Fachtag: „Wenn Trauer Raum bekommt… Trauer in der Gesellschaft, in der Familie, in mir“

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Sa, 25.04.2020, 09:30 - 17:00
Leonberg, Haus der Begegnung

Der Fachtag ist ausgebucht, wir bedanken uns für das große Interesse! - Möchten Sie über evtl. wieder freigewordene Plätze informiert werden, dann füllen Sie das untenstehende Anmeldeformular aus und senden es ab - wir melden uns dann bei Ihnen, sollte ein Platz zurückgegeben werden. Bis spätestens Ende März 2020 melden wir uns in jedem Fall wieder bei Ihnen.

Einladung

Wenn Trauer Raum bekommt … wo, wie, wann und für wen bekommt Trauer Raum? Diese Fragen stellen wir, die Mitglieder des Arbeitskreises Kinder- und Jugendtrauer des Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg e. V., uns regelmäßig.

Und deshalb wollen wir bei unserem Fachtag diesen Fragen gemeinsam mit Haupt- und Ehrenamtlichen aus der Kinder-, Jugend- und Familientrauerbegleitung Raum geben, ins Nachdenken und in den Austausch kommen, uns begegnen, inspirieren und herausfordern lassen und laden Sie von Herzen zu diesem Tag ein.

Dr. Tanja Brinkmann wird mit uns zu Beginn des Tages die soziale Seite der Trauer in den Blick nehmen und schauen, wie sich normativ-gesellschaftliche Spielregeln in den letzten Jahrzehnten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene gewandelt haben. Sie zeigt anhand ihrer Erfahrungen viele Beispiele und Bilder, wie gesellschaftliche Spielregeln Trauern ermöglichen oder verunmöglichen.

für den Vorstand des Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg e.V.
Kirsten Allgayer, Leiterin AK Kinder- und Jugendtrauer in Baden-Württemberg


Programm

  • 09:30 Uhr Anmeldung, Kaffee, Tee und Brezeln
     
  • 10:00 Uhr Begrüßung und Einführung:
    • Kirsten Allgayer, Leiterin des AK Kinder- und Jugendtrauer des Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg e. V. (HPVBW)
    • Gabriele Schmauder, Leiterin des Amtes für Jugend, Familie und Schule der Stadt Leonberg
       
  • 10:15 Uhr "Das ist ja unerhört!" Gesellschaftliche Spielregeln für trauernde Kinder und Jugendliche im Wandel:
    • Dr. Tanja Brinkmann, Soziologin, Sozialpädagogin, Krankenschwester, Lebens- und Sterbebegleiterin, Trauerberaterin und Bestatterin
       
  • 11:30 Uhr Pause
     
  • 11:45 Uhr Foren
     
  • 13:15 Uhr Mittagspause und Zeit für kollegialen Austausch
     
  • 14:30 Uhr Foren
     
  • 16:00 Uhr Abschluss und Abschied im Plenum:
    • Kirsten Allgayer, Leiterin des AK Kinder- und Jugendtrauer des Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg e. V. (HPVBW)
    • Monika Friedrich, Koordinatorin Ambulanter Hospizdienst für Kinder und Jugendliche in Leonberg
       
  • 16:15 Uhr Ausklang bei Kaffee, Tee und Süßem
     
  • 17:00 Uhr Ende des Fachtags

Foren

Forum 1

Zwei mal drei macht vier – ich mache mir die (Trauer-)Welt, wie sie mir gefällt

Kinder- und Jugendlichentrauerbegleitungen als Möglichkeitsspielraum

Dr. Tanja Brinkmann, Soziologin, Sozialpädagogin, Krankenschwester, Lebens- und Sterbebegleiterin, Trauerberaterin, Bestatterin

Kinder und Jugendliche können nicht einfach trauern wie sie wollen, sondern ihr Trauern wird von sozialen Erwartungen, normativen Spielregeln, kulturell-religiösen Gebräuchen beeinflusst. Kinder- und Jugendlichentrauerbegleitungen können im besten Fall der Ort sein, der möglichst wenig Spielregeln vorgibt und Erlaubnisraum für das ist, was woanders vielleicht nicht gemacht oder gesagt werden kann. Wie kann das gelingen? Das Forum vertieft den Vortrag vom Beginn des Fachtages. Wir diskutieren im vertraulichen Rahmen anhand von mitgebrachten Beispielen aus Kinder- und Jugendlichentrauerbegleitungen, wo gesellschaftliche Spielregeln Kinder und Jugendliche in ihrer Verlustbewältigung negativ beeinflussen und was wir als Begleiter*innen Ermutigendes tun können.

Forum 2

Methodenköfferchen: Kreativ-spielerischer Umgang mit trauernden Kindern und Jugendlichen

Michael Friedmann, Seelsorger und Trauerbegleiter für Kinder, Jugendliche und ihre Familien beim Kinder- und Jugendhospizdienst im Landkreis Ludwigsburg

Wenn wir Kinder und Jugendliche auf dem Weg des Abschiednehmens oder der Trauer um einen nahen Menschen begleiten, ist es das Wichtigste und Wertvollste, einfach DA zu sein. Dabei hören wir zu, spielen mit, unternehmen gemeinsam etwas, sind gut im Gespräch und haben auf jeden Fall KEINE Checkliste im großen Koffer, mit der man möglichst schnell und gut Abschied nehmen oder Trauer bewältigen kann. Solch einen Zauberkasten gibt es nämlich (zum Glück) auch gar nicht. Denn was in der gemeinsamen Zeit passiert, gestalten wir situativ und mit dem, was dran und von den Kindern und Jugendlichen gewünscht ist.

Und doch stellt sich manchmal die Frage, wie dezent Gesprächsimpulse eingebracht oder einfach auch nur Fragen gut gestellt werden können. Oder wie auch ohne viele Worte den Gefühlen und Gedanken Ausdruck gegeben, man kreativ und spielerisch über Abschied, Tod und Trauer in Kontakt kommen kann und dabei auch manchmal ganz neu über Gott und die Welt, das Leben und sich selbst nachdenkt und in Begegnung miteinander kommt.

Wer also Lust auf neue Ideen, Spiel und Kreatives für die Begleitung von Kindern und Jugendlichen hat, der ist in diesem Workshop genau richtig. Eigene Ideen und gute Erfahrungen sind natürlich auch willkommen. Am besten diese ganz anschaulich mitbringen.

Forum 3

„Wie sag ich wie´s mir geht?“ Mit trauernden Jugendlichen ins Gespräch kommen

Sabine Kohmann, Koordinatorin und Jugendtrauerbegleiterin beim Kinder- und Jugendhospizdienst Baden-Baden, Rastatt, Murgtal

Jugendliche erleben die Trauerzeit häufig als doppelte Belastung. Es beginnt der emotionale Rückzug und die Ablösung aus dem familiären Umfeld und die Hinwendung zu den Peergroups. Das Da-Zugehörigkeitsgefühl ist essenziell – nicht anders sein wollen als die anderen.

Wie kann ein Einstieg gelingen, um mit trauernden Jugendlichen ins Gespräch zu kommen?

Was braucht es dafür und was können mögliche Gefühls-Türöffner sein?

Forum 4

Kinder und Jugendliche mit kognitiver Behinderung auf ihrem Trauerweg begleiten

Hildegard Bargenda, Pastoralreferentin, Trauerbegleiterin und Leiterin der Hospizgruppe Freiburg

Anna Tonzer, Sozialarbeiterin, Projektverantwortliche hospizlich-palliative Begleitung und Versorgung von Menschen mit geistiger Behinderung der Caritas Freiburg und Mitarbeiterin der Hospizgruppe Freiburg

Kinder und Jugendliche mit kognitiver Behinderung auf ihrem Trauerweg zu begleiten erfordert von uns Begleiter*innen Kenntnisse über Möglichkeiten der unterstützten Kommunikation und den Einsatz von leichter Sprache - vor allem aber auch radikale Betroffenenorientierung, Spontanität und Kreativität.

In diesem Forum wollen wir die verschieden Dimensionen des Begriffes „Behinderung“ beleuchten, Bedürfnisse in der Begleitung von Kindern und Jugendlichen mit kognitiver Behinderung eruieren, Erfahrungen austauschen und Materialien vorstellen.

Forum 5

Struktur und Ablauf einer Trauergruppe für jung Verwitwete mit Kindern

Dorothe Heidgress, Promovierte Biologin, Fachlehrerin, Kinder- und Jugendtrauerbegleiterin

Katrin Beutenmüller, Kinderkrankenschwester und Trauerbegleiterin für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Jung Verwitwete mit Kindern verlieren mit dem Tod des Partners ihr erhofftes Lebenskonzept. Sie müssen sich oftmals in der Familie, dem Freundeskreis und im Beruf komplett neu organisieren und sich selbst finden. Dazu kommt die Erziehung der Kinder, die in eigenen Umbruchzeiten eine Herausforderung darstellt. Eine Trauergruppe für diese Zielgruppe muss daher umfangreiche Traueraspekte betrachten und in ihre Begleitung einfließen lassen.

Forum 6

„Hülle und Fülle“ – Das Symbol des Mantels als zentrale Metapher in der Hospizarbeit – Eine Spurensuche mit kreativer Praxiserfahrung und Eigenreflektion

Barbara Hummler-Antoni, Diplom-Kunsttherapeutin, Kinder- und Jugendtrauerbegleiterin und Traumapädagogin im Hospiz Sankt Martin Stuttgart

Wir kennen den Mantel (Pallium) als Kleidungsstück, mit dem wir uns umhüllen, schützen und wärmen, manchmal aber auch etwas verbergen oder verstecken wollen. In unseren stationären und ambulanten hospizlich-palliativen Sorgekontexten stehen wir für eine ummantelnde Versorgung der sterbenden und trauernden Menschen ein. Die Konfrontation mit dem Sterben und dem Tod kann uns dabei immer wieder neu herausfordern, über das Leben, seine Verletzlichkeit und Begrenztheit und darüber, wie wir selbst leben wollen, nachzudenken.

Die wunderbare Metapher des Mantels als facettenreiches Symbol umfassender Sorge wird in diesem Forum anhand verschiedener künstlerischer Hüllen und Mäntel beleuchtet, eigene Schutz- und Mantelräume reflektiert.

Forum 7

Trauer und Burnout

Tanja Gabel, Heilerziehungspflegerin, Psychologische Beraterin, Burnout Beraterin, Kinder- und Jugendtrauerbegleiterin

In Trauer zu sein ist wie untrainiert einen Marathon zu laufen. Trauer ist für die Hinterbliebenen sehr anstrengend und erschöpfend. In diesem Forum sprechen wir darüber, wann Trauer in ein Burnout kippen kann, wie die Symptome aussehen und was wir als Begleitende unterstützend tun können.

Forum 8

Bilderbücher in der Arbeit mit Trauernden

Anja Reuss, Koordinatorin und Kinder- und Jugendtrauerbegleiterin der BOJE Tübingen, ehrenamtliche Vorlesepatin der Stadtbücherei Nürtingen

Bettina Frisch, Kinderkrankenschwester, Koordinatorin und Kinder- und Jugendtrauerbegleiterin beim Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Neckar-Odenwald-Kreis

Welche Bücher gibt es? Wie können sie eingesetzt werden? Was ist zu beachten? Welche sind geeignet, welche ungeeignet?

In unserem Forum werden wir in Kleingruppen Bilderbücher genauer betrachten: Was ist der Inhalt? Was spricht uns an – was eher nicht? Wie können wir diese in unserer Tätigkeit mit trauernden Kindern und Jugendlichen einsetzen?


Zielgruppe

Alle ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter*innen der Kinder- und Jugendhospizdienste in Baden-Württemberg, interessierte Fachöffentlichkeit.

Veranstalter

Hospiz-und PalliativVerband Baden-Württemberg e. V.
Arbeitskreis Kinder- und Jugendtrauer des HPVBW

Kosten

  • 65,- € für HPVBW-Mitglieder (inkl. Brezeln, Getränke und vegetarischem Mittagsimbiss)
  • 80,- € für Andere

Gültig für Anmeldungen vor 16.01.2020:

Sie erhalten nach Anmeldeschluss eine Rechnung/Anmeldebestätigung. Die Zuteilung der Foren erfolgt nach Anmeldeeingang und wird vom Veranstalter vor Ort bekannt gegeben.

Bei Überschreiten der Teilnehmerzahl werden Sie informiert. Bei mangelnder Teilnahme behalten wir uns vor, die Veranstaltung rechtzeitig abzusagen.

Wer sich nach 16.01.2020 angemeldet hat, ist auf unserer Warteliste registriert und kann unter Umständen auf einen zurückgegebenen Platz nachrücken. Bis Ende März 2020 erhalten diese Interessenten in jedem Fall eine E-Mail von uns.


Veranstaltungsort

Haus der Begegnung, Eltinger Straße 23, 71229 Leonberg

Öffentliche Verkehrsmittel: ab Stuttgart/Zuffenhausen mit der S-Bahn Linie S6 oder S60 bis Leonberg, weiter mit dem Bus bis Haltestelle Belforter Platz oder zu Fuß in ca. 15 Minuten.


Anmeldung

Verbindliche Anmeldung bis zum 20. März 2020 - ausschließlich über unser elektronisches Anmeldeformular (am Ende dieser Seite).

Eine kostenfreie Abmeldung ist bis vier Wochen vor dem Fachtag möglich. Die Rücktrittserklärung bedarf der Schriftform an den Veranstalter. Danach ist die Gebühr in voller Höhe zu entrichten.

Abmeldungen/Ummeldungen sind bis eine Woche vor dem Fachtag kostenfrei möglich, wenn gleichzeitig ein*e Ersatzteilnehmer*in mit dem Anmeldeformular schriftlich verbindlich gemeldet wird. - Eine neue Wahl der Foren ist für die/den Ersatzteilnehmer*in aus organisatorischen Gründen nicht möglich. Der/die Ersatzteilnehmer*in wird von der bisher angemeldeten Person über die Auswahl der Foren informiert. (Ergänzung vom 12.02.2020, HPVBW e.V.)

Mit Ihrer Anmeldung stimmen Sie der Verarbeitung Ihrer Daten für den genannten Fachtag zu.


Hinweis: Bitte beachten Sie, dass nicht alle Foren 2 x angeboten werden! Ausführliche Beschreibung der Foren siehe oben. Die Foren werden wie folgt angeboten:

Vormittags:

  • Forum 1: (max. 40 Personen)
    Zwei mal drei macht vier – ich mache mir die (Trauer-)Welt, wie sie mir gefällt
     
  • Forum 2: (max. 20 Personen)
    Methodenköfferchen: Kreativ-spielerischer Umgang mit trauernden Kindern und Jugendlichen
     
  • Forum 3: (max. 12 Personen)
    „Wie sag ich wie`s mir geht?“ Mit trauernden Jugendlichen ins Gespräch kommen
     
  • Forum 4: (max. 15 Personen)
    Kinder und Jugendliche mit kognitiver Behinderung auf ihrem Trauerweg begleiten
     
  • Forum 5: (max. 15 Personen)
    Struktur und Ablauf einer Trauergruppe für jung Verwitwete mit Kindern
     
  • Forum 6: (max. 12 Personen
    „Hülle und Fülle“ – Das Symbol des Mantels als zentrale Metapher in der Hospizarbeit

Nachmittags:

  • Forum 1: (max. 40 Personen)
    Zwei mal drei macht vier – ich mache mir die (Trauer-)Welt, wie sie mir gefällt
     
  • Forum 3: (max. 12 Personen)
    „Wie sag ich wie`s mir geht?“ Mit trauernden Jugendlichen ins Gespräch kommen
     
  • Forum 4: (max. 15 Personen)
    Kinder und Jugendliche mit kognitiver Behinderung auf ihrem Trauerweg begleiten
     
  • Forum 5: (max. 15 Personen)
    Struktur und Ablauf einer Trauergruppe für jung Verwitwete mit Kindern
     
  • Forum 7: (max. 20 Personen)
    Trauer und Burnout
     
  • Forum 8: (max. 15 Personen)
    Bilderbücher in der Arbeit mit Trauernden

Anmeldeformular für den Fachtag

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Die Zuteilung in die Foren erfolgt nach Eingangsreihenfolge der Anmeldungen und wird vom Veranstalter vor Ort bekannt gegeben.
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Alternativforum am Nachmittag →
Die Zuteilung in die Foren erfolgt nach Eingangsreihenfolge der Anmeldungen und wird vom Veranstalter vor Ort bekannt gegeben.
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