Ausgabe Juli 2017

Vorwort

Liebe Mitglieder, liebe Freundinnen und Freunde des Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg e. V.,

gerade fanden die 18. Süddeutschen Hospiztage in der Katholischen Akademie in Freiburg statt – wie immer unter der bewährten Leitung von Vertreterinnen der Diakonie und Caritas  und kirchlichen Akademien sowie des Hospiz- und PalliativVerbandes. Seit nunmehr 18 Jahren funktioniert die Zusammenarbeit so gut, dass jährlich im Wechsel auf badischer und württembergischer Seite eine stets sofort ausgebuchte Tagung auf die Beine gestellt wird, die sowohl aktuelle Themen als auch grundständige und zukunftsweisende Perspektiven in Referaten und Workshops aufgreift. Einen ausführlichen Bericht zur diesjährigen Tagung finden Sie in diesem Infobrief. Erstmals hatten wir zwei Tagungsbeobachter eingeladen, die uns überwältigende Rückmeldungen gaben zu den Inhalten und der „Gesamtkomposition“ der Tagung. Vor allem aber beschäftigte sie auch die Atmosphäre, die in Freiburg unter den Teilnehmenden herrschte. Sie erlebten sie als familiär, einander zugewandt, offen, konstruktiv und wertschätzend und ließen sich gerne davon mitnehmen und berühren. Aus meiner Sicht gibt es keine treffendere Beschreibung der Hospizbewegung in unserem Lande. Zum Vormerken im Kalender: die Süddeutschen Hospiztage 2018 finden vom 4. – 6. Juli 2018 in der Katholischen Akademie in Hohenheim statt!

Anfang August findet sich der gesamte Vorstand des Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg e. V. zu einer Klausurtagung zusammen, in deren Verlauf wir ebenfalls etwas in die Zukunft schauen und uns eine Agenda für die aktuelle Legislaturperiode geben möchten. Dabei nehmen wir auch die Anliegen auf, die uns die Hospizvertreterinnen bei der diesjährigen Mitgliederversammlung in den Nachmittagsforen unter dem Motto „Wo drückt der Schuh“ mitgegeben hatten.

Unsere Leitungen des AK Stationäre Hospize sind derzeit zusammen mit den Vertreterinnen von Diakonie und Caritas dabei, die neue Bundesrahmenvereinbarung für stationäre Hospize mit den Kostenträgern für die Hospize im Land anzupassen, soweit einzelne Punkte dies erforderlich machen. Das ist aufwändig und verlangt viel Fachkompetenz sowie Verhandlungsgeschick. Wir hoffen, im August die letzten Punkte geklärt zu haben und werden dann die Vertreterinnen der stationären Hospize gemeinsam mit den Verbänden umgehend informieren.

Einstweilen wünsche ich Ihnen einen schönen Sommer, hoffentlich verbunden mit einem wohltuenden und Leib und Seele stärkenden Urlaub, bevor wir im September den neuen Bundestag wählen – fragen Sie Ihre Kandidierenden vor Ort, wie sie sich für Hospizarbeit einsetzen möchten!

Im Herbst werden die Themen Sterben, Tod und Trauer ohnehin wieder mehr Aufmerksamkeit bekommen als in den „hellen Tagen“ und entsprechende Präsenz von uns verlangen. 

So erholen Sie sich gut, tanken Sie Kraft und Sonne! 

Herzlich grüßt Sie, auch im Namen aller Vorstandskolleginnen und -kollegen 

Susanne Kränzle, Vorsitzende

 

Aktuelles aus dem Landesverband

Süddeutsche Hospiztage in Freiburg vom 5. bis 7. Juli 2017

Konstruktiv-kritischer Blick in die Zukunft der Hospizarbeit

Die 18. Süddeutschen Hospiztage wurden dieses Jahr unter dem Motto „ »… dann leben sie noch heute. « Hospiz 2030“, in Freiburg ausgerichtet, traditionell unter der Federführung der Evangelischen Akademie Baden, des Diakonischen Werk Baden, dem Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg e. V., dem Caritasverband für die Erzdiözese Freiburg und als diesjährige Gastgeberin, die Katholische Akademie der Erzdiözese Freiburg.

`Gemeinsam einen Blick in die Zukunft zu machen`, so führte Verena Wetzstein, Studienleiterin der Akademie Freiburg, die 200 Teilnehmenden in die Thematik der Tagung ein. Doch vor dem Blick in die Zukunft wurden die Zuhörenden auf eine Reise zu den Wurzeln der Hospizbewegung mitgenommen. PD Dr. Sabine Pleschberger, Pflegewissenschaftlerin aus Wien, machte mit ihrem Vortrag den ersten Aufschlag. Sie stellte Pioniere und Pionierinnen der Hospizarbeit der 70ger Jahren in Deutschland vor und beschrieb sehr anschaulich, ausgehend von der persönlichen Motivation der Gründermütter und -väter, die schwierigen Anfänge der Hospizbewegung als „Graswurzelbewegung“. Deutlich wurde wie ungeheuer vielfältig und fruchtbar die Entwicklung der Hospizbewegung war.

Susanne Kränzle, Vorsitzende des Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg, befasste sich mit der Hospizbewegung im Jahr 2017: „Wo stehen wie heute?“, so der Titel ihres Vortrags. Die Hospizbewegung ist in das Gesundheitssystem eingezogen, Gesetze regeln die Finanzierung der ambulanten und stationären Hospizarbeit und die Hospizarbeit ist, so laut eine Umfrage des Deutschen Hospiz- und PalliativVerband (DHPV), bei der Mehrzahl der Bevölkerung bekannt. Vieles wurde erreicht und die Hospizbewegung ist eine Erfolgsgeschichte, so Kränzle, doch es gibt weitere Aufgaben, wie zum Beispiel eine stärkere politische Positionierung, Gewinnung von Ehrenamtlichen, die Umsetzung der Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen, die Stärkung der allgemeinen ambulanten Palliativversorgung (AAPV), und vor allem auch die Verantwortung jedes Einzelnen für die Begleitung Sterbender am Lebensende, im Blick zu haben.

Prof. Dr. Andreas Heller, Inhaber des Lehrstuhls Palliative Care und Organisationsethik in Wien, Klagenfurt und Graz, sprach in seinem launig gehaltenen, doch auch betroffen machenden Vortrag über „Zukünfte von Sterben und Tod“- Apokalypsen und Visionen des Umgangs damit“. Heller stellte zunächst verschiedene Autorinnen und Autoren vor, die – zum Teil bereits vor Jahrzehnten – verstörende Szenarien erdachten, was für Folgen es hat, wenn der Tod gänzlich abgeschafft wird (José Saramago: "Eine Zeit ohne Tod") oder wenn der Staat von seinen Bürgern das Opfer verlangt, sich im Alter umzubringen, um der Gesellschaft nicht weiter zur Last zu fallen (Carl-Henning Wijkmark: "Der modere Tod"). Heller verwies auf eine Aktion der Sterbehilfeorganisation Exit in der Schweiz. Diese hat erst Mitte Juni beschlossen, "Experten mit der Abklärung zu beauftragen, ob und wie weitere Liberalisierungsbemühungen punkto erleichterter Zugang zum Sterbemittel für betagte Menschen möglich sind" (Zitat von der Exit-Homepage). Die größte Sorge vieler alter Menschen sei es zur Last zu fallen, gefolgt von einer erschreckenden „Selbstabschaffungsbereitschaft“. Jegliche Aussage über eine gewünschte Unterlassung von medizinischen Maßnahmen am Lebensende müsse revidierbar sein, so Heller. Erleichtert nahmen die Zuhörerinnen und Zuhörer die Vision von der "Sorgegesellschaft" auf. Die Fähigkeit zur Empathie, Gastfreundschaft, eine Medizin, in der die Beziehung im Vordergrund steht und vor allem Menschen die zuhören, sollen den Rückzug ins Private und einer privatisierten Angst entgegenwirken. Die Hospizarbeit leiste somit einen wichtigen Beitrag zur Friedensarbeit, betonte Heller.

Am Nachmittag wurden für die Teilnehmenden insgesamt 12 Workshops zu folgenden Themen angeboten: Menschen mit Demenz verstehen, social media in der Hospizarbeit, hospizliche Begleitung im Krankenhaus, (Kriegs-) Traumatisierungen am Lebensende, Vorausschauende Versorgungsplanung, u.v.m..

Das Abendprogramm bestand aus der berauschenden Multivisionsshow „Abenteuer Ozean“ von und mit dem Fotografen Daniel Hettich aus Freiburg.

Den Abschluss am Freitag bildete eine Zukunftswerkstatt Hospiz 2030, moderiert von der Sozialpädagogin Renate Fischer. In insgesamt 18 Kleingruppen erarbeiteten die Teilnehmenden Inhalte zu der Leitfrage: „Was zeichnet unsere weltbeste, prämierte Hospizarbeit im Jahr 2030 aus?“. In einem zweiten Schritt wurden Ideen und Vorschläge gesammelt, was wir heute dafür tun können um diesen Stand im Jahr 2030 zu erreichen. Das Ergebnis wurde von den Gruppenmoderatorinnen in einer Kernaussage im Plenum präsentiert. So wurde deutlich, dass sich überwiegend ein offener und kreativer Blick in die Zukunft in den Vorschlägen niederschlug: Mehr Öffentlichkeitsarbeit, Projekte wie z.B. Hospiz in der Schule, stärkere Vertretung der Hospizarbeit in der Politik u.v.m., um einige wenige Vorschläge zu benennen.

Die lebendige und engagierte Beteiligung der Teilnehmenden zeigte, dass die diesjährige Tagung ein voller Erfolg war – und die Botschaft auch der beiden Tagungsbeobachter fiel klar und äußerst ermutigend aus: Die Hospizbewegung wird gebraucht, und das mehr denn je - und sie muss stärker in der Öffentlichkeit zeigen, was und wie sie Gutes tut.

Lechler Stiftung, Stuttgart - Preisausschreibung 2018

Die Lechler Stiftung lobt alljährlich den mit 50.000,– Euro dotierten „Paul Lechler Preis“ aus. In den vergangenen fünf Jahren wurden jeweils beispielgebende Vorhaben auf dem Gebiet der Inklusion ausgezeichnet.2017 erhielten den Preis der Palliativ-Care Beratungsdienst des Ambulanten Erwachsenhospizes des Hospiz Stuttgart und die Palliativstation und das Tübinger Projekt vom Paul Lechler Krankenhaus Tübingen. Insgesamt sieht es die Stiftung als ihre Aufgabe an, durch die Förderung von Modellprojekten der Politik aufzuzeigen und zu helfen, welche Probleme in unserer Gesellschaft bestehen und wie sie angegangen und gelöst werden können.

Paul Lechler Preis 2018

Der Gesetzgeber verabschiedete im Dezember 2015 das Gesetz zur Stärkung der Hospiz- und Palliativversorgung (HPG) und hat damit dem Wunsche einer Weiterentwicklung der Sorgekultur für Menschen am Lebensende Ausdruck verliehen. Das Gesetz legt besonderen Wert auf eine bessere Vernetzung der handelnden Institutionen, Organisationen und Personen. Auch fordert es qualifizierte Beratung zur vorausschauenden Versorgungsplanung für das Lebensende. Kommunikation und Zusammenarbeit sollen dazu beitragen, ethische Probleme und Konfliktsituationen zu vermeiden und den betroffenen Menschen unmittelbar Hilfe zukommen zu lassen.

Die Lechler Stiftung möchte diese Bemühungen der Politik mit der Ausschreibung des Paul Lechler Preises 2018 unterstützen und in das Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken. Angesprochen sind Pflegeeinrichtungen, ambulante Pflegedienste, Hospizdienste und Gruppen, die im Sinne des Hospiz- und Palliativgesetzes über die formale Zusammenarbeit hinaus eine Initiative oder ein Projekt entwickelt haben und umsetzen, das den Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung thematisiert. Ausgezeichnet werden Projekte in Baden-Württemberg, die auf der Grundlage einer untereinander abgestimmten Konzeption Menschen in ihrer Gemeinde unabhängig von deren Wohnsituation eine qualitativ hochwertige palliative und hospizliche Behandlung und Begleitung anbieten.

Bis zum 3. Nov. 2017 nimmt die Lechlerstiftung wieder Bewerbungen entgegen - mehr unter http://www.lechler-stiftung.de/paul-lechler-preis/preisausschreibung-2018/

GERAS-Preis

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO) schreibt auch 2017 den GERAS-Preis aus. In diesem Jahr möchten sie in Deutschland tätige Hospizvereine und Initiativen mit vergleichbarer Zielsetzung auszeichnen, die vorbildliche Partnerschaften mit stationären Pflegeeinrichtungen aufgebaut haben, um Menschen beim Sterben zu begleiten.

Details entnehmen Sie bitte der Ausschreibung unter http://www.bagso.de/aktuelle-projekte/geras-preis-2017.html. Einsendeschluss ist der 31. August 2017.

 

Mitgliederstand: 199 Hospiz- und Palliativeinrichtungen

Aktuelles aus den Arbeitskreisen

Arbeitskreis Ambulante Hospizarbeit

Nächstes AK-Treffen: 25. Oktober 2017 in Ulm - Weitere Informationen erhalten Sie bei der Leitung des Arbeitskreises: Silvia Ulbrich-Bierig

Arbeitskreis Kinder- und Jugendhospizarbeit

Nächstes AK-Treffen: 14. November 2017 in Freudenstadt - Weitere Informationen erhalten Sie bei der Leitung des Arbeitskreises: Bernhard Bayer und Sabine Horn. Allgemeine Informationen zur Kinder- und Jugendhospizarbeit: http://hpvbw.de/kinder-und-jugendhospizarbeit

Arbeitskreis Kinder- und Jugendtrauer

Über die Termine des Arbeitskreises werden wir Sie informieren. - Allgemeine Informationen unter: http://hpvbw.de/kinder-und-jugendhospizarbeit

Arbeitskreis Stationäre Hospize

Nächstes AK-Treffen: 8. November 2017 Herbsttagung in Ulm - Weitere Informationen und Beratung erhalten Sie bei der Leitung des Arbeitskreises: Ute Epple und Frank Schöberl. Ihre Fragen richten Sie bitte an die Geschäftsstelle über unser Kontaktformular. Allgemeine Informationen zur Hospizarbeit finden Sie unter: http://hpvbw.de/stationaer. - Die Protokolle und Einladungen der Arbeitskreise Ambulante Hospizarbeit, Kinder- und Jugendhospizarbeit und Kinder- und Jugendtrauer sind im geschützten Mitgliederbereich des HPVBW abrufbar: http://hpvbw.de/mitglieder. Termine finden Sie auch ohne vorherige Anmeldung auf unserer Homepage unter http://hpvbw.de/mitglieder.

 

Aktuelles aus den Mitgliedseinrichtungen

Jubiläum

Wir gratulieren herzlich zum Jubiläum im Jahr 2017:

  • 25 Jahre Palliativstationen im Marienhospital in Stuttgart
  • 25 Jahre Ökumenische Hospizgruppe Heidenheim
  • 20 Jahre Ökumenischer Hospizdienst in der Region Herrenberg
  • 20 Jahre Ambulanter Hospizdienst Möckmühl
  • 15 Jahre Hospiz Veronika in Eningen unter Achalm

Aus den Gruppen

Hospiz Maria Frieden:  Am 28.06. 2017 wurde die Einweihung der neuen Räumlichkeiten in Offenburg gefeiert. Am 1. Juli ist das Hospiz Maria Frieden umgezogen und hat nach nun mehr über 25 Jahren in Oberhamersbach in Offenburg eine neue Heimat.

Ebenso wurde am 28. Juni 2017 das stationäre Hospiz Maja Fischer mit 8 Betten in Aalen-Ebnat unter Trägerschaft der Samariterstiftung eröffnet.

Kurze Nachrichten aus den Mitgliedseinrichtungen finden Sie unter http://hpvbw.de/mitglieder/gruppen

 

Informationen vom Deutschen Hospiz- und PalliativVerband e. V.

Welthospiztag 2017 "Für eine bedarfsgerechte Hospiz- und Palliativversorgung". Materialbestellung bis 14. Juli 2017 beim DHPV möglich

Der Welthospiztag 2017 findet am 14. Oktober unter dem Motto „Für eine bedarfsgerechte Hospiz- und Palliativversorgung“ statt. Auch in diesem Jahr stellt Ihnen und Ihrer Einrichtung der DHPV Material zur Verfügung, das Sie bei der Gestaltung des Welthospiztages unterstützt. Thematisch schlägt der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) auch 2017 eine Brücke zum internationalen Motto, das in diesem Jahr „Universal Health Coverage and Palliative Care – Don’t leave those suffering behind“ lautet. Jeder Mensch soll, wenn notwendig und gewünscht, eine grundlegende Gesundheitsversorgung erhalten, und das schließt Hospiz- und Palliativangebote ein. Die WHPCA ruft dazu auf, sich – auch politisch - in die Diskussion einzubringen um sicherzustellen, dass Hospizidee und Palliative Care auf diesem Weg mitgenommen werden. Mehr erfahren Sie unter. http://www.dhpv.de/aktuelles_welthospiztag.html (link is external)

Bestellung zu den Paketen erbittet der DHPV bitte bis zum 14. Juli 2017 an Frau Cannizzaro. Sie werden Ihnen das Materialpaket Anfang September (36. KW) zusenden. Auch wenn Sie nur am Online-Material interessiert sind, geben Sie in der DHPV-Geschäftsstelle Bescheid, ebenso, wenn Sie eine Veranstaltung für die Übersichtskarte melden wollen.

DHPV-Broschüre zu Trauer und Trauerbegleitung

Die Fachgruppe „Trauer“ des Deutschen Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) hat Leitgedanken der Trauerbegleitung sowie Standards der Qualifikation von Trauerbegleiterinnen und Trauerbegleitern in der Hospiz- und Palliativarbeit entwickelt und in dieser Handreichung dargelegt. Sie erhalten die Broschüre hier: http://www.dhpv.de/tl_files/public/Service/Broschueren/Broschu%CC%88re_TrauerundTrauerbegleitung_Ansicht.pdf - Weitere Informationen erhalten Sie unter www.dhpv.de.

 

ServicePoint Hospiz Nord – ambulante Hospizförderung § 39a Abs. 2 SGB V

Beihilfestellen

Der Betrag, den die geförderten ambulanten Hospizdienste für erbrachte Hospizleisrungen den Beihilfestellen in Rechnung stellen dürfen, beträgt 1.142,09 Euro. Bitte beachten Sie, dass Sie die Rechnung nur bei den Beihilfestellen stellen können und dürfen, die dem Vertrag beigetreten sind, der zwischen dem Bundesministerium des Innern (BMI) und den für die Wahrnehmung der Interessen der ambulanten Hospizdienste maßgeblichen Spitzenorganisationen abgeschlossen wurde. Die vertragliche Regelung ist rückwirkend zum 1. Mai 2017 in Kraft getreten. Sie können den neuen Betrag demnach für alle Begleitungen, die am 1. Mai 2017 bzw. danach endeten und enden werden, geltend machen.

Sie sind darüber informiert, dass Versicherte der Postbeamtenkrankenkasse (PBeaK) und der Krankenversorgung der Bundesbahnbeamten (KVB) für die Förderung durch die gesetzlichen Krankenkassen bzw. die privaten Kassen bislang keine Relevanz haben. Begleitungen von Versicherten der genannten Kassen werden nicht in die Berechnung der möglichen Fördersumme mit einbezogen.

Was die Postbeamtenkrankenkasse angeht, so können wir Ihnen nun eine erfreuliche Mitteilung machen:
Einige (nicht alle!) Versicherte bei der PBeaK sind beihilfeberechtigt. Es sind die Versicherten der Gruppe A, für die zeitnah nach einer abgeschlossenen Begleitung ein Antrag auf Beihilfe gestellt werden kann. 
Man unterscheidet bei dieser Kasse Versicherte der Gruppe A und der Gruppe B. Die versicherte Personen der Gruppe A besitzt eine Versichertenkarte! Während die zur Gruppe B gehörigen Versicherten keine Karte haben. Für sie kann auch kein Antrag auf Beihilfe gestellt werden.

Private Krankenversicherung

Für Ihren diesjährigen Antrag an den Verband der Privaten Krankenversicherung e. V. (PKV) in Köln gilt dasselbe Antragsformular wie im vergangenen Jahr.
Bitte beachten Sie, dass Sie diesen Antrag erst einreichen können, wenn Sie den Förderbescheid 2017 der Gesetzlichen Krankenkassen erhalten haben und 10 % für Begleitungen privat Versicherter abgezogen wurden. Die Förderbescheide müssten Sie bereits erhalten haben, diese müssen als Kopie beim Antrag an die PKV mit eingereicht werden.

Die aktuelle Liste der Beihilfestellen, das Antragsformular für die PKV und die Beihilfen sowie weitere Informationen erhalten Sie unter: http://hpvbw.de/servicepoint.

 

Termine und Veranstaltungen

Regionale Mitgliederversammlungen des Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg e. V.

In allen vier Regionen Baden-Württembergs finden im Herbst 2017 wieder regionale Mitgliedertreffen statt. Bitte notieren Sie folgende Termine:

  • Süd-Württemberg: 7. November 2017, 10:15 bis 16:00 Uhr in Balingen, Regionalpatin: Susanne Kränzle
  • Nord-Baden: 15. November 2017, 10:00 bis 15:00 Uhr in Osterburken, Regionalpate: Frank Schöberl
  • Nord-Württemberg: 12. Oktober 2017, 10:00 bis 15:00 in Uhingen, Regionalpatin: Christine Pfeffer
  • Süd-Baden: 9. November 2017, 10:30 bis 15:00 in Freiburg, Regionalpatin:NN

Alle aktuellen Termine für Mitglieder finden Sie unter: http://hpvbw.de/mitglieder

Koordinator(in)entreffen in Kooperation HPVBW und Wohlfahrtsverbände

  • Forum Hospiz Württemberg: 19. Oktober 2017 von 10:30 bis 16:30, Ort: Stuttgart, Genohaus (mit HPVBW)
  • Koordinator(in)entreffen Baden und Hohenzollern: 24. Oktober 2017, Ort: Karlsruhe (ohne HPVBW)

Fortbildungsangebote für Mitglieder des HPVBW

Coaching für hauptamtliche Koordinatorinnen und Koordinatoren

24. bis 25. November 2017 im Tagungshaus Stift Urach - Die Ausschreibung erhalten Sie unter http://hpvbw.de/node/9492 - Der Anmeldeschluss: 4. August 2017 - edit: ausgebucht - 12.08.17

Beachten Sie bitte auch unseren umfangreichen Veranstaltungskalender: http://hpvbw.de/termine 

Sonstige Veranstaltungen

Qualifikationskurse für die Hospizarbeit

Referat "Bildung und Beratung, Caritasverband für die Erzdiözese Freiburg e. V."

  • "Koordination von Hospizdiensten": Termin: 05.02.- 09.02.2018
  • "Führen und Leiten von Hospizdiensten" Termine: Abschnitt 1: 14.03.-16.03.2018; Abschnitt 2: 25.04.-27.04.2018; Abschnitt 3: 18.06.-21.06.2018 - Ort: Bollschweil, im Bildungshaus "Kloster St. Ulrich"
  • Zielgruppe: Koordinatorinnen/Koordinatoren und Einsatzleitungen aus ambulanten Hospizgruppen, zukünftige Koordinatorinnen/Koordinatoren und Einsatzleitungen sowie Stellvertretungen in Leitung und Koordination.
  • Referenten: Frau Oelhaff-Bollin und Herrn Thile Kerkovius

Die detaillierten Kursausschreibungen sind noch nicht endgültig fertig gestellt. Zu beiden Weiterbildungen können Sie sich aber jetzt schon anmelden.

Anmeldung und Information:

Caritasverband für die Erzdiözese Freiburg e.V.
Eva-Maria Bauer
Abteilung Gesundheits- und Altenhilfe
Weihbischof-Gnädinger-Haus
Alois-Eckert-Straße 6, 79111 Freiburg
Tel. 0761 8974-247, Fax. 0761 8974-382
http://www.dicvfreiburg.de

 

Wir freuen uns über Nachrichten aus Ihrer Hospizeinrichtung! Senden Sie Ihre Nachrichten und gerne auch Anregungen an unsere Geschäftsstelle.

Ihr Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg