Ausgabe Oktober 2017

Vorwort

Liebe Mitglieder, liebe Freundinnen und Freunde des Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg e. V.,

ein wunderbarer goldener und sonnenbeschienener Oktober wird uns dieses Jahr und dieser Tage beschert, der die farbenfroh gefärbten Blätter in besonderer Schönheit zum Leuchten bringt. Dennoch, das Jahr ist schon im Herbst angelangt, die Natur bereitet sich auf den Winter vor. Ein wenig erinnert mich das an die Hospiz- und Palliativversorgung – es kann gelingen, und es ist wunderschön, wenn dem so ist, die letzten Monate, Wochen und Tage des Lebens licht und hell werden zu lassen.

Ein gewärmtes und buntes Lebensende, das wünschen sich bestimmt die meisten Menschen. Dafür braucht es ein Sorgenetz, zuverlässige Menschen, die das beitragen, was sie gut können und was sie gerne tun. Der englische Professor für Palliative Care, Allan Kellehear, der in der ganzen Welt für die Idee der „Compassionate Cities“ oder „Caring Communities“  (Sorgende Gemeinden) unterwegs ist, erinnert stets an die „95-Prozent-Regel“, laut der Menschen in der letzten Lebenszeit nur etwa 5% Kontakt zu „Profis“ haben, also zu Ärztinnen und Ärzten, Pflegekräften usw., und 95% ihrer Zeit mit Familie, Freundeskreis, Nachbarschaft, Taxifahrer, Friseuse, Bäcker usw. verbringen.

Deshalb, so  Allan Kellehear, ist  es so wichtig, dass sich alle Menschen in einer Stadt für das Lebensende verantwortlich fühlen – was kann ich beitragen, dass Menschen in meiner Stadt gut sterben können? Vielfach sind wir die Gebenden, so Kellehear, aber einmal werden wir auch die Nehmenden sein, diejenigen, die selber der Sorge anderer am Lebensende bedürfen. Eine These, die nachdenkenswert ist und mit der wir alle im Hinblick auf unsere Städte und Gemeinden umgehen sollten. Im krassen Gegensatz dazu wird es in den Niederlanden möglicherweise in Kürze eine Erweiterung des Sterbehilfegesetzes von 2002 geben, das dann auch „lebensmüden“ Seniorinnen und Senioren, die nicht tödlich erkrankt sind, aktive Sterbehilfe ermöglichen soll.

Als Hospizbewegung in Baden-Württemberg leisten wir einen Beitrag zu einem umsorgten Sterben für diejenigen, die das möchten – darauf können wir stolz sein und dürfen uns gleichermaßen nicht ausruhen. Auch wenn der Gesetzgeber 2015 das Gesetz zum Verbot der geschäftsmäßigen Beihilfe zur Selbsttötung beschlossen hat, wird uns dieses Thema ganz sicher in Deutschland immer wieder begegnen, denn Ärztemangel, Pflegenotstand, Vereinzelung  und vieles andere, das schwerstkranken und sterbenden Menschen begegnet, sind ebenfalls Realität. Der Schlüssel zu einer sorgenden Gesellschaft von der Geburt bis zum Tod ist die Empathie – das Interesse am anderen, am Nächsten, und der Wunsch, miteinander verbunden das gemeinsame Leben zu gestalten.

In diesem Sinne schaue ich auf die bunten Blätter, die in der Sonne glänzen und grüße Sie herzlich, auch im Namen meiner Vorstandskolleginnen und -kollegen,

Susanne Kränzle, Vorsitzende


Aktuelles aus dem Landesverband

Mitgliederversammlung am 4. Mai 2017 in Karlsruhe
Der Vorstand für die Legislaturperiode 2017-2020 wurde gewählt, er setzt sich nun aus 9 ehrenamtlich arbeitenden Aktiven aus der Mitgliedschaft zusammen. Am Nachmittag fanden verschiedene Foren statt. Unter dem Motto „Wo drückt der Schuh?“ hatten die Mitglieder die Gelegenheit, zu verschiedenen Schwerpunktthemen ihre Anregungen und Wünsche für die Zukunft der Hospizarbeit in Baden-Württemberg einzubringen sowie z. B. erste Erfahrungen mit der neuen Rahmenvereinbarung für ambulante Hospizarbeit zurückzumelden.

Neu gewählter Vorstand
Die konstituierende Sitzung des neu gewählten Vorstands war am 22. Mai 2017. Die  Aufgabenverteilung und Festlegung der Zuständigkeiten für Arbeitskreise und Regionen wurden im Rahmen einer Klausurtagung im August 2017 vorgenommen, mehr dazu finden Sie auf unserer Homepage unter http://hpvbw.de/vorstand.
Auch die „Hausaufgaben“ aus den Foren der Mitgliederversammlung wurden hier bearbeitet, die Themen waren:
•    Rahmenvereinbarung ambulante Hospizarbeit
•    Rahmenvereinbarung stationäre Hospizarbeit
•    Entwicklung der Hospizarbeit in Baden-Württemberg und Aufgaben an den neu gewählten Vorstand
Wir bedanken uns bei den teilnehmenden Mitgliedern herzlich für die Rückmeldungen von der Basis!

Wir sind auch auf der Bundesebene, bei unserem Dachverband DHPV vertreten, dort in den Fachgruppen Ehrenamt, Trauerbegleitung, Ambulante Hospizarbeit, Stationäre Hospizarbeit und Spiritualität.

Für den Herbst stehen beim DHPV Vorstandswahlen an. Auf unserer Mitgliederversammlung in Karlsruhe wurden entsprechend neue Delegierte gewählt, die die Stimmanteile für Baden-Württemberg halten werden.

§ 39a SGB V Abs. 2 – stationäre Hospizarbeit
Nach der neuen Rahmenvereinbarung für ambulante Hospizarbeit sind wir derzeit noch mit derjenigen für stationäre Hospize beschäftigt. Unsere beiden Leitungen des AK Stationäre Hospize haben mit hohem zeitlichem Aufwand zusammen mit den Verantwortlichen der Wohlfahrtsverbände und den Vertreter/-innen der Kostenträger einen Musterversorgungsvertrag für Baden-Württemberg erarbeitet, der in Kürze unterschrieben werden sollte. Unsere Mitglieder werden umgehend informiert, da dann wohl die meisten stationären Hospize ihre Tagesbedarfssätze neu aushandeln werden.

Mitgliederstand: 201 Hospiz- und Palliativeinrichtungen

Wir freuen uns, die folgenden neuen Mitglieder im Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg e. V. begrüßen zu dürfen:

  • Hospizgruppe Blaubeuren - Laichingen
  • Kinder- und Jugendhospiz des Hospiz Stuttgart

Für die Arbeit in Ihrer Region wünschen wir viel Erfolg und gutes Gelingen!

 

Aktuelles aus den Arbeitskreisen

Arbeitskreis Ambulante Hospizarbeit

Nächstes AK-Treffen: 25. Oktober 2017 in Ulm - Weitere Informationen erhalten Sie bei der Leitung des Arbeitskreises: Silvia Ulbrich-Bierig, Vorstandsmitglied HPVBW.

Arbeitskreis Kinder- und Jugendhospizarbeit

Nächstes AK-Treffen: 14. November 2017 in Freudenstadt - Weitere Informationen erhalten Sie bei der Leitung des Arbeitskreises: Helena Gareis, Vorstandsmitglied HPVBW und Bernhard Bayer, Hospiz St. Martin. - Allgemeine Informationen zur Kinder- und Jugendhospizarbeit: http://hpvbw.de/kinder-und-jugendhospizarbeit

 

Arbeitskreis Kinder- und Jugendtrauer

Das 11. Treffen des 2012 gegründeten Arbeitskreises fand am 27.09.2017 unter der neuen Leitung Kirsten Allgayer, Vorstandsmitglied des HPVBW, in Backnang statt. Themen waren unter anderem die Ziele, Aufgaben, Struktur und Inhalte des Arbeitskreises sowie eine Ideenbörse zu Abschiedsritualen in Kinder- und Jugendtrauergruppen. Die Leitung des Arbeitskreises übernimmt auch in Zukunft Kirsten Allgayer. Das nächste AK-Treffen findet am 21.03.2018 in Pforzheim statt, unsere Einladung erfolgt wie gewohnt 4 Wochen vorher per E-Mail.

Allgemeine Informationen unter: http://hpvbw.de/kinder-und-jugendhospizarbeit

 

Arbeitskreis Stationäre Hospize

Nächstes AK-Treffen: 8. November 2017 Herbsttagung in Ulm - Weitere Informationen und Beratung erhalten Sie bei der Leitung des Arbeitskreises: Ute Epple und Frank Schöberl. Ihre Fragen richten Sie bitte an die Geschäftsstelle per E-Mail über unser Kontaktformular. Allgemeine Informationen zur Hospizarbeit finden Sie unter: http://hpvbw.de/stationaer.

Die Protokolle und Einladungen der Arbeitskreise Ambulante Hospizarbeit, Kinder- und Jugendhospizarbeit und Kinder- und Jugendtrauer sind im geschützten Mitgliederbereich des HPVBW abrufbar: http://hpvbw.de/mitglieder. Termine finden Sie auch ohne vorherige Anmeldung auf unserer Homepage unter http://hpvbw.de/mitglieder.


Aktuelles aus den Mitgliedseinrichtungen

Jubiläum

Wir gratulieren herzlich zum Jubiläum im Jahr 2017:

  • 25 Jahre Ambulanter Hospizdienst Freudenstadt
  • 25 Jahre Ambulante Hospizgruppe Grenzach-Wyhlen
  • 25 Jahre Sitzwache Rottweil
  • 20 Jahre Ambulanter ökumenischer Hospizdienst Ellwangen
  • 20 Jahre Ambulanter Hospizdienst ASB Mannheim/Rhein Neckar
  • 20 Jahre Korntaler Füreinander-Miteinander e. V., Hospiz- und Sitzwachengruppe
  • 20 Jahre Sitzwachen-/Hospizgruppe Tamm
  • 20 Jahre Ambulante Hospizgruppe Rottweil
  • 20 Jahre Ökumenische Hospizgruppe Ehingen
  • 10 Jahre Ambulanter Kinderhospizdienst Ludwigsburg

 

Aus den Hospizeinrichtungen im Land

30. stationäres Hospiz in Baden-Württemberg eröffnet

Das neue stationäre Hospiz in Ilvesheim im Rhein-Neckarkreis wurde am 15. September 2017 mit einer Feier des Trägers Mannheimer Caritasverband eröffnet. Das Haus verfügt über 8 Betten für Hospizgäste, mehr zum Haus erfahren Sie auf der Seite http://www.hospiz-st-vincent.de. Der Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg e. V. gratuliert herzlich zur Eröffnung der neuen Einrichtung im Rhein-Neckar-Kreis! Baden-Württemberg verfügt nun über 30 stationäre Hospize mit insgesamt 249 Betten.

 

Weitere Neuigkeiten aus unseren Mitgliedseinrichtungen finden Sie als Kurznachrichten unter http://hpvbw.de/mitglieder/gruppen


Informationen vom Deutschen Hospiz- und PalliativVerband e. V.

Ergebnisse zur Bevölkerungsumfrage veröffentlicht

Ergebnisse der Umfrage „Sterben in Deutschland – Wissen und Einstellungen zum Sterben“. Die vom Deutschen Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) in Auftrag gegebene repräsentative Bevölkerungsbefragung wollte unter anderem wissen, wo die Menschen sterben möchten, ob sie sich gut genug über Hospiz- und Palliativangebote informiert fühlen, wie sinnvoll sie eine Patientenverfügung finden und an wen sie sich mit ihren Fragen zur Begleitung am Lebensende wenden würden.

  • Die Ergebnisse im Einzelnen finden Sie hier.
  • Alle Materialien finden Sie hier online.

 

Arbeitshilfe "Qualitätsprozesse in ambulanten Hospiz- und Palliativdiensten"

Im September 2017 veröffentlichte der DHPV eine neue Arbeitshilfe, mit der ambulante Hospiz- und Palliativdienste ermutigt werden sollen, sich Qualitätsfragen zu stellen. Dies betrifft insbesondere die Dienste, die nach § 39a Abs. 2 Satz 8 SGB V eine Förderung durch die Krankenkassen erhalten. Die Broschüre steht zum kostenfreien Herunter laden bereit unter http://www.dhpv.de/service_broschueren.html.

 

Umfrage Software

Auf Bitte des DHPV baten wir unsere Mitgliedseinrichtungen im Sommer um Nennung der für Begleitung genutzten Software - wir bedanken uns bei allen, die kurzfristig an der Umfage teilgenommen haben! Sobald uns die Ergebnisse aus Berlin vorliegen, berichten wir an dieser Stelle darüber.

 


ServicePoint Hospiz Nord – ambulante Hospizförderung § 39a Abs. 2 SGB V

Bezugsgröße wird im Oktober 2017 verabschiedet werden

Derzeit ist der Entwurf für eine entsprechende Verordnung noch in der regierungsinternen Abstimmung und soll im Oktober im Bundeskabinett verabschiedet werden - die Zahlen sind bereits veröffentlicht worden. Demnach erhöht sich die Bezugsgröße gemäß §18-SGB-IV auf 3.045 €/Monat - siehe dazu auch https://www.bmas.de/DE/Presse/Meldungen/2017/referentenentwurf-zur-sozialversicherungs-rechengroessenverordnung.html

Für die Berechnung der Leistungseinheiten ergibt sich daraus folgende Rechengrößen:

  • 13% der Bezugsgröße  = 395,85 €
  • 10,8 der Bezugsgröße = 328,86 €
  • 2,2% der Bezugsgröße = 66,99 €

Die endgültige Verabschiedung wird in Kürze veröffentlicht werden, bitte besuchen Sie dazu unsere Homepage unter Themen/Ambulante Hospizförderung finden Sie Aktuelles und Nützliches.

 

Neue Ansprechpartnerin im ServicePoint Hospiz Nord

Beratung für den ServicePoint Hospiz Nord erhalten alle ambulanten Dienste aus den nördlichen Landkreisen in Baden-Württemberg ab sofort bei Frau Sabine Horn, der 1. stellvertretenden Vorsitzenden des HPVBW. Frau Horn hat diese Aufgabe in unserem Verband kommissarisch übernommen, für die fachliche Beratung ist sie an ihrer Dienststelle erreichbar unter Telefon 07141 - 992434-54 (Hospizinitiative Ludwigsburg) oder gerne per E-Mail über unser Kontaktformular. - Aktuelle Informationen erhalten alle Dienste immer auch unter http://hpvbw.de/servicepoint.


Termine und Veranstaltungen

Regionale Mitgliederversammlungen des Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg e. V.

In allen vier Regionen Baden-Württembergs finden im Herbst 2017 wieder regionale Mitgliedertreffen statt. Den Auftakt nahm die Region Nord-Württemberg am 12. Oktober 2017 in Uhingen unter der Regionalpatenschaft von Dr. phil. Christine Pfeffer aus unserem Vorstand.

Es folgenden Mitgliederversammlungen in den übrigen drei Regionen:

  • Süd-Württemberg: 7. November 2017, 10:15 bis 16:00 Uhr in Balingen, Regionalpatin: Susanne Kränzle
  • Nord-Baden: 15. November 2017, 10:00 bis 15:00 Uhr in Osterburken, Regionalpate: Frank Schöberl
  • Süd-Baden: 21. November 2017, 10:00 bis 15:00 in Freiburg, Regionalpaten: Helena Gareis und Frank Schöberl (bitte beachten, der ursprünglich ausgemachte Termin 9.11. konnte leider nicht gehalten werden, wir bitten um Verständnis).

Alle aktuellen Termine für Mitglieder finden Sie jederzeit unter: http://hpvbw.de/mitglieder

 

Vorankündigung Jahresmitgliederversammlung 2018

Wir freuen uns, dass wir unsere Mitgliedseinrichtungen nächstes Jahr nach Bietigheim-Bissingen einladen dürfen - bitte merken Sie sich den Termin schon vor: 21. Juni 2018.


Sonstige Veranstaltungen

Festakt zur Übergabe des "Celler Modells"

Sterbende begleiten lernen – das ist der Titel und das Ziel der Fortbildung nach dem „Celler Modell“. Im christlichen Geist und in ökumenischer Zusammenarbeit werden seit fast drei Jahrzehnten Multiplikatorinnen und  Mutliplikatoren für die Schulung der Ehrenamtlichen in der Hospizarbeit ausgebildet und mit Lehr- und Lernmaterialien unterstützt. Ursprünglich in Celle entwickelt, ist das Projekt mit dem dort einmal beheimateten Gemeindekolleg der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche nach Neudietendorf in Thüringen umgezogen und geht nun - mit einem Festakt - in die Verantwortung der Diakonie Deutschland und der Bundesakademie für Kirche und Diakonie in Berlin über. Die Einladung zum Festakt finden Sie hier veröffentlicht: http://hpvbw.de/node/10019

36. ATO-Jahrestagung der Tumorzentren und Onkologischen Schwerpunkte in Baden-Württemberg

Seit ihrer Gründung 1983 ist die ATO auf inzwischen 19 Tumorzentren (TZ) und Onkologische Schwerpunkte (OSP) in Baden-Württemberg angewachsen. Die Geschäftsstelle der ATO ist beim Krebsverband Baden-Württemberg angesiedelt. Die ATO Tagung widmet sich in diesem Jahr dem streitbaren Thema der "Nutzenbewertung in der Onkologie, Zentren im Spannungsfeld zwischen (politischen) Rahmenbedingungen und Patientenwunsch". Den Flyer zur diesjährigen ATO Tagung finden Sie unter http://hpvbw.de/node/10018

Süddeutsche Hospiztage

Die 19. Süddeutschen Hospiztage finden vom 4. - 6. Juli 2018 in Stuttgart-Hohenheim statt - wir berichten zeitnah.

Beachten Sie bitte auch unseren umfangreichen Veranstaltungskalender - derzeit gefüllt mit 132 Veranstaltungstipps, Fortbildungen uvm. aus unserem Bundesland: http://hpvbw.de/termine 

Wir freuen uns über Nachrichten aus Ihrer Hospizeinrichtung und Ihrer Region - diese senden Sie gerne jederzeit an unsere Geschäftsstelle.


Weitere Tipps

Lechler Stiftung, Stuttgart - Preisausschreibung 2018

Die Lechler Stiftung lobt alljährlich den mit 50.000,– Euro dotierten „Paul Lechler Preis“ aus. In den vergangenen fünf Jahren wurden jeweils beispielgebende Vorhaben auf dem Gebiet der Inklusion ausgezeichnet.2017 erhielten den Preis der Palliativ-Care Beratungsdienst des Ambulanten Erwachsenhospizes des Hospiz Stuttgart und die Palliativstation und das Tübinger Projekt vom Paul Lechler Krankenhaus Tübingen. Insgesamt sieht es die Stiftung als ihre Aufgabe an, durch die Förderung von Modellprojekten der Politik aufzuzeigen und zu helfen, welche Probleme in unserer Gesellschaft bestehen und wie sie angegangen und gelöst werden können.

Paul Lechler Preis 2018

Der Gesetzgeber verabschiedete im Dezember 2015 das Gesetz zur Stärkung der Hospiz- und Palliativversorgung (HPG) und hat damit dem Wunsche einer Weiterentwicklung der Sorgekultur für Menschen am Lebensende Ausdruck verliehen. Das Gesetz legt besonderen Wert auf eine bessere Vernetzung der handelnden Institutionen, Organisationen und Personen. Auch fordert es qualifizierte Beratung zur vorausschauenden Versorgungsplanung für das Lebensende. Kommunikation und Zusammenarbeit sollen dazu beitragen, ethische Probleme und Konfliktsituationen zu vermeiden und den betroffenen Menschen unmittelbar Hilfe zukommen zu lassen.

Die Lechler Stiftung möchte diese Bemühungen der Politik mit der Ausschreibung des Paul Lechler Preises 2018 unterstützen und in das Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken. Angesprochen sind Pflegeeinrichtungen, ambulante Pflegedienste, Hospizdienste und Gruppen, die im Sinne des Hospiz- und Palliativgesetzes über die formale Zusammenarbeit hinaus eine Initiative oder ein Projekt entwickelt haben und umsetzen, das den Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung thematisiert. Ausgezeichnet werden Projekte in Baden-Württemberg, die auf der Grundlage einer untereinander abgestimmten Konzeption Menschen in ihrer Gemeinde unabhängig von deren Wohnsituation eine qualitativ hochwertige palliative und hospizliche Behandlung und Begleitung anbieten.

Bis zum 3. Nov. 2017 nimmt die Lechlerstiftung wieder Bewerbungen entgegen - mehr unter http://www.lechler-stiftung.de/paul-lechler-preis/preisausschreibung-2018


Dritter B. Braun-Preis für Soziale Innovationen ausgeschrieben

Der gemeinsam von der B. Braun-Sparte Aesculap in Tuttlingen und der Zeppelin Universität Friedrichshafen ausgerichtete Wettbewerb richtete sich an Initiativen, die gesellschaftlichen Problemen auf eine übergreifende und neue Weise wirksam begegnen.Der Dritte B. Braun-Preis für Soziale Innovationen setzt neue Maßstäbe. Gefördert werden erstmals zwei Kategorien: Ehrenamt und Sozialunternehmertum - In jeder Kategorie werden ein 1. und 2. Preis vergeben. Neben der offiziellen Würdigung der Initiative und einem professionellen Video-Clip winkt ein Preisgeld von insgesamt 25.000 Euro. Bewerbungen sind ab sofort und aus ganz Baden-Württemberg möglich.

Teilnehmen können:

  • Vereine, Verbände, Initiativen, Stiftungen sowie einzelne Bürgerinnen und Bürger aus ganz Baden-Württemberg, die sich ehrenamtlich engagieren und soziale Innovationen vorantreiben.
  • Sozialunternehmen aus ganz Baden-Württemberg, die die Identifikation bzw. Linderung und Lösung gesellschaftlicher Probleme ins Zentrum ihres unternehmerischen Handels stellen. Unter Sozialunternehmen werden sowohl Social Entrepreneurship (Neugründung einer Unternehmung) und Social Intrapreneurship (Neuausrichtung bestehender Sozialorganisationen) anerkannt.

Außerdem kann jede/r eine Initiative vorschlagen, von der sie oder er überzeugt ist, dass sie den Preis verdient. - Bewerbungschulss ist der 31. Januar 2018.

Weitere Informationen und Möglichkeiten zur Bewerbung oder für den Vorschlag einer Initiatve finden Sie unter https://www.bbraun.de/de/unternehmen/nachhaltigkeit/regionen/b-braun-pre....

 


Ihr Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg