Ausgabe November 2016

Vorwort

Liebe Mitglieder, liebe Freundinnen und Freunde des Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg e. V.,

mit großen Schritten bewegen wir uns auf die Advents- und Weihnachtszeit und auch aufs Jahresende zu. Geht es Ihnen auch so, dass die Zeit immer schneller zu verfliegen scheint?

Wenn wir auf das Jahr 2016 zurückblicken, so war und ist es ein bewegtes Jahr. Kurz vor Beginn trat das Gesetz zur Stärkung der Hospiz- und Palliativversorgung in Kraft, was auf unsere Förderanträge für die ambulanten Hospizdienste und die Finanzierung der stationären Hospize direkte Auswirkungen hatte. Auch mit Hilfe dieses Gesetzes findet die Hospizarbeit weiter Einzug in die Allgemeine Palliativversorgung, was wir begrüßen und wofür wir uns ja schon lange einsetzen.

Die auch vom Gesetz vorgesehene Etablierung der sogenannten „umfassenden Versorgungsplanung“, der Advance Care Planning (ACP), die vom Gesetz vorgesehen ist, werden wir kritisch begleiten. Es zeichnet sich bereits jetzt ab, dass ACP ein lukratives Geschäftsmodell werden könnte. Als Verband sagen wir klar: jedem Menschen muss die Hospiz- und Palliativversorgung zur Verfügung stehen, die er braucht und die er sich wünscht, auch, wenn er sich im Vorfeld nicht damit beschäftigt hat. Die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland benennt dies als  „Letztverlässlichkeit“.

Ende Oktober wurden in Berlin die Handlungsempfehlungen der Arbeitsgruppen zu den einzelnen Leitsätzen verabschiedet, die in den letzten drei Jahren erarbeitet worden waren. Der DHPV als einer der drei Träger der Charta freut sich, dass das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BM FSFJ) eine Förderung der Charta-Geschäftsstelle für drei Jahre zugesagt hat, so dass die Umsetzung der Nationalen Strategie zunächst gesichert ist und vorangebracht werden kann. Dazu laden wir Sie auch nochmals herzlich ein, am Fachtag zur Charta am 1.12. in Stuttgart teilzunehmen, lesen Sie zu diesem Thema unten bitte mehr.

Für das Jahresende war die neue Rahmenvereinbarung für stationäre Hospize angekündigt, doch offenbar sind die Verhandlungen der Spitzenverbände mit den Vertreterinnen und Vertretern der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) schwieriger und langwieriger als gedacht, so dass wir im Moment nicht von der neuen Vereinbarung noch in 2016 ausgehen.

Einer unserer Höhepunkte in Baden-Württemberg war natürlich das Verbandsjubiläum anlässlich des 20jährigen Bestehens des HPV, das wir am 13. Juni im Anschluss an die diesjährige Mitgliederversammlung feierlich in Stuttgart begehen konnten. Die Süddeutschen Hospiztage in Bad Boll fanden wie immer großen Anklang und gute Rückmeldungen. Beim Hospiz- und Palliativkongress im Oktober waren viele bekannte Gesichter zu entdecken, einen ausführlicheren Bericht dazu lesen Sie auch in diesem Infobrief.

Nun wünsche ich Ihnen auch im Namen der Vorstandskolleginnen und – kollegen schon jetzt eine trotz aller Aktivitäten auch besinnliche Adventszeit und ein frohes, gesegnetes Weihnachtsfest sowie fürs Jahr 2017 vor allem Gesundheit, Glück und Zufriedenheit. Ich freue mich auf Begegnungen mit Ihnen und Inspirationen von Ihnen, unseren Mitgliedern, die ich auch in diesem Jahr bunt und kreativ erleben durfte wie eh und je.

Herzlich und dankbar grüßt Sie  

Für den Vorstand

Susanne Kränzle, Vorsitzende

 

Aktuelles aus dem Landesverband

2. Hospiz - und Palliativkongress: "Sorge? Los!" am 11. Oktober 2016 in der Liederhalle Stuttgart - Hospiz- und Palliativkultur als Vorbild für eine sorgende Gesellschaft?!

Was heißt schon „Sorge“-? Mit dieser - scheinbar einfachen - Frage beschäftigte sich der 2. Hospiz- und Palliativkongress am 11.10.2016 in der Liederhalle Stuttgart. Rund 500 Teilnehmer/-innen zeigten ihr reges Interesse, Antworten und Anregungen zu diesem Themenkomplex zu finden und auch, um aktuelle Informationen aus dem Hospiz- und Palliativbereich zu erfahren. Neben der Sorge für Menschen, beschäftige Menschen die Sorge und Angst vor dem Sterben, betonte in ihrem Grußwort die Schirmherrin Bettina Limperg, Präsidentin des Bundesgerichtshofs. Trotz der schon etablierten VorSorge in Form von Beratungs- und Begleitungsangeboten gebe es noch Lücken, die gefüllt und ausgebaut gehören, um so stärker das Thema der Sorge und nicht das der Angst in den Vordergrund zu rücken.

In ihren Vorträgen schlugen die Referenten und Referentinnen einen Bogen von den historischen Anfängen des Hospizgedankens in Deutschland hin zum aktuellen Stand aus politischer, soziologischer und philosophischer Sicht. Deutlich wurde, von welch hoher Komplexität und Spannungsfeldern die Hospiz- und Palliativarbeit heute geprägt ist. Gerda Graf, Ehrenvorsitzende des Deutschen Hospiz- und PalliativVerband e. V. (DHPV), bezeichnete in Ihrem dialogischen Beitrag, gemeinsam mit Andrea Fischer, Bundesministerin a. D., die wesentliche Funktion der ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen als die einer „Wächterfunktion“. Ehrenamtliche stünden für Neutralität im System, so Graf. Sie plädierte dafür, die Ansätze der Hospizbewegung und der Sorgekultur ernst zu nehmen und auf andere Institutionen wie Krankenhäuser und Altenhilfeeinrichtungen zu übertragen.

Prof. Dr. Andreas Heller, Vorstand des Instituts für Palliative Care und Organisationsethik / IFF Wien, sieht in der aktuellen Entwicklung der Hospiz- und Palliativarbeit die Gefahr einer Überregulierung und „Palliativindustrie“, eine Pathologisierung des Sterbens und der Trauer sowie eine Nichtberücksichtigung der sozialen und spirituellen Dimension. Die Haltung mit Blick auf die Entwicklung hin zu einer sorgenden Gesellschaft heiße, den Menschen nicht nur als Kunden zu sehen, sondern die aktuell bestehende, durchweg ökonomische Sicht zu überwinden. Die politische Dimension der Hospizarbeit sei das Prinzip der Gastfreundschaft gegenüber Fremden, die „absichtslose Gastfreundschaft“, so Heller und somit „Friedensarbeit“ und betone den Respekt vor der Schutzbedürftigkeit des Lebens.

Insgesamt zwölf Foren thematisierten am Nachmittag unterschiedliche, gesellschaftliche Sorgebereiche: Wie kann der Umgang mit der zunehmenden Zahl von Menschen mit Demenz und die Begleitung und Betreuung in hospizlichen und palliativen Sorge-Kontexten gelingen? - Sorgende Gemeinde im Leben und Sterben und ein besseres Verständnis für Menschen mit Migrations- und Fluchthintergrund in den Begleitungen, etc. Doch auch die politische Dimension wurde thematisiert: So wurde eine erste Bilanz nach der Einführung des Hospiz- und Palliativgesetzes im Jahr 2015 gezogen.

Der Kongress zeichnete sich durch eine große atmosphärische Offenheit und Themenvielfalt aus. Die Vision für die nächsten Jahre im Hinblick auf eine gelingende Hospizarbeit, stellt trotz und gerade wegen der zunehmenden ökonomischen Entwicklungen klar den Menschen in den Mittelpunkt der SORGE. Jede Gemeinde, jeder Landkreis soll den Hospizgedanken und die Hospizkultur kennen und sich für eine Sorgekultur, eine „caring society“, einsetzen. Der Hospizgedanke und die Palliativversorgung sind Vorbild für die Realisierung dieser Vision, dies hat der 2. Hospiz- und Palliativkongress Baden-Württemberg in all seiner Vielfalt bestätigt.

Christine Boß-Engelbrecht, MAS Palliative Care, Referentin des Vorstandes des Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg e. V.

Rückblick: Regionale Mitgliederversammlungen Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg e. V.

Am 8.11. fand in Illerrrieden die regionale Mitgliederversammlung der Region Süd-Württemberg mit der Regionalpatin Susanne Kränzle sowie am 9.11. das Treffen der Mitglieder aus Nordbaden mit Frank Schöberl als Regionalpaten statt. Unterstützt wurden sie von unserer Referentin Christine Boß-Engelbrecht. Die Themen der Versammlungen waren neben der Berichterstattung des Vorstandes zu seinen aktuellen Aktivitäten, die Situation des Hospizes in Wangen, die Berichte aus den Hospizgruppen mit Informationen über die vielen spannenden, sowohl zurückliegenden als auch geplanten Aktivitäten und ein Input zum Thema: "Advanced Care Planning" (Versorgungsplanung) von Christine Boß-Engelbrecht. Neben den inhatlichen Schwerpunkten konnte auf die Fragen und Themen der Teilnehmenden ausführlich eingegangen werden. Die rege Diskussion zeigte wie hoch das Interesse an Austausch, Information und letztendlich an Vernetzung ist.

"Bevor ich sterbe, möchte ich...", die Tafeln der weltweiten Kunstaktion unterwegs im Land

Im Jahr 2016 wurden die "Sterbetafeln" des HPVBW von folgenden Hospizeinrichtungen in Baden-Württemberg ausgeliehen: Ambulanter Kinder- und Jugendhospizdienst Sternentraum, Ambulanter Hospizdienst Baden-Baden, Hospiz Karlsruhe, Ambulanter Hospizdienst Oberes Gäu, Ökumenischer Hospizdienst Böblingen, Ambulanter Hospizdienst Bruchsal, Ambulanter Hospizdienst Weil im Schönbuch. Die Tafeln unterstützten die Hospizeinrichtungen bei ihrer Öffentlichkeitsarbeit zum Welthospiztag und bei den Jubiläen, und inspirierten Jung wie Alt ihre Wünsche und Gedanken aufzuschreiben. - Edit 19.12.2017: Die Tafeln sind mittlerweile nicht mehr ausleihbar - Interessenten finden alle Informationen unter http://candychang.com/work/before-i-die-in-nola/

Geschützter Mitgliederbereich

Auf unserer Homepage stellen wir Einladungen, Protokolle und Arbeitshilfen im „geschützten Mitgliederbereich“ ein. Sie finden diese Rubrik auf unserer Homepage unter http://hpvbw.de/mitglieder - bitte folgen Sie dort für die Erstregistrierung dem Punkt „Neues Benutzerkonto erstellen“. Mitgliedseinrichtungen können sich ein gemeinsames Konto für mehrere Mitarbeiter/innen oder auch einzelne, persönliche Benutzerkonten einrichten. Bei Fragen, wenden Sie sich bitte an unsere Geschäftsstelle.

Mitgliederstand: 191

Wir begrüßen unser jüngstes Mitglied, die Hospiz- und Palliativkooperation Stuttgart gGmbH.

Aktuelles aus den Arbeitskreisen

Arbeitskreis Ambulante Hospizarbeit

  • Nächstes AK-Treffen: 23. November 2016, von 12:00 bis 15:00 Uhr, in der Geschäftsstelle in Bietigheim-Bissingen.

Arbeitskreis Kinder- und Jugendhospizdienste am 20. Oktober 2016 in Sigmaringen

In der unmittelbaren Nachbarschaft des Schlosses in Sigmaringen durften am 20. Oktober der AK Kinder- und Jugendhospizdienste tagen. Als Hauptthema stand die Frage im Raum, was den Umfang von palliativ-pflegerischer Beratung und deren Profil ausmacht. Laut § 39a erbringen die Koordinatorinnen solche Gespräche, doch was verstehen wir darunter und wo sind auch Grenzen? Im nachmittäglichen kollegialen Austausch ging es um die mitgebrachten Fragen, die sich um folgende Themen drehten:

  • Wie gehen wir mit Langzeitbegleitungen um?

  • Wen begleiten wir eigentlich? Und wem bieten wir Begleitung an?

  • Wo gibt es Erfahrungen von Begleitung von Flüchtlingen? Und was ist dabei eventuell im Besonderen zu beachten?

Eine lebendige Runde, die zeigte, wie wichtig immer wieder der Austausch untereinander ist, um neue Impulse  - neben Fachinformationen - zu bekommen und die auch zur Selbstversicherung oder Reflextion dienen.

Die nächsten beiden Treffen finden wie folgt statt:

  • 21. März 2017 in Ludwigsburg
  • 14. November 2017 in Stuttgart
Sabine Horn, 1. stellvertretende Vorsitzende

 

Arbeitskreis Kinder- und Jugendtrauer

  • Nächstes AK-Treffen: 01.02.2017 (Tagungsort in Planung)

Arbeitskreis Stationäre Hospize

  • Nächstes AK-Treffen: Klausurtage 2017: 16.05. bis 17.05.2017 in Löwenstein

Aktuelles aus den Mitgliedseinrichtungen

Jubiläum

Wir gratulieren herzlich zum Jubiläum im Jahr 2016:

  • 25 Jahre Arbeitskreis Sterben und Leben Bad Cannstatt
  • 25 Jahre Ambuanter Hospizdienst e. V. Weil der Stadt
  • 20 Jahre Ambulanter Hospizdienst Balingen
  • 20 Jahre Ambulanter Ökumenischer Hospizdienst Mosbach
  • 20 Jahre Ökumenische Hospizinitiative Ludwigsburg
  • 15 Jahre Ambulanter Hospizdienst Weingarten
  • 10 Jahre Ambulanter Kinder- und Jugendhospizdienst Region Böblingen
  • 10 Jahre Sterbe- und Trauerbegleitung Neckar/Kocher/Jagst
  • 5 Jahre Ambulanter Kinder- und Jugendhospizdienst Reutlingen

Aus den Gruppen

Kurze Nachrichten aus den Mitgliedseinrichtungen finden Sie unter http://hpvbw.de/mitglieder/gruppen

 

Informationen vom Deutschen Hospiz- und PalliativVerband e. V.

Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband feiert 2017 sein 25-jähriges Bestehen. Seit 25 Jahren vertritt der DHPV die Belange schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland und ist die bundesweite Interessenvertretung der Hospizbewegung.

Weitere Informationen unter www.dhpv.de

ServicePoint Hospiz Nord – ambulante Hospizförderung § 39a Abs. 2 SGB V

§ 39a SGB V / Bezugsgröße gem. § 18 Abs. 1 SGB IV

  • Im September 2016 wurden die vorläufigen Rechengrößen in der Sozialversicherung für das Jahr 2017 veröffentlicht. Danach beträgt die monatliche Bezugsgröße nach § 18 Abs. 1 SGB IV ab 1.01.2017: 2975,00 €. Der daraus errechnete €-Betrag (13% der monatlichen Bezugsgröße) für die einzelne Leistungseinheit der ambulanten Hospizdienste gem. § 39a Abs. 2 SGB V steigt auf dieser Grundlage von 377,65 € in diesem Jahr auf 386,75 € im Jahr 2017. Im Rahmen der Finanzierung der stationären Hospizarbeit entsprechen 9% der monatlichen Bezugsgröße im Jahr 2017: 267,75 €. Die Rechengrößen werden erst nach Beschlussfassung im Bundeskabinett und anschließender Beschlussfassung im Bundesrat rechtskräftig. Damit ist erfahrungsgemäß erst Ende November bzw. Anfang Dezember 2016 zu rechnen.

Das Förderverfahren durch die privaten Krankenversicherungen (PKV)

  • Das Inkrafttreten des Gesetzes zur Stärkung der Hospiz- und Palliativversorgung, dem Hospiz- und Palliativgesetz (HPG) und die daraus resultierende veränderte Rahmenvereinbarung nach § 39a SGB V erforderte eine Überarbeitung des Vertrages mit der PKV. Ergänzt wurde in der überarbeiteten Version die Förderung der Sachkosten. Ebenfalls wurde die Frist der Antragsstellung an die PKV auf den 31.10. des Jahres festgelegt. Da im Förderjahr 2016 sich das Antragsverfahren und die Auszahlung der Fördergelder verschoben hat, kann die Förderung der PKV entsprechend später beantragt werden. Es gilt das Eingangsdatum des Förderbescheids der gesetzlichen Krankenkassen (GKV). Auf dem Antrag an die PKV ist die Angabe zum Beihilfestatus des Versicherten immer auszufüllen, unabhängig davon ob der/die Verstorbene beihilfeberechtigt war oder nicht.

Beteiligung Beihilfestellen

  • Die Hospizdienste sind verpflichtet, den Kostenbeitrag bei den Beihilfestellen zu beantragen. Die Rechnungsstellung bei der Beihilfe erfolgt nicht durch die Angehörigen, sondern immer zeitnah nach Beendigung der Begleitung durch den Hospizdienst! Zur Zeit sind neun Beihilfestellen dem Vertrag beigetreten. Wichtig ist, den genauen Namen der Beihilfe zu dokumentieren. Ab dem Datum des Beitritts kann der Kostenbeitrag bei den Beihilfestellen angefordert werden. Dieser Betrag muss beim nächsten Förderverfahren 2017 beim Antrag an die PKV aufgeführt werden. Der Anteil der PKV verringert sich um diesen Betrag, den die Beihilfestelle bereits an den Hospizdienst gezahlt hatte.

Statistik-Dateien 

  • Die Statistik-Datei für die Ambulanten Hospizdienste und die ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienste für die Dokumentation der Begleitungsdaten wurde von Peter Balz, dem Entwickler der Statistik-Datei, an die neue Rahmenvereinbarung 2016 angepasst. Für alle Anfragen zur Weiterentwicklung, Korrektur oder Anpassung der Hospizstatistik sowie Fragen zur Handhabung, wenden Sie sich bitte an Herrn Peter Balz (E-Mailadresse über die 3 ServicePoints Hospiz erhältlich).
Informationen auch unter: http://hpvbw.de/servicepoint

Termine und Veranstaltungen

Charta-Fachtag in Stuttgart-Möhringen

Als Landesverband möchten wir die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Baden-Württemberg stärker etablieren. Wichtige Impulsgeber vor Ort sind vor allem die Hospize und Hospizeinrichtungen. Doch wie kann die Charta in der Öffentlichkeit bekannter und umgesetzt werden? Im Rahmen eines Fachtages möchten wir unseren Mitgliedern und Interessierten konkrete Informationen zu den Inhalten und den Handlungsempfehlungen sowie Anregungen zur Umsetzung der Charta in ihrer jeweiligen Region geben. Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer!

  • Datum: 01. Dezember 2016
  • Ort: Bürgerhaus Möhringen, Filderbahnplatz 32 in Stuttgart-Möhringen
  • Anmeldeschluss: 20. November 2016
  • Ausschreibung unter http://hpvbw/node/9114

Regionale Mitgliederversammlungen des Hospiz- und PalliativVerbandes Baden-Württemberg e. V.

In allen vier Regionen Baden-Württembergs finden im Herbst 2016 wieder regionale Mitgliedertreffen statt. Geleitet werden die Treffen von den jeweiligen Regionalpaten/-innen und unterstützt von unserer Referentin Christine Boß-Engelbrecht.

Bitte notieren Sie folgende Termine:

  • Süd-Württemberg: 7. November 2017, 10:15 bis 16:00 Uhr in Balingen, Regionalpatin: Susanne Kränzle
  • Nord-Baden: 15. November 2017, 10:00 bis 15:00 Uhr in Osterburken, Regionalpate: Frank Schöberl
  • Nord-Württemberg: Termin in Planung
  • Süd-Baden: Termin in Planung

Die aktuellen Termine finden sie unter: http://hpvbw.de/mitglieder

Jährliche Mitgliederversammlung für alle Mitgliedseinrichtungen 2017:

  • Termin in Planung
  • Ort: Karlsruhe

Fortbildungsangebote für Mitglieder des HPVBW

Coaching für hauptamtliche Koordinatorinnen und Koordinatoren

Frühjahr: 24. und 25. März 2017

  • Ort: Evangelische Tagungsstätte Löwenstein
  • Anmeldeschluss: 28. Dezember 2016
  • Ausschreibung unter http://hpvbw.de/node/9195

Herbst: 24. und 25. November 2017

  • Ort: Stift Urach
  • Ausschreibung folgt

Palliative Versorgung zu Hause (Mentorenkurs)

Das Projekt "Palliative Versorgung zu Hause" wird von der AOK - Die Gesundheitskasse Baden-Württemberg unterstützt. Ziel dieser Schulung ist es Mentoren auszubilden, die dann vor Ort Kurse für Angehörige anbieten und durchführen.

  • Termin: 27. bis 28. März 2017
  • Ort: Stuttgart, Haus Birkach
  • Anmeldeschluss: 22. Dezember 2016
  • Ausschreibung und Informationen unter http://hpvbw.de/node/9040

Sonstige Veranstaltungen

Süddeutsche Hospiztage 2017:`...und wenn sie noch nicht gestorben sind - Hospiz 2030`

  • Termin: 5. bis 7. Juli 2017
  • Ort: Katholische Akademie Freiburg

Beachten Sie bitte auch unseren umfangreichen Veranstaltungskalender im Internet: http://hpvbw.de/termine

Literaturempfehlungen

Leidfaden - Fachmagazin für Krisen, Leid und Trauer: Flucht vor der Heimat - ewige Trauer oder Aufbruch zu neuen Ufern?

  • Die Beiträge dieser Ausgabe drehen sich rund um die Themen Heimat - Heimatverlust und Trauer. Sie vermitteln verständlich einen fundierten, sehr sensiblen und umfassenden Einblick in Themen, wie zum Beispiel: Was ist Heimat?, Notfallseelsorge bei Flüchtlingen, Heimatverlust und -wiedergewinn, etc. In Zeiten der Flüchtlingsproblematik eine erst recht empfehlenswerte Lektüre. Ausgabe 3/2016, ISSN 2192-1202, Verlag Vandenhoeck & Ruprecht. Einzelexemplare können für 20,00 € beim Verlag bestellt werden. Informationen unter www.v-r.de

"Und draußen steht der Tod" - Geschichten vom Leben und Sterben. Hrsg: Ak Sterben und Leben, Bad Cannstatt

  • Anläßlich seines 25-jährigen Jubiläums hat der Arbeitskreis Sterben und Leben Bad Cannstatt ein sehr ansprechrendes und berührendes Buch herausgebracht: "Und draußen steht der Tod" - Geschichten vom Leben und Sterben, geschrieben von ehrenamtlichen Hospizbegleiter/-innen. Dieses Buch ist ein Schatz an Erzählungen von Begegnungen des Friedens, der Klärungen, des Abschieds und des Leids. Immer wieder zeigen sich auch kleine Lichtblicke und humorvolle Momente. Diese Sammlung von Erfahrungen vermittelt eindrücklich und fühlbar wie vielschichtig, vielseitig und unterschiedlich die Situationen und Begegnungen in der Hospizarbeit sind. Es wurde den Erzähler/-innen klar: Es gibt nicht „das Begleiten“ von Sterbenden. Es ist ein Einlassen auf jeden Moment im Jetzt, mit diesem Menschen, in dieser Situation, an diesem Bett. Sterbebegleitung kann nicht geübt werden, Sterbebegleitung muss man erleben und erfahren. Die Intuition, das Wahrnehmen der eigenen Gefühle, ein Offen-sein für den Anderen und seine augenblickliche Situation sind das Wesentliche. Die Geschichten zeigen das Leben vor dem Schritt über die Schwelle. Und manchmal blieb der Tod noch für eine ganze Weile vor der Tür. Die Erzählungen mögen Sie neugierig, mutig und offener machen für unkonventionelle Lösungen, für intuitive Spontaneität und für das stille Dasein. Zu bestellen unter: Arbeitskreis Sterben und Leben, Kristina Patzak, Tel.: 0711/5920364; Preis: 8,50 € (1 Euro geht an das ambulante Kinderhospiz, St. Martin, Stuttgart), ISBN 978-3-9817022-4-8.

 

Wir freuen uns über Nachrichten aus Ihrer Hospizeinrichtung! Senden Sie Ihre Nachrichten und gerne auch Anregungen an unsere Geschäftsstelle.

Ihr Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg