Bundesverfassungs­gericht prüft Verfassungsbeschwerden gegen das Verbot geschäftsmäßiger Sterbehilfe

In der Woche vor Ostern hat sich der Zweite Senat des Bundesverfassungsgerichtes (BVerfG) in Karlsruhe unter Leitung des Präsidenten Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Voßkuhle in einer zweitägigen mündlichen Verhandlung intensiv mit den unterschiedlichsten Aspekten im Bezug auf die Verfassungsbeschwerden zum § 217 StGB, dem Gesetz zur Strafbarkeit der geschäftsmäßigen  Förderung zur Selbsttötung, beschäftigt.

Die verschiedenen Kläger, unter ihnen Sterbehilfevereine, aber auch Palliativmediziner, wurden ebenso gehört wie eine ganze Reihe Sachverständiger, u. a. aus der Hospiz- und Palliativversorgung. Darunter war neben Prof. Dr. Winfried Hardinghaus, dem Vorsitzenden des Deutschen Hospiz- und PalliativVerband e.V. (DHPV), auch Susanne Kränzle, die Vorsitzende des Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg (HPV BW), geladen, um vor den Bundesverfassungsrichterinnen und -richtern ein Statement abzugeben und deren Fragen zu beantworten.

Bis das Bundesverfassungsgericht entscheidet, ob der § 217 StGB verfassungsgemäß ist oder vom Bundestag nachgebessert werden muss, wird es noch eine Weile dauern.

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Die Hospizbewegung befürwortet den §217 StGB und bietet stattdessen Beratung, Begleitung und Versorgung von sterbenden Menschen und ihren Angehörigen an - alleine in Baden-Württemberg ist eine flächendeckende Versorgung auch heute schon garantiert, Zahlen und Adressen finden Sie hier: