Ausgabe Dezember 2018

Vorwort

Liebe Mitglieder, liebe Freundinnen und Freunde des Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg e. V.,

das Jahr 2018 neigt sich dem Ende entgegen.

Wie würden Sie es für sich ganz persönlich bilanzieren? War es ein gutes Jahr oder eher ein schwieriges? Wie viel zuviel haben Sie gearbeitet? Wie stand und steht es um Ihre Gesundheit? Um Ihre Hobbies und Beziehungen? Und hatte das Jahr in der Summe genügend Glücksmomente?

Es geht wahrscheinlich uns allen so, dass wir uns in der Arbeit verlieren könnten, wenn wir nicht auf uns selber achten würden. Für mich ist immer wieder eine gute Richtschnur die Untersuchung von Bronnie Ware, die in Australien sterbende Menschen gefragt hat, was sie im Rückblick auf ihr Leben am meisten bedauern.

Diese Menschen drückten ihr Bedauern so aus (1):

  • Ich hätte gerne den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu leben - und mich nicht von den Erwartungen anderer leiten lassen
  • Ich hätte nicht so hart arbeiten dürfen
  • Ich hätte den Mut haben sollen, meine Gefühle auszudrücken 
  • Ich hätte mit meinen FreundInnen in Kontakt bleiben sollen
  • Ich hätte mir mehr Glück und Zufriedenheit gönnen sollen

Darüber lohnt es sich nachzudenken, wenn wir in den Anforderungen des Alltags kaum mehr Zeit haben für das, was neben der Sorge um schwerstkranke, sterbende Menschen und ihre Angehörigen wichtig und geboten ist. Was möchten wir einmal auf unserem Sterbebett nicht sagen müssen – und was würde dazu beitragen, dass wir im Frieden sein könnten mit unserem Leben und unserem Sterben?

In diesem Sinne danke ich Ihnen allen, Hospizbewegten wie Kooperationspartnerinnen und –partnern, für alles Engagement und alle Begegnungen im Jahr 2018, das in Baden-Württemberg auf jeden Fall ein gutes Jahr für die Hospizarbeit gewesen ist. Im Infobrief können Sie nachlesen, wie ich zu dieser Einschätzung komme!

Ich freue mich auf 2019 mit Ihnen und darf Sie im Namen des gesamtem Vorstands und der Mitarbeiterinnen in der Geschäftsstelle herzlich grüßen – alles Gute für die bevorstehende Advents- und Weihnachtszeit und ein gesundes, glückliches und gelingendes Jahr 2019!

Ihre Susanne Kränzle
Vorsitzende

(1) Bronnie Ware (2011): The Top Five Regrets of the Dying. A Life Transformed by the Dearly Departing. Balcony Press


Land stärkt Hospiz- und Palliativversorgung

Das Land stärkt die Hospiz- und Palliativversorgung der Bürgerinnen und Bürger mit 1,3 Millionen Euro. Schwerpunkte des Aktionsplans sind die Verbesserung der Palliativkompetenz von Pflegekräften und die Unterstützung der Trauerbegleitung. Sterbenden und deren Angehörigen soll so viel Unterstützung und Geborgenheit gegeben werden wie nur möglich.

Ein mit 1,3 Millionen Euro ausgestatteter Aktionsplan soll die Hospiz- und Palliativversorgung in Baden-Württemberg verbessern. Der Ministerrat hat über die Umsetzung dieser vom Ministerium für Soziales und Integration gemeinsam mit dem Landesbeirat Palliativversorgung Baden-Württemberg erarbeiteten Konzeption beraten. - Lesen Sie den vollständigen Artikel unter https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/press…


Aktuelles aus dem Landesverband

Mitgliederstand

Im November 2018 beigetreten sind:

  • CLARA Ökumenischer Kinder-und Jugendhospizdienst, Mannheim
  • Ambulanter Kinder- und Jugendhospizdienst, Ulm
  • Kinder- und Jugendhospizdienst Pusteblume der Hospizstiftung Rems-Murr-Kreis e.V., Backnang
  • Ökumenische Hospizdienst Bad Mergentheim e.V., Bad Mergentheim
  • Evangelische Diakoniewerk Schwäbisch Hall E.V. Schwäbisch Hall

Aktuell sind 211 Hospiz- und Palliativeinrichtungen Mitglied im Hospiz- und Palliativ Verband.

Für die Arbeit in Ihrer Region wünschen wir viel Erfolg und gutes Gelingen!

Aktuelles aus den Arbeitskreisen

Arbeitskreis Ambulante Hospizarbeit

Das Treffen vom 11.10.2018 wurde verschoben auf den 14.03.2019, voraussichtlich in Ulm. - Weitere Informationen unter https://hpvbw.de/node/11733 und bei der Leitung des Arbeitskreises: Silvia Ulbrich-Bierig, Vorstandsmitglied HPVBW. – Allgemeine Informationen unter: https://hpvbw.de/ambulant

Arbeitskreis Kinder- und Jugendhospizarbeit

Das nächste AK-Treffen ist am 19.03.2019, voraussichtlich im Bereich Tübingen/Reutlingen. - Weitere Informationen erhalten Sie bei der Leitung des Arbeitskreises: Helena Gareis, Vorstandsmitglied HPVBW und Bernhard Bayer, Hospiz St. Martin. - Allgemeine Informationen zur Kinder- und Jugendhospizarbeit: https://hpvbw.de/kinder-und-jugendhospizarbeit

Arbeitskreis Kinder- und Jugendtrauer

Der AK Kinder- und Jugendtrauer trifft sich zu seiner 14. Sitzung am 13.02.2019 voraussichtlich in Pforzheim. - Weitere Informationen erhalten Sie bei der Leitung des Arbeitskreises: Kirsten Allgayer, Vorstandsmitglied des HPVBW. -

Allgemeine Informationen unter: https://hpvbw.de/kinder-und-jugendhospizarbeit

Die Protokolle dieser drei Arbeitskreise sind für Mitglieder des HPVBW online geschützt eingestellt unter https://hpvbw.de/mitglieder/protokolle.

Arbeitskreis Stationäre Hospize

Am 8. November 2018 fand die Herbsttagung in Bietigheim-Bissingen statt. Schwerpunkt der Tagung war die Umsetzung der psychosozialen Betreuung in den Hospizen und ein Austausch dazu. Teilnehmer/-innen unseres Arbeitskreises erhalten wie gewohnt das Protokoll der Tagung zugesandt.

Die Klausurtagung 2019 findet vom 22. – 23.05.2019 im Kloster Reute statt. Einladungen werden rechtzeitig vorher per E-Mail versandt und sind für Mitglieder dann auch im geschützten Mitgliederbereich des Arbeitskreises hinterlegt.

Die Herbsttagung 2019 findet am 13.11.2019 im Weihbischof-Gnädinger-Haus, der Geschäftsstelle des Diözesan-Caritasverbandes in Freiburg statt.

Weitere Informationen und Beratung erhalten Sie bei der Leitung des Arbeitskreises: Ute Epple und Frank Schöberl, Vorstandsmitglieder des HPVBW. - Allgemeine Informationen zur Hospizarbeit finden Sie unter: https://hpvbw.de/stationaer

Rückblick: Regionale Mitgliederversammlungen 2018

Im Oktober und November fanden in Nord-Württemberg (Gastgeber Maya-Fischer-Hospiz in Aalen-Ebnat), in Süd-Württemberg (Gastgeber Hospizgruppe Ehingen), Nord-Baden (Gastgeber Christliches Hospiz Pforzheim/Enzkreis in Pforzheim) und Süd-Baden (Ortenauer Kinder-und Jugendhospizdienst in Offenburg) die regionalen Mitgliederversammlungen statt. Der Vorstand (Regionalpate) berichtete Aktuelles aus dem Landesverband (HPVBW) und vom Bundesverband (DHPV). Die regionalen Tagungspunkte wurden bearbeitet und neue Themen wurden gesammelt. Besonders positiv wurde von allen vier Regionen rückgemeldet, dass der Bericht aus den einzelnen Gruppen und der Austausch untereinander sehr wertvoll und hilfreich ist. – Die Protokolle wurden per E-Mail versandt und sind auch online geschützt abrufbar: https://hpvbw.de/mitglieder/protokolle

Ausblick: Jahresmitgliederversammlung 2019

Die 24. Mitgliederversammlung des HPVBW findet am Mittwoch, den 5. Juni 2019 in Offenburg statt – bitte notieren Sie sich den Termin heute schon. Die Einladung zur Veranstaltung erhalten die Mitglieder rechtzeitig auf dem Postweg.

Fortbildungsangebote des Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg - 2019

Folgende Schulungsangebote sind geplant bzw. in Planung:

  • „Letzte Hilfe“ Kurse; Referenten: Dr. Bollig und Team
    • 24. Januar 2019 in Ravensburg - (ausgebucht)
    • 14. Februar 2019 in Baden-Baden - (ausgebucht)
  • „Hospiz macht Schule“; Referentin: Nicola Rupps
    • 29.-30. März 2019 in Ludwigsburg - Ausschreibung abrufbar unter https://hpvbw.de/node/11767 - Anmeldung schriftlich bis 25.02.18 möglich. - Bei weiteren Bedarf werden zusätzliche Schulungstermine angeboten
    • „Coaching für Koordinatorinnen und Koordinatoren“; Referenten: Günter Etspüler und Clemens Janosch - Ausschreibung in Planung, noch keine Anmeldung möglich – Termin evtl. vormerken:
      25.- 26.10.2019 in Stuttgart, Christkönigshaus
  •  „Palliative Versorgung zu Hause“ Mentorenschulung –Projekt HPVBW und der AOK Baden-Württemberg – der nächste Kurs findet bei ausreichend Anmeldungen statt. Interessenten melden sich in unserer Geschäftsstelle: https://hpvbw.de/kontakt

Information zum Projekt „Hospiz macht Schule“

Bei unserer Mitgliederversammlung im Juni dieses Jahres war Frau Hagedorn bei uns und hat uns Hospiz macht Schule vorgestellt. Seither ist sehr viel passiert.
Zunächst einmal wundern Sie sich vielleicht, dass Sie möglicherweise immer wieder Post von der Bundes-Hospiz-Akademie, Herrn Timmermanns erhalten, der Schulungen zu diesem Projekt anbietet. Dazu möchten wir sagen, dass sich die Bundes-Hospiz-Akademie vor vielen Jahren vom DHPV getrennt hat und manche Dinge in Bezug auf Hospiz macht Schule unterschiedlich gesehen und bewertet werden. Wir hoffen sehr, dass dies bald in gutem Einvernehmen und auch juristisch geklärt werden wird. Ungeachtet dessen sind wir natürlich mit dem DHPV verbunden und bekommen von ihm die Unterstützungen, die nötig sind, um Schulungen für die Ehrenamtlichen auf dieses Projekt durchführen zu können.

Nachdem Frau Hagedorn ab nächstem Jahr keine Schulungen mehr anbieten wird, freuen wir uns sehr, Ihnen heute Frau Nicola Rupps vorstellen zu können, die zukünftig für den HPVBW Schulungen anbieten wird. Frau Rupps ist ehrenamtliche Kinderhospizbegleiterin und Trauerbegleiterin im Kinder- und Jugendhospizdienst im Landkreis Ludwigsburg und hat hier vor Ort schon mehrere solcher Projektwochen mit durchgeführt und gestaltet. Frau Rupps wird Mitte März 2019 noch die Mentorenschulung auf dieses Konzept beim DHPV absolvieren und dann zur Verfügung stehen.

Von daher haben wir gleich eine Schulung geplant: am 29. und 30.03.3019 in Ludwigsburg (siehe oben und unter https://hpvbw.de/node/11767).

Zudem bitten wir interessierte Hospizdienste sich bei uns in der Geschäftsstelle zu melden, dass wir die Bedarfe abschätzen und entsprechend Schulungsmöglichkeiten anbieten können.
Genauso können Sie Frau Rupps auch direkt zu sich zu einer Inhouse-Schulung in den Hospizdienst (oder für mehrere Hospizdienste einer Region/Landkreis) einladen und verpflichten. Frau Rupps erreichen Sie unter: nicola[Punkt]rupps [at] t-online[Punkt]de oder Handy: 0170 – 5 52 53 89.

In diesem Zusammenhang können wir auch informieren, dass wir Ende November ein erstes Gespräch im Kultusministerium hatten. Frau Rupps konnte dort das Projekt anschaulich vorstellen, von den Erfahrungen berichten, die Nachfragen seitens des Ministeriums beantworten, und angedacht ist, dass uns das Ministerium bei der Bekanntmachung des Projektes behilflich sein wird, wenn eine größere Anzahl an Hospizdiensten die Projektwoche an Grundschulen anbieten können. Wir haben auch darüber gesprochen, dass das Ministerium entweder selber Gelder zur Verfügung stellen wird oder uns andere Wege mit ebnen wird, so dass in ein paar Jahren dann vielleicht die Schulen die Kosten für eine solche Projektwoche unkompliziert abrufen können, und die Hospizdienste damit keine Auslagen und Aufwand mehr haben. Ebenso war das Ministerium sehr am Projekt „Endlich“, das für weiterführende Schulen konzipiert ist, interessiert.
Alle, die das Projekt kennen und schon Projektwochen an Grundschulen durchgeführt haben, können bestätigen, das ist etwas, was sehr viel Freude macht, auch anstrengend ist und zugleich die Kinder für ihr weiteres Leben stärkt. Von daher würden wir uns sehr freuen, wenn wir wirklich in ein paar Jahren flächendeckend in Baden-Württemberg den Schulen dieses Projekt anbieten könnten.

Sabine Horn, 1. stellvertretende Vorsitzende des HPVBW

 

Lesen Sie mehr zum bundesweiten Projekt „Hospiz macht Schule“ auf den Seiten des DHPV.

 

Information Qualifizierung Fachkraft im Sinne der Hospizförderung: „Führen und Leiten“ und „Koordination“

Das Angebot dieser beiden Kurse wurde nach Rücksprache in unserem Kreis „H 5“ (die jeweiligen Landesteile der beiden Wohlfahrtsverbände Caritas und Diakonie und HPVBW) erweitert, da es in den vergangenen Jahren immer wieder zu langen Wartezeiten oder zum Aufsuchen eines Kurses außerhalb von Baden-Württemberg kam. Dies wollen wir nun vermeiden und daher bieten das Diakonische Werk Baden und das Diakonische Werk Württemberg im Wechsel, zusätzlich zu den bereits bekannten und bewährten Kursen des Caritasverband für die Erzdiözese Freiburg selbige Kurse an.

Wir hoffen, dass damit neu hinzukommende Koodinator/-innen rasch die Voraussetzungen zur verantwortlichen Fachkraft im Sinne der Hospizförderung § 39 a SGB V erlangen können.

Kursangebote und Kontaktdaten finden Sie auch unter https://hpvbw.de/servicepoint/qualifizierungsangebote

Sabine Horn, 1. stellvertretende Vorsitzende des HPVBW

Aus den Mitgliedseinrichtungen

Hospizlicher Kalender

Die Hospizbewegung ambulant Schwarzwald -Baar e.V. in Villingen-Schwenningen hat einen Online-Adventskalender gestaltet; https://www.advientos.com/destinatarios-publico.php?codigo=31777-5148

Projekt „Letzte Fragen: Esslingen im Dialog zur sorgenden Stadtgesellschaft“

Die Abschlussveranstaltung fand am 7. November 2018 in Esslingen statt. In diesem Projekt (Team Susanne Kränzle, Prof. Dr. Andreas Heller, Dr. Patrick Schuchter) wurden erste Impulse gesetzt mit den Bürgerinnen und Bürgern und den unterschiedlichsten Institutionen in Esslingen sich gemeinsam auf den Weg zu einer „sorgenden Kommune“, einer „sorgenden Stadtgesellschaft Esslingen“ zu machen. Weiterlesen: https://www.hospiz-esslingen.de/aktuelles/

Diese und weitere Meldungen aus unseren Mitgliedseinrichtungen finden Sie hier eingestellt: https://hpvbw.de/mitglieder/meldungen

Das Team vom Hospiz– und PalliativVerband Baden-Württemberg e. V. freut sich über Nachrichten aus Ihren Hospizeinrichtungen und Ihrer Region im Land - diese senden Sie gerne jederzeit an unsere Geschäftsstelle.

ServicePoint Hospiz Nord

Ambulante Hospizförderung § 39a Abs. 2 SGB V

Aktuelles aus dem Service Point

Das nächste Förderverfahren rückt näher und so gibt es folgende Informationen: im Landesausschuss für Ambulante Hospizförderung konnten wir erreichen, dass die Formulare für den Antrag 2019 deutlich abgespeckt wurden:

  • die weiteren Antragsformulare, sowie Informationen zur Antragstellung werden zwischen dem 14. – 21. Januar versandt werden und ab diesem Zeitpunkt auch auf unserer Homepage eingestellt sein: https://hpvbw.de/servicepoint/antragsformular
  • für Ihre eigene Vorabberechnung: die Bezugsgrößen für 2019 wurden festgelegt auf: 13%  404,95. € und 2,2% sind dann 68,53 €
     
  • Am 23. Januar 2019 führen am Vormittag der Service Point Hospiz Süd-Ost (DWW) und der ServicePoint Hospiz Nord (HPVBW) eine Info-Veranstaltung zum korrekten Ausfüllen des Antrags in Stuttgart durch.  Die Einladungen dazu mit näheren Details folgen in Kürze.
     
  • Bei Fragen können Sie sich an den jeweiligen Service Point Hospiz wenden, die Kontaktdaten lauten:
     
    • ServicePoint Hospiz Süd-Ost (DWW):
      Johannes Kessler - kessler[Punkt]j [at] diakonie-wue[Punkt]de - 0711 / 16 56 264
    • ServicePoint Hospiz Nord (HPVBW):
      Sabine Horn - sabine[Punkt]horn [at] hpvbw[Punkt]de - 07141 / 99 24 34 54
    • ServicePoint Hospiz Süd-West (Caritas):
      Monika Modner - Modner [at] caritas-dicv-fr[Punkt]de - 0761 /89 74 225
       
  • Alle Informationen zur ambulanten Hospizförderung in Baden-Württemberg: https://hpvbw.de/servicepoint

Sabine Horn, 1. stellvertretende Vorsitzende des HPVBW


Informationen vom Deutschen Hospiz- und PalliativVerband e. V.

5. Dezember war der Tag des Ehrenamtes

Der DHPV forderte zum Tag des Ehrenamtes eine größere gesamtgesellschaftliche Wertschätzung des Ehrenamtes.

Prof. Winfried Hardinghaus, Vorsitzender des DHPV: „Das Ehrenamt ist in der hospizlichen Begleitung – wie auch in anderen Bereichen unserer Gesellschaft – Garant für ein solidarisches Miteinander. Erst durch das Ehrenamt konnte sich die Hospizarbeit in Deutschland etablieren und ohne das Ehrenamt hat Hospizarbeit keine Zukunft.

Auch in der Hospizarbeit unterliegt das Ehrenamt einem kontinuierlichen Wandel. Diesen Wandel zu begleiten und zu gestalten, ist ein zentrales Anliegen des DHPV. Auf Grundlage der im Sommer vorgestellten Ergebnisse des Forschungsprojekts „Ehrenamtlichkeit und bürgerschaftliches Engagement in der Hospizarbeit – Merkmale, Entwicklungen und Zukunftsperspektiven“ ist es Ziel des DHPV, zeitgemäße Konzepte zur Gewinnung von Ehrenamtlichen zu entwickeln. Dabei soll vor allem auch das junge Ehrenamt verstärkt in den Blick genommen werden.

Die Studie hatte gezeigt, dass die ehrenamtliche Hospizarbeit nach wie vor überwiegend von Frauen in der späten Erwerbs- bzw. Nacherwerbsphase getragen wird. „Der Wandel hin zu einem ‚neuen‘, d.h. bunteren, vielfältigeren und flexibleren Ehrenamt muss dringend vorangetrieben werden“, so Hardinghaus. „Dabei ist es aber ebenso wichtig, all jene, die sich heute schon ehrenamtlich in die Hospizarbeit einbringen, für ihr Engagement zu würdigen und ihnen Dank und Anerkennung auszusprechen.“ (Presseinfo DHPV)

Rechtliches: Info zum Thema Datenschutzbeauftragter und Kondolenzspenden

Der DHPV hat bei der Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit eine Information hinsichtlich zweier datenschutzrechtlicher Themen eingeholt. Diese betreffen zum einen das Erfordernis eines Datenschutzbeauftragten in Hospizeinrichtungen und zum anderen das Thema der Kondolenz- bzw. Anlassspenden.

Zwar gibt es z.T. noch keine rechtsverbindlichen Antworten zu den sich noch im Fluss befindlichen Fragen des Datenschutzes; auch können Einzelfragen des Datenschutzes von den Datenschutzbeauftragten der Länder unterschiedlich interpretiert werden. Gleichwohl kann die Einschätzung der Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit sehr hilfreich sein für die Umsetzung datenschutzrechtlicher Fragestellungen auch in anderen Bundesländern.

Hinweis: Der DHPV wäre sehr dankbar, wenn die Mitgliedseinrichtungen dem DHPV mitteilen könnten, falls sich Datenschutzbehörden anderer Länder zu diesen Themen geäußert haben. Der DHPV würde dann diese Auskünfte sammeln und bei einer Aktualisierung der Broschüre berücksichtigen können.

(aus DHPV aktuell Nummer 120)


Termine und Veranstaltungen

Bitte nutzen Sie unsere Internetseite – wir veröffentlichen alle Veranstaltungen, die für die Hospizbewegung in Baden-Württemberg interessant sind:

Sonstige Veranstaltungen

Die 20. Süddeutsche Hospiztage finden vom 3. bis 5.Juli 2019 in Bad Herrenalb statt. Es sind keine Voranmeldungen möglich – die Ausschreibung wird unseren Mitgliedern zugesandt und dann auch auf unserer Homepage veröffentlicht werden.

Kulturtipps

Martin Lessmann „Ein Tag mit Herrn Jules“

ist nach der gleichnamigen Novelle von Diane Broeckhoven als Theaterfassung anlässlich des Jubiläums 20 Jahre Hospizverein Lebensbrücke e.V. in Flörsheim am Main entstanden und wurde dort am 26. Oktober 2018 als erfolgreiche Uraufführung präsentiert. Am Morgen findet Alice ihren Mann auf dem Sofa sitzend. Er lebt nicht mehr.

Ihr Abschied braucht Zeit, die sie sich nimmt. Es gibt noch einiges zu sagen. Aber es ist Mittwoch, und um 10.00 Uhr kommt der Nachbarjunge David, unverrückbar, zum Schachspielen mit Herrn Jules.

In dem Theatersolo für vier Rollen zeigt Martin Leßmann mit allen Mitteln des Erzähltheaters und des einfühlsamen Schauspiels eine tragikomische Begegnung nach dem Tod. Die friedliche Utopie eines Verlusts, zwischen Verwirrung, Abrechnung, empathischem Nachsinnen und Huldigung des Lebens mit anderem Blick. In einem von der Hauptfigur selbstgeschaffenen Zwischenraum für Ungesagtes und Unsagbares. Für die Liebe. Und für einen überraschenden Neuanfang.
Start für die nächste Vorstellungsserie soll im Mai 2019 sein. Kontaktaufnahme für evtl. Buchungen und Konditionen des Künstlers unter Martin[Punkt]Lessmann [at] gmx[Punkt]net.
 

Christin Norden „Olli´s Einmenschenlebenlang“

Christin Norden, selber eine ehrenamtliche Hospizbegleiterin, hat eine berührende Geschichte geschrieben, die den Bogen von der Zeit vor der Geburt bis in die Zeit nach dem Tod in den Blick nimmt. Die Fragen nach dem Sinn und Ziel des Lebens stellt sich in ihrer Geschichte, wie auch, dass die Kraft, die sich aus Wendepunkten und Krisen ergibt, zum Leben dazu gehören.
Die Geschichte, als schöne Geschenkbroschüre, kann für eine Schutzgebühr von 3,- € pro Heft bei Christin Norden direkt bestellt werden nordenchristin [at] yahoo[Punkt]de oder Tel.: 07141 / 97 240 26.
Und:
Die Geschichte gibt es auch als musikalische und szenische Lesung mit Konstanze Fladt und Matthias Störr.

Das Honorar für eine Aufführung beträgt 800,- €; und für die Aufführung benötigt es Platz für die Künstler (es muss keine Bühne sein, und je mehr Platz vorhanden ist, desto mehr können die Künstler daraus machen, doch es geht auch auf kleinem Raum), alles andere bringen die Künstler selber mit.
Sie erreichen die Künstler unter:
Konstanze Fladt: k[Punkt]fladt [at] gmx[Punkt]de, Tel.: 0176 / 78 31 47 89 und
Matthias Störr:  Tel.: 0176 / 56 89 55 22.

Stefan Weiller „Letzte Lieder - das Buch“

Verlag: Edel Germany ISBN-13: 978-3841905178.
„Das Buch „Letzte Lieder“ versammelt 77 intensive Begegnungen mit sterbenden Menschen und ihren Angehörigen. Die Geschichten, die Stefan Weiller in freier Nacherzählung aufschrieb, fördern die intensive Auseinandersetzung mit dem Leben und Sterben, mit Lebenswerten, den ganz großen Fragen, den Versuchen vieler Antworten – jede Geschichte ist eine Begegnung mit Menschen am Lebensende.
Unmittelbar, echt, unprätentiös, ohne das Versprechen als Ratgeber anzutreten, ohne falsches Pathos versammeln die Letzten Lieder starke, authentische Kurzgeschichten von hohem Unterhaltungswert und großem Erkenntnisgewinn. Lachen und Weinen liegen bei diesen Erzählungen eng beieinander. Um Musik geht es natürlich auch, aber eigentlich geht es um viel, viel mehr: Es geht um das ganze Leben. Das Buch steckt voller Weisheit, Schönheit, Härte, Anmut, Verzweiflung, Angst, Glaube, Zuversicht, Humor, Wut, Mut, Energie – so voller Leben und Erfahrung.“ Aus der Homepage von Stefan Weiller. Mehr Informationen dazu und über den Projektkünstler Weiller und die Veranstaltungen unter https://www.und-die-welt-steht-still.de/.