Ausgabe Mai 2017

Vorwort

Liebe Mitglieder, liebe Freundinnen und Freunde des Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg e. V.,

so bunt und lebendig wie unsere Natur im Frühjahr sich wieder zeigt, ist sie ein schönes Bild für die Hospizbewegung in Baden-Württemberg. Die Hospizarbeit im Lande entwickelt sich weiter und weiter, dank vieler kreativer Frauen und Männer, die ihre Dienste vernetzen, auf ihre Arbeit in der Öffentlichkeit aufmerksam machen und deutlich zeigen, dass sie da und verfügbar sind.

In diesem Jahr feiern viele ambulante Hospize 25- und 20jährige Jubiläen, das lässt erahnen, welch wichtigen gesellschaftspolitischen Beitrag Hospizarbeit zu leisten vermag. Gerade in einem Wahljahr, das als richtungsweisend angesehen werden kann, können wir nicht genug Flagge zeigen, wofür wir uns einsetzen: für eine solidarische und empathische Gesellschaft, in der hilfebedürftige Menschen keine Diskriminierung und Ausgrenzung erleben müssen, sondern ohne Ansehen ihrer Person die Hilfe und Unterstützung bekommen, die sie in ihrer jeweiligen Lebenssituation brauchen. Angewiesen und verwiesen sein aufeinander, das macht das Menschsein aus – es war schon immer so und wird immer so bleiben, denn kein Mensch kann ohne die Sorge und Unterstützung anderer geboren werden, leben und sterben. „Letztverlässlichkeit“ haben wir in der Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland den bedingungslosen Zugang zu den Angeboten der Hospiz- und Palliativversorgung genannt, für den wir uns auch auf Landesebene einsetzen. Wir warten derzeit auf die Rahmenvereinbarung nach §132 g SGB V, die die „vorausschauende Versorgungsplanung“ näher konkretisiert – schon heute dürfen wir gespannt sein, wie die Umsetzung sich gestalten und auswirken wird.

Gerade wurde nach einem längeren Verfahren die neue Rahmenvereinbarung für stationäre Hospize in Deutschland veröffentlicht, die nun seit 01.05.2017 Gültigkeit besitzt. Für uns heißt das, dass wir bereits die Vertreterinnen und Vertreter der Wohlfahrtsverbände in Baden-Württemberg, die für Hospizarbeit stehen, eingeladen haben. Mit ihnen gemeinsam werden nun ganz rasch Vorschläge zur Umsetzung erarbeitet, die dann mit den Kostenträgern zu konsentieren sein werden. Das ist die vielleicht größte Herausforderung in diesem Jahr, der für die einzelnen stationären Hospize Tagesbedarfssatzverhandlungen auf einem ganz neuen Hintergrund folgen müssen. Die hauptamtliche Personalausstattung wird aufgrund der neuen Bestimmungen in den meisten Hospizen weitaus komfortabler sein als bislang – als Verband werden wir uns weiter dafür stark machen, dass die ehrenamtlichen Sterbebegleiterinnen dabei nicht der „Professionalisierung“ geopfert werden, denn nach wie vor sind wir der Überzeugung, dass Ehrenamtliche ein gänzlich unverzichtbares Element auch in die stationäre Hospizarbeit einbringen.

Erfreulicherweise sind die diesjährigen Süddeutschen Hospiztage wieder stark nachgefragt, bei denen wir uns mit der Frage beschäftigen, aus welchen Wurzeln die Hospizbewegung sich nährt, wo sie heute steht und wie sie möglicherweise im Jahr 2030 gestaltet sein wird. Oder hat sie sich bis dahin selber abgeschafft, so wie sie es ja einmal vor hatte: wird dann in allen Versorgungsbereichen die hospizliche und palliative Sorgekultur so etabliert und selbstverständlich sein, dass sie nicht mehr eigens angeboten werden muss?

Herzlich grüßt Sie, auch im Namen aller Vorstandskolleginnen und -kollegen 

Susanne Kränzle, Vorsitzende

Aktuelles aus dem Landesverband

Rückblick Mitgliederversammlung 2017

Am 4. Mai 2017 fand auf Einladung der Stadt Karlsruhe im dortigen Rathaus die 22. Mitgliederversammlung des Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg (HPVBW) e. V. statt. Nach einem Grußwort des Bürgermeisters Klaus Stapf begrüßte die Vorsitzende Susanne Kränzle die Mitglieder aus den ambulanten und stationären Hospizen des Landes. Bürgermeister Klaus Stapf unterzeichnete stellvertretend für die Stadt Karlsruhe die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland.

Im Vorstandsbericht gab die 1. Stellvertretende Vorsitzende Sabine Horn einen Überblick über die Herausforderungen und Aufgaben, die der Vorstand nach dem Ausscheiden des langjährigen Vorsitzenden Bernhard Bayer im Jahr 2016, meistern musste und gemeistert hat. Dazu zählen u.a. die umfangreiche Unterstützung und Beratung in der Neuausrichtung der beiden Hospizeinrichtungen in Wangen, die beide wieder in den HPVBW eingetreten sind, der Charta-Fachtag am 1. Dezember 2016 und die vielen Einladungen zu Jubiläen der Mitgliedseinrichtungen. Dazu gehören ebenfalls die Mitarbeit an Veranstaltungen wie z.B. den Süddeutschen Hospiztagen und dem 2. Hospiz- und Palliativkongress in Stuttgart, gemeinsam mit den vier kirchlichen Wohlfahrtsverbänden und den Akademien in Baden-Württemberg. Sabine Horn betonte die erfolgreiche Tätigkeit der Arbeitskreise des HPVBW, die nur durch die rege und engagierte Beteiligung der Mitgliedschaft möglich ist. So wurde von der Arbeitsgruppe Ambulante Dienste, in Abstimmung mit den kirchlichen Wohlfahrtsverbänden, die "Rahmenempfehlung zum "Vorbereitungsseminar für ehrenamtliche Mitarbeiter/-innen in der psychosozialen Begleitung sterbender Menschen und ihrer Angehörigen im Rahmen der Hospizarbeit" aktualisiert.

Die Vorsitzende Susanne Kränzle gab einen Überblick zu den Aktivitäten auf Landes- und Bundesebene: Das 25-jährige Jubiläum des deutschen Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) e. V., die Umsetzung der 'Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen' sowie die Mitwirkung bei der Überarbeitung der Rahmenvereinbarung für die stationäre Hospizarbeit u.v.m.

Für Baden-Württemberg gilt es in der kommenden Legislaturperiode die Hospiz- und Palliativversorgungskonzeption aus dem Jahr weiter 2014 umzusetzen, so Susanne Kränzle, und diese mit den Zielen des Gesetzes zur Hospiz- und Palliativversorgung (HPG) und der Charta zusammenzubringen. Die regelmäßigen Treffen mit den Fraktionen im Landtag únd die Mitarbeit im Landesbeirat Hospiz- und Palliativversorgung sind wichtige Plattformen, um sich auf politischer Ebene u.a. für die Verbesserung der Zusammenarbeit mit den Akteuren der Spezialisierten ambulanten palliativen Versorgung (SAPV) und den Palliativstationen sowie einer deutlichen Stärkung der Allgemeinen ambulanten palliativen Versorgung (AAPV) einzusetzen.

Ein Haupttagesordnungspunkt war die turnusmäßige Vorstandswahl. In ihrem Amt als geschäftsführende Vorstandsmitglieder wurden bestätigt: Susanne Kränzle (Hospiz Esslingen) als Vorsitzende, Sabine Horn (Hospizinitiative Ludwigsburg e. V.) als 1. Stellvertretende Vorsitzende und Frank Schöberl (Hospiz Louise, Heidelberg) als 2. Stellvertretender Vorsitzender. Als Schatzmeisterin wurde wiedergewählt: Helga Eckermann (Hospiz Esslingen), die neue Schriftführerin ist Kirsten Allgayer (Kinder- und Jugendhospizdienst Sternentraum, Backnang). Als Beisitzerinnen sind erneut Dr. Christine Pfeffer (Hospiz Stuttgart), Silvia Ulbrich-Bierig (Ambulanter Hospizdienst Reutlingen e. V.) und Ute Epple (Trägerverein Hospiz Bietigheim-Bissingen e. V.) gewählt worden. Neu im Vorstand als Beisitzerin ist Helena Gareis (Hospizverein Offenburg e. V.). Aus dem Vorstand ausgeschieden ist Christine Ettwein-Friehs (Hospiz in Karlsruhe), die zwei Legislaturperioden ihre Erfahrung und Expertise einbrachte und mit großem Dank für ihr Engagement aus dem Vorstand verabschiedet wurde. Ebenso wurden die Delegierten für die Mitgliederversammlungen des DHPV gewählt: Gabriele Anders (Hospiz St. Vincent, Mannheim), Natascha Affemann (Ambulanter Hospizdienst Böblingen), Claudia Schumann (Hospiz Ulm), Silvia Häfele (Ökumenischer Hospizdienst Balingen). Ersatzdelegierte sind: Walpurga Roller (Ambulanter Hospizdienst Reutlingen) und Sabrina te Brake (Hospizbewegung Schwarzwald-Baar-Kreis). Beide Kassenprüferinnen wurden in ihren Ämtern bestätigt: Claudia Schumann (Hospiz Ulm) und Karin Becker (Ökumenischer Hospizdienst Wiesloch). Aus der aktiven Hospizarbeit verabschiedete sich Eduard Maas, Ambulante Hospizgruppe Balingen. Sabine Horn und Susanne Kränzle bedankten sich herzlich für sein großes Engagement und seine vielfältigen Aktivitäten, u.a. dem wunderbaren Hospizkalender und bedauerten sein Ausscheiden sehr.

Nachmittags fanden Arbeitsgruppen zu drei aktuellen Themenbereichen der Hospizarbeit unter dem Motto: "Wo drückt der Schuh?" statt. Die Auswertung der Forenarbeit wird in der nächsten Vorstandssitzung auf der Tagesordnung stehen. Susanne Kränzle bedankte sich am Ende der Mitgliederversammlung bei allen Anwesenden für ihr Kommen und das große Vertrauen in die Arbeit des Vorstandes.

Muster-Kooperationsvereinbarung: Ambulanter Hospizdienst - stationäre Pflegeeinrichtung

Die Muster-Kooperationsvereinbarung des Diakonischen Werks der evangelischen Kirche in Württemberg e. V., des Caritasverbands der Diözese Rottenburg Stuttgart e.V. und des Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg e.V. finden Sie unter: http://hpvbw.de/node/9733. Die Vereinbarung wurde auf der Grundlage der Arbeit der Fachgruppe Hospiz erstellt.

Mitgliederstand: 199

Wir begrüßen unsere jüngsten Mitglieder

  • Ökumenischer Hospizdienst Bretten
  • Stationäres Hospiz Aalen, Träger Samariterstift Ebnat
  • Hospizverein Tettnang e. V.
  • Hospizgruppe Calendula e. V. Wangen

Aktuelles aus den Arbeitskreisen

Arbeitskreis Ambulante Hospizarbeit

Beim letzten Treffen des Arbeitskreises am 5. April 2017 in Bietigheim beschäftigten sich die Teilnehmerinnen u.a. mit der Erstellung eines Leitfadens zur Erstellung eines Leitbildes für die ambulanten Hospizdienste.

Nächstes AK-Treffen: 25. Oktober 2017 in Ulm

Weitere Informationen erhalten Sie bei der Leitung des Arbeitskreises: Silvia Ulbrich-Bierig.

Arbeitskreis Kinder- und Jugendhospizarbeit

Beim letzten Treffen des Arbeitskreises am 21. März 2017 in Ludwigsburg beschäftigten sich die Teilnehmer/-innen u.a mit der Frage: Wen begleiten die ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienste und wem bieten sie Begleitung an? Ebenso erfolgte ein Austausch über die Erfahrungen in der Begleitung von Flüchtlingen und die Vorstellung des QuinK in der Praxis (Qualitätsindex für Kinder- und Jugendhospizarbeit).

Nächstes AK-Treffen: 14. November 2017 in Freudenstadt

Weitere Informationen erhalten Sie bei der Leitung des Arbeitskreises: Bernhard Bayer und Sabine Horn. Allgemeine Informationen zur Kinder- und Jugendhospizarbeit: http://hpvbw.de/kinder-und-jugendhospizarbeit

Arbeitskreis Kinder- und Jugendtrauer

Der für dieses Jahr angekündigte 2. Fachtag zur Kinder- und Jugendtrauerbegleitung am 7. Oktober 2017 in Leonberg, musste leider aus verschiedenen Gründen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Über die Termine des Arbeitskreises und werden wir Sie informieren. Informationen zum Arbeitskreis: http://hpvbw.de/kinder-und-jugendhospizarbeit

Arbeitskreis Stationäre Hospize

  • Nächstes AK-Treffen: Klausurtage 2017: 16. bis 17. Mai 2017 in Löwenstein

Weitere Informationen und Beratung erhalten Sie bei der Leitung des Arbeitskreises: Ute Epple und Frank Schöberl. Ihre Fragen richten Sie bitte an die Geschäftsstelle per E-Mail über unser Kontaktformular. Allgemeine Informationen zur Hospizarbeit finden Sie unter: http://hpvbw.de/stationaer.

Die Protokolle und Einladungen der Arbeitskreise Ambulante Hospizarbeit, Kinder- und Jugendhospizarbeit und Kinder- und Jugendtrauer sind im geschützten Mitgliederbereich des HPVBW abrufbar: http://hpvbw.de/mitglieder. Termine finden Sie auch ohne vorherige Anmeldung auf unserer Homepage unter http://hpvbw.de/mitglieder.

 

Aktuelles aus den Mitgliedseinrichtungen

Jubiläum

Wir gratulieren herzlich zum Jubiläum im Jahr 2017:

  • 20 Jahre Hospiz Lorch e. V.
  • 20 Jahre Ambulanter Ökumenischer Hospizdienst Ellwangen
  • 20 Jahre Ambulante Hospizgruppe Ditzingen
  • 25 Jahre Sitzwache Rottweil e. V.
  • 25 Jahre Hospizverein Offenburg e. V.
  • 10 Jahre Hospizdienst Gomaringen e. V.

Aus den Gruppen

Paul-Lechner-Preis 2017 geht an Dienste in Baden-Württemberg

Am 7. März 2017 wurden in Stuttgart die Tübinger Palliativstation, das "Tübinger Projekt" sowie der Palliativ-Care Beratungsdienst des Ambulanten Erwachsenhospizes des Hospiz Stuttgart mit dem Paul-Lechner-preis 2017 ausgezeichnet. Mit einem Impulsreferat nahm Susanne Kränzle, Vorsitzende des Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg an der Preisverleihung teil. Der Paul-Lechler-Preis 2017 zeichnet Projekte in Baden-Württemberg aus, die einen Beitrag dazu leisten, dass kardiologische und neurologische Patienten palliativmedizinische Beratung und Hilfe erfahren, dass Ärzte, Pflegekräfte und weitere Therapeutengruppen für die palliative Symptomkontrolle dieser Patienten sensibilisiert und geschult werden, und dass das Bewusstsein von Patienten, Angehörigen und auch der Öffentlichkeit hinsichtlich der palliativen Versorgung außerhalb des onkologischen Themenkreises geschärft wird. Mehr unter: http://www.lechler-stiftung.de/paul-lechler-preis/preisverleihungen/paul-lechler-preis-2017

Preis der deutschen Hospiz- und PalliativSTIFTUNG 2016 geht an die Ökumenische Hospizhilfe Mannheim

Der DHP-Stiftungspreis 2016 wurde am 24. Februar 2017, im Rahmen des Neujahrempfangs des Deutschen Hospiz- und PalliativVerband e. V., an die Ökumenische Hospizhilfe Mannheim und die hier ehrenamtlich tätige Trauerbegleiterin Angelika Kaiser für das Projekt "Trauerbegleitung hinter Gefängnismauern“ überreicht. Der DHP-Stiftungspreis 2016 war für Projekte ausgelobt, die bereits in der Hospiz- und Palliativarbeit für Menschen im Straf- und Maßregelvollzug engagiert sind und die zu einer Verbesserung der hospizlich-palliativen Begleitung und Versorgung von Menschen im Straf- und Maßregelvollzug beitragen.Wir gratulieren Frau Kaiser und dem Team in Mannheim herzlich! Mehr Informationen finden Sie unter: http://www.dhp-stiftung.de/aktuelles_detail/items/dhpstiftungspreis-2016-vergeben.html

Letzte Lieder in Mühlacker am 2. Juli 2017

Der Ambulante Hospizdienst östlicher Enzkreis e. V. hat anlässlich seines Jubiläums Stefan Weiller und sein Projekt gebucht. „Letzte Lieder und die Welt steht still“ – so lautet der Titel des Kunstprojekts des Frankfurter Künstlers Stefan Weiller, mit dem er seit einigen Jahren deutschlandweit mit anderen Künstlern und Künstlerinnen unterwegs ist. Gespräche mit unheilbar kranken Menschen im Hospiz sind die Grundlage für seine Auftritte. Die Musik und die Lieder, die er mit stimmlicher und instrumentaler Unterstützung von Musikern und Musikerinnen, Sängern und Sängerinnen vorträgt, sind Lieder, die den Sterbenden etwas bedeutet haben, ihr „Soundtrack“ des Lebens. Das Konzert ist am 2. Juli 2017 um 19:30 Uhr in der Pauluskirche in Mühlacker. Informationen finden Sie unter: https://www.und-die-welt-steht-still.de/kalender/m%C3%BChlacker/

Sponsorenlauf "Rutesheim läuft!" zugunsten des Kinder- und Jugendhospizdienstes - Hospiz Leonberg am 2. Juli 2017

Zum 1250-jährigen Jubiläum findet in Rutesheim ein Sponsorenlauf zugunsten des ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes Leonberg statt. Weitere Informationen sowie das Anmeldeformular zum Sponsorenlauf finden Sie unter http://hpvbw.de/node/9621

Kurze Nachrichten aus den Mitgliedseinrichtungen finden Sie unter http://hpvbw.de/mitglieder/gruppen

 

Informationen vom Deutschen Hospiz- und PalliativVerband e. V.

Am 15.2.2017 wurde in Anwesenheit von über 200 Gästen aus Politik, Gesundheitswesen und Verbänden der Hospiz- und Palliativarbeit der Auftakt zum 25-jährigen Jubiläum des DHPV gefeiert. Die Schirmherrschaft für das Jubiläum hatte Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert übernommen.

DHPV-Broschüre Spiritualität in der Hospizarbeit erschienen

Die Broschüre "Spiritualität in der Hospizarbeit" geht den Fragen nach, was Spiritualität sein kann, ob sie jedem Menschen eigen ist und welche Funktion ihr im menschlichen Leben, gerade auch im Sterbeprozess, zukommt. Dabei nimmt sie die Vielfalt spiritueller Vorstellungen, Erfahrungen und religiöser Welten in den Blick und beleuchtet auch Fragen der Interreligiosität bzw. den Umgang mit anderen Kulturen und schaut, wie in der Begleitung ‚Räume‘ geschaffen werden können, in denen sich Spiritualität artikulieren und in denen entdeckt werden kann, was es an Spirituellem im Leben der Begleiteten und in der jeweiligen Biografie gibt. Damit möchte die Broschüre Hemmschwellen senken und Mut machen, sich dem zu stellen, was im eigenen Leben Spiritualität ist, sowie sich einzulassen auf die Spiritualität der zu begleitenden Menschen. Die Broschüre erhalten Sie als PDF unter http://www.dhpv.de/tl_files/public/Service/Brosch…

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.dhpv.de.

 

ServicePoint Hospiz Nord – ambulante Hospizförderung § 39a Abs. 2 SGB V

Das Förderverfahren 2017

Die Auswertung der Förderanträge ist noch nicht komplett abgeschlossen. Insgesamt 148 ambulante Hospizgruppen haben die Förderung nach § 39a SGB V beantragt. Lt. der Rahmenvereinbarung zur Ambulanten Hospizförderung werden die ermittelten Förderbeträge bis zum 30.06.2017 ausgezahlt. Bei den Diensten werden die Fördergelder vs. Anfang Juli 2017 eingehen.

Förderung durch die Privaten Krankenversicherungen (PKV)

Nach Erhalt des Förderbescheids der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) können Sie den Antrag zur Hospizförderung an die PKV stellen. Die Beiträge, die bis 30.04.2017 von den Beihilfestellen bezahlt wurden, geben Sie im Antrag an die PKV an. Dieser Betrag wird dann von der PKV-Förderung abgezogen. Mit der Postbeamtenkrankenkasse (PBeakk) und der Krankenversorgung der Bundesbahnbeamten (KVB) bestehen nach wie vor keine Verträge zur Hospizförderung. Begleitungen können deshalb bei der Förderung nicht berücksichtigt werden.

Edit HPVBW 04.08.2017: bitte verfolgen Sie die aktualisierten und berichtigten Informationen dazu unter http://hpvbw.de/servicepoint oder wenden Sie sich an Ihren ServicePoint Hospiz.

Beteiligung Beihilfestellen

Aktuell beteiligen sich 11 Beihilfestellen an der Hospizförderung. Der Kostenbeitrag der Beihilfestellen wird jährlich angepasst. Der aktuelle Betrag ist rückwirkend zum 1. Mai 2017 gültig und noch nicht bekannt. Bitte stellen Sie zunächst keine Rechnungen an die entsprechenden Beihilfestellen mit dem alten Betrag aus dem Jahr 2016. Das überarbeitete Formular mit dem neuen Rechnungsbetrag wird den ambulanten Hospizdiensten von den ServicePoints nach Eingang zur Verfügung gestellt.

Stationäre Hospizarbeit - neue Rahmenvereinbarung

Die bisherige Rahmenvereinbarung gem. § 39a Abs. 1 Satz 4 SGB V  für die stationäre Hospizarbeit wurde überarbeitet und eine eigene Rahmenvereinbarung für die stationäre Kinderhospizarbeit erstellt. Beide Rahmenvereinbarungen sind am 1.05.2017 in Kraft getreten. Sie finden sie unter: http://www.dhpv.de/service_gesetze-verordnungen.html

Informationen auch unter: http://hpvbw.de/servicepoint.

 

 

Termine und Veranstaltungen

Fortbildungsangebote für Mitglieder des HPVBW

Coaching für hauptamtliche Koordinatorinnen und Koordinatoren

Herbst: 24. und 25. November 2017 - edit: AUSGEBUCHT 12.08.17

Tagung mit Beteiligung des HPVBW

  • 18. Süddeutsche Hospiztage 2017: 5. bis 7. Juli 2017, Ort: Katholische Akademie Freiburg, Titel:"... dann leben sie noch heute." Hospiz 2030"
  • Es sind keine Anmeldungen mehr möglich. Die Tagung ist bereits ausgebucht!

Beachten Sie bitte auch unseren umfangreichen Veranstaltungskalender im Internet: http://hpvbw.de/termine 

Sonstige Veranstaltungen

Qualifikation zur Begleitung Trauernder

Von Januar bis Dezember 2018 findet im Kloster Reute ein neuer Qualifikationskurs zur Begleitung Trauernder statt. Der Kurs wird von Wilfried Müller, Trauerbegleiter BVT und Supervisor, geleitet. Die Fortbildung orientiert sich an der Rahmenempfehlung „ Basisqualifikation“ des Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg e. V. und  eignet sich für Mitarbeiter/-innen kirchlicher Besuchs- und Sozialdienste, Hospizmitarbeiter/-innen sowie Interessierte, die sich in der Trauerbegleitung weiterqualifizieren möchten. Anmeldeschluss: 30. Oktober 2017. Weitere Informationen erhalten Sie unter http://hpvbw.de/node/9627

7. Kinderhospizforum in Essen vom 10.11.2017 bis 11.11.2017

Titel: „Gemeinsam – innehalten, gestalten, bewegen“. Veranstalter: Deutscher Kinderhospizverein e.V.,Veranstaltungsort: Essen, Haus der Technik. Das Deutsche Kinderhospizforum richtet sich an Familien, an haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter/-innen in der Hospiz- und Palliativarbeit, an Mitarbeitende im Gesundheits-, Bildungs-, Sozial- und Wissenschaftsbereich,  an Selbsthilfegruppen und an sonstige Interessierte. Im Mittelpunkt der Tagung stehen die vielen Facetten der Kinder- und Jugendhospizarbeit. Diese sollen auf der Tagung aus der Perspektive von jungen Menschen mit lebensverkürzender Erkrankung und deren Eltern und Geschwistern, aus der Erfahrung von Praktiker/-innen in der Hospiz- und Palliativarbeit sowie aus der Sicht von Wissenschaftler/-innen und Mitarbeitenden sozialer und psychologischer Berufsfelder und sonstiger Interessierter reflektiert und weiterentwickelt werden. Die Ausschreibung erscheint im Juni 2017. Information und Anmeldung: http://www.kinderhospizforum.de (link is external)

Filmempfehlung

Dass jemand aus dem Hospiz nach Hause entlassen werden kann, kommt nicht oft vor - eine solche Geschichte hat nun das ZDF-Fernsehteam von "Volle Kanne" in Baden-Württemberg aufgegriffen und zu einem sehr sehenswerten Kurzbeitrag über hospizliche Dinge und Haltungen verarbeitet. Der Film ist noch bis 2. Mai 2018 in der Mediathek zu sehen (link is external).

 

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Ihr Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg