Info: Begleitung von einem sterbenden Elternteil und dessen Familien durch Ehrenamtliche eines Kinder- und Jugendhospizdienstes

Abrechnung nach § 39a SGB V

Der Landesausschuss Hospizförderung Baden-Württemberg hat in seiner Sitzung am 03. März 2011 folgendes beschlossen:
Die Begleitung eines sterbenden Elternteils und seiner Angehörigen (insbesondere der Kinder und Jugendlichen) kann auch von eigenständigen Kinder- und Jugendhospizdiensten als Erwachsenensterbebegleitung mit dem Faktor (derzeit) 4 abgerechnet werden, wenn kein Erwachsenenhospizdienst begleitet und abrechnet.
Dabei gilt es folgendes zu beachten:

  1. Die Begleitung findet zu Hause oder in einer Einrichtung, in der förderfähige Begleitungen möglich sind, statt.
  2. Es ist mindestens 1 Ehrenamtlicher in der Begleitung aktiv.
  3. Die Förderfähigkeit der Begleitung endet mit dem Tod des sterbenden Elternteils oder aus anderen Gründen, wie: wird nicht mehr gewünscht, o. ä.
  4. Die Begleitung kann nur einmal mit der Kasse abgerechnet werden, d.h. erst nach Beendigung.
  5. Sollte in der gleichen Familie auch ein Erwachsenenhospizdienst tätig sein, dann muss abgesprochen werden, welcher der beiden Dienste diese Begleitung mit zählt.
  6. Im Antragsformular werden diese Begleitungen wie Erwachsenenbegleitungen unter 5. (Seite 5) aufgeführt. Die Anzahl der Begleitung von Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern wie gehabt unter 5.1

Bietigheim-Bissingen, 04.03.2011
Bernhard Bayer, Vorsitzender Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg e.V. (ehemals Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz Baden-Württemberg e.V.)