Völlig überraschend erhält Irene Mieth die schockierende Diagnose: Krebs im fortgeschrittenen Stadium. Eine Operation scheint die letzte Rettung, die Zeit drängt. Doch Irene Mieth entscheidet anders und sich gegen den Eingriff. Sie stirbt 2017. Dietmar Mieth war gegen die Entscheidung seiner Frau und für die Operation. Sie führen lange Gespräche, diskutieren, streiten auch. Am Ende akzeptiert Mieth den Entschluss und begleitet seine Frau bis zum Schluss. Über diese Zeit, über ihre Diskussionen, schreibt Dietmar Mieth in seinem wohl persönlichsten Buch. Der renommierte Ethiker und Moraltheologe reflektiert über Sterben und Lieben, über Schmerz und Zerbrechlichkeit, Ungewissheit und Hoffnung. Ergänzt werden seine Gedanken durch Auszüge aus dem Tagebuch, das Irene Mieth während ihrer Krankheit schrieb. Beide setzen sich damit ihre gewohnten Gespräche fort. Der Text lebt von ihrem Dialog – bis zuletzt. Respektvoll und zutiefst getragen von ihrem gemeinsamen Glauben, ihre Suche und die tiefe Verbundenheit in der Mystik Meister Eckharts. Text Herder Verlag

Autoren: Dietmar Mieth, Irene Mieth - ISBN: 978-3-451-38315-1