Ausgabe September 2018

Vorwort

Liebe Mitglieder, liebe Freundinnen und Freunde des Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg e. V.,

der Sommer ist vorüber, der Herbst ist da – welch eine Sommerzeit wir in diesem Jahr hatten. Die einen freuten sich über die Hitze, den anderen war sie doch zu viel. Die Expertinnen und Experten streiten sich darüber, ob uns diese Hitzewellen nun im Zeichen des Klimawandels regelmäßig erreichen werden oder ob das nur ein Ausnahmesommer gewesen sein mag, der allerdings der Landwirtschaft und unseren Wäldern, Flüssen und Seen gewaltig zu schaffen machte. Was wird die Zukunft bringen – wir wissen es nicht. Wir können nur je an unserem Platz dafür sorgen, dass wir verantwortungsvoll mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen umgehen und achtsam sind im Umgang mit unserer Umwelt und auch mit unseren Mitmenschen.

Das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg stellte Mitte September bei einem sehr gelungenen und nachgefragten Bürgertag vor, was im Hinblick auf die Zukunft der Hospiz- und Palliativversorgung im Land geschehen soll. Gemeinsam mit dem Landesbeirat, in dem der Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg e. V. Mitglied ist, wurden entlang des Aktionsplans Palliative Care für Baden-Württemberg verschiedene Maßnahmen auf den Weg gebracht.

Wir sind froh und glücklich, dazu unseren Beitrag leisten zu können. Das im Auftrag des Landesbeirats und mit Mitteln des Landes von uns aufzubauende Bürgerinformationsportal, das unter www.hospiz-palliativ-bw.de und auf unserer Homepage zum Ende des Jahres an den Start gehen wird, ist im Werden – hier geht mein großer Dank an unsere Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle, die sich mächtig ins Zeug legen, und an eine Studierende, die im Rahmen eines Projektsemesters gerade zum richtigsten Zeitpunkt zur Verfügung stehen konnte – DANKESCHÖN!

Dass unsere Kursangebot „Letzte Hilfe“ und „Hospiz macht Schule“ solch großen Anklang findet, freut uns. Es bestätigt einmal mehr, wie dynamisch und lebendig die Hospizbewegung in unserem Land ist, und dass sie sich trotz allem, was bereits erreicht wurde, nicht auszuruhen gedenkt, sondern sich stets weiterentwickelt. Da macht die Vorstandsarbeit noch mehr Spaß, und wir werden uns bemühen, auch zukünftig immer wieder etwas anzubieten, das die Dienste ganz konkret in ihrem Tun vor Ort unterstützt und weiterbringt. Wir freuen uns auf die Begegnungen und den Austausch im Rahmen der Regionalen Mitgliederversammlungen und nehmen Ihre Anregungen gerne auf.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen im Namen des gesamten Vorstands und der Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle eine schöne, bunte Herbstzeit und grüße Sie herzlich und dankbar,

Susanne Kränzle, Vorsitzende


Aktuelles aus dem Landesverband

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Mitgliederstand

Im Juli 2018 beigetreten ist der:

  • Kinder- und Jugendhospizdienst des Hohenlohekreis, Region Öhringen

Im September 2018 beigetreten sind:

  • Ortenauer Kinder- und Jugendhospizdienst, Offenburg
  • Ein Hospiz für Tübingen e.V., Förderverein Tübingen

Aktuell sind 206 Hospiz- und Palliativeinrichtungen Mitglied im Hospiz- und Palliativ Verband.

Für die Arbeit in Ihrer Region wünschen wir viel Erfolg und gutes Gelingen!

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Jubiläum

Wir gratulieren herzlich zum Jubiläum im Jahr 2018:

  • 25 Jahre Hospizverein Lahr
  • 25 Jahre Hospizgruppe Sigmaringen e.V.
  • 20 Jahre Hospizgruppe Vaihingen Enz
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Aktuelles aus den Arbeitskreisen

Arbeitskreis Ambulante Hospizarbeit

Das nächste AK-Treffen ist am Donnerstag, den 11.10.2018 in Ulm. - Weitere Informationen erhalten Sie bei der Leitung des Arbeitskreises: Silvia Ulbrich-Bierig, Vorstandsmitglied HPVBW. – Allgemeine Informationen unter: https://hpvbw.de/ambulant

Arbeitskreis Kinder- und Jugendhospizarbeit

Der AK Kinder- und Jugendhospizarbeit traf sich am 17. Juli 2018 im neuen Kinderhospiz Stuttgart. Frau Michaela Müller stellte das vom Land Baden-Württemberg geförderte Projekt „Qualifizierung durch Hospitation“ informativ vor und führte durch das neue Kinder- und Jugendhospiz.

Weitere Themenschwerpunkte waren der Bericht vom AK Kinder- und Jugendtrauer und der Erfahrungsaustausch mit den Richtlinien des DSGVO und deren Umsetzung.

Das Grundlagenpapier des HPVBW zur Kinderhospizarbeit „Ambulante Kinderhospizarbeit – Definition und Standards der Kinderhospizarbeit in Baden-Württemberg“ wurde in Arbeitsgruppen bearbeitet und im Plenum besprochen.

Bernhard Bayer berichtete vom Fachgruppentreffen des Deutschen Hospiz- und PalliativVerband e. V. (DHPV) in Olpe u.a. über die Förderquote und Rahmenvereinbarungen für ambulante Kinder- und Jugendhospizdienste. Informiert wurde auch über die Handreichung des Bundesverbands „Das frühgeborene Kind e.V“ zum Thema Palliativversorgung und Trauerbegleitung: „Leitsätze für Palliativversorgung und Trauerbegleitung in der Peri- und Neonatologie“.

Das nächste AK-Treffen ist am Dienstag, den 19. März 2019 im Bereich Tübingen/Reutlingen. Weitere Informationen erhalten Sie bei der Leitung des Arbeitskreises: Helena Gareis, Vorstandsmitglied HPVBW und Bernhard Bayer, Hospiz St. Martin. - Allgemeine Informationen zur Kinder- und Jugendhospizarbeit: https://hpvbw.de/kinder-und-jugendhospizarbeit

Arbeitskreis Kinder- und Jugendtrauer

Der AK Kinder- und Jugendtrauer traf sich zu seiner 13. Sitzung am 12. September 2018 in Ludwigsburg. In Arbeitsgruppen wurden vorhandene und denkbare Strukturen in der Kinder- und Jugendtrauerarbeit näher beleuchtet und hinterfragt. Die nächste Sitzung findet am 13. Februar 2019 von 10:00 – 15:00 Uhr statt. Der Ort wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Weitere Informationen erhalten Sie im Protokoll im geschützten Mitgliederbereich und bei der Leitung des Arbeitskreises, Kirsten Allgayer, Vorstandsmitglied des HPVBW.

Allgemeine Informationen unter: https://hpvbw.de/kinder-und-jugendhospizarbeit

Arbeitskreis Stationäre Hospize

Das Herbsttreffen des AK Stationäre Hospize findet am Donnerstag, 8. November 2018 statt. Dann soll es um die psycho-soziale Betreuung in den Hospizen gehen. Hierzu werden dann, neben den Leitungen der Hospize, auch die Mitarbeiter/-innen in den sozialen Diensten usw. eingeladen. Einladungen werden rechtzeitig vorher per E-Mail versandt und sind für Mitglieder dann auch im geschützten Mitgliederbereich des Arbeitskreises hinterlegt.

Die Klausurtagung 2019 findet von Mittwoch, den 22.05.2019 bis Donnerstag, den 23.05.2019 im Kloster Reute statt.

Weitere Informationen und Beratung erhalten Sie bei der Leitung des Arbeitskreises: Ute Epple und Frank Schöberl. Allgemeine Informationen zur Hospizarbeit finden Sie unter: https://hpvbw.de/stationaer

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Umsetzung der Hospiz- und Palliativversorgungskonzeption für Baden-Württemberg: Projekt Bürgerinformationsportal – Auftrag an den HPVBW

Das Team des HPVBW arbeitet weiterhin intensiv am Aufbau des Internetauftritts für das Bürgerinformationsportal Baden-Württemberg (wir berichteten ausführlich darüber in der Ausgabe vom Juni 2018), welches zum 31.12.2018 startbereit sein wird.

Das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg hatte am 14. September 2018 zum Bürgertag „Zukunft der Hospiz-und Palliativversorgung“ in die Sparkassenakademie nach Stuttgart eingeladen. Herr Dr. Berger und Herr Stede vom Ministerium stellten u.a. die ersten Ergebnisse des im Aufbau befindlichen Bürgerinformationsportal anschaulich vor. Ein Informationsstand des HPVBW mit aktuellen Entwürfen gab den Teilnehmer*innen die Möglichkeit, sich im persönlichen Gespräch intensiv mit dem Projekt und dessen Zielen auseinanderzusetzen. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten diese Möglichkeit, und es entwickelten sich interessante und informative Gespräche.

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Hospiz- und Palliativversorgung Baden-Württemberg

Auf dem 1. Bürgertag zur Zukunft der Hospiz- und Palliativversorgung in Baden-Württemberg diskutierten am 14. September in Stuttgart rund 200 Bürgerinnen und Bürger darüber, wie Sterbende und deren Angehörige auf ihrem letzten gemeinsamen Weg möglichst einfühlsam und schmerzlindernd begleitet werden können.

Verschiedene Grußworte, u.a. vom Vorstand des HPVBW durch Frau Dr. Pfeffer, eröffneten den Veranstaltungsnachmittag. Nach sehr informativen Fachvorträgen zum Thema „Stärkung der palliativen Kompetenzen in Pflegeeinrichtungen“ durch Frau Prof. Dr. Becker aus Freiburg und der Trauerbegleiterin Frau Landenberger vom Hospiz Esslingen wurde das Maßnahmenpaket 2018 des Ministeriums für Soziales und Integration Baden-Württemberg von Herrn Dr. Berger und Herrn Stede gemeinsam vorgestellt, für das 2018/2019 ein Volumen von 1,3 Millionen Euro für fünf Schwerpunkte zur Verfügung steht:

Stärkung der Palliativkompetenz in Pflegeeinrichtungen

Ab 15. September 2018 fördert das Land die Teilnahme von Beschäftigten stationärer Pflegeeinrichtungen an einem Kurs zur Begleitung sterbender Menschen in Pflegeheimen mit bis zu 1000 Euro.

Förderung der Trauerbegleitung in Baden-Württemberg

Ab 15. September 2018 fördert das Land die Teilnahme an Weiterbildungskursen in der Trauerbegleitung mit bis zu 700 Euro.

Palliative Care BW: Förderung stationärer Hospize in Baden-Württemberg

Vom 1. Juni 2018 bis zum 31. Oktober 2019 fördert das Land für jeden neu entstehenden Hospizplatz investive Maßnahmen mit bis zu 10.000 Euro.

Hospiz-und Palliativ-Informationsportal für Baden-Württemberg

Bis Ende 2018 wird der Internetauftritt des Hospiz-und Palliativverbands Baden-Württemberg um ein landesweites, umfassendes Informationsportal erweitert.

Qualifizierung durch Hospitation im Kinder- und Jugendhospiz Stuttgart

Von August 2018 bis Ende 2019 können u. a. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ambulanter Kinder- und Jugendhospizdienste aus Baden-Württemberg für zwei Wochen im stationären Kinder- und Jugendhospiz Stuttgart hospitieren. Ziel ist eine Verbesserung der sektorenübergreifenden Zusammenarbeit sowie der Wissens- und Erfahrungsaustausch.

Nähere Informationen und Anträge zur Förderung der „Trauerbegleitung“ und „Palliativkompetenz in Pflegeheimen“ können ab 15. September 2018 unter https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/service/foerderaufru… abgerufen bzw. gestellt werden.

Nach Antragstellung beim Ministerium und dem positiven Bescheid können bei qualifizierten Bildungsträgern die Kurse für „Trauerbegleitung“ und „Begleitung sterbender Menschen in Pflegeheimen“ belegt werden. Der Träger der Bildungsmaßnahme rechnet direkt mit dem Ministerium ab.

Den Abschluss der Veranstaltung machte Frau Staatsekretärin Bärbl Mielich MdL. Sie betonte, dass diese Unterstützungsstruktur in Baden-Württemberg einmalig sei. Es sei ihr sehr wichtig, das „Angstthema Sterben“ in die Mitte der Gesellschaft zu holen und zu thematisieren. Den Vorschlag, dass in jedem Pflegeheim ein Palliativteam oder ein Palliativbeauftragter sein sollte, um den Bewohnern ein würdevolles Leben bis zuletzt zu ermöglichen, möchte sie aufgreifen und sich für die Finanzierung solcher Strukturen auf Bundesebene einsetzen. Frau Staatssekretärin Mielich bedankte sich abschließend für die vielen wertvollen Impulse und das Engagement der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an diesem ersten Bürgertag.


ServicePoint Hospiz Nord

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Ambulante Hospizförderung § 39a Abs. 2 SGB V

Förderverfahren Ambulanter Hospizdienste 2018

Auch wenn es dann letztlich die zweite Juliwoche wurde, bis die Förderbescheide und das Geld der gesetzlichen Krankenkassen bei den Diensten eintrafen, so hoffen wir doch, dass dafür die Antragsstellung und Ausbezahlung der Privaten Krankenkassen zügig und reibungslos verlief. Die Dienste, die diesen Antrag noch nicht gestellt haben, mögen es bitte tun, denn die Abgabefrist endet am 31. Oktober 2018. Dieser Antrag geht direkt an die PKV. Die dazu nötigen Informationen finden Sie auf unserer Homepage.

Alle Informationen zur ambulanten Hospizförderung in Baden-Württemberg: https://hpvbw.de/servicepoint


Informationen vom Deutschen Hospiz- und PalliativVerband e. V.

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Welthospiztag 2018

Der Welthospiztag 2018 findet am 13. Oktober unter dem Motto „Weil du wichtig bist!“ statt. Damit schlägt der DHPV eine Brücke zum internationalen Motto „Because I matter“ und stellt die gelebte Erfahrung von schwerstkranken und sterbenden Menschen ins Zentrum. Das Motto ist somit auch eine Verneigung vor Cicely Saunders, die in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre, sowie eine Reminiszenz an ihren bekannten Ausspruch "Du zählst, weil Du du bist. Und du wirst bis zum letzten Augenblick deines Lebens eine Bedeutung haben." Auch in diesem Jahr stellt der DHPV den Einrichtungen Material zur Verfügung, welches bei der Gestaltung des Welthospiztages unterstützt. www.dhpv.de/aktuelles_detail/items/welthospiztag-2018-motto-und-materia…

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DHPV–Handreichung zur Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)

Für den Datenschutz im Rahmen der Hospizarbeit und Palliativversorgung ist ab dem 25. Mai 2018 die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) allgemein und unmittelbar anzuwenden. Die Broschüre soll einen Einstieg für jeden ambulanten Hospizdienst und jedes stationäre Hospiz zum Thema Datenschutz und eine Grundlage für die Umsetzung der datenschutzrechtlichen Regelungen vor Ort geben, das Datenschutzbewusstsein fördern sowie Berührungsängste hinsichtlich der komplexen Rechtsmaterie des Datenschutzes abbauen helfen. Sie liegt als Download und in gedruckter Form vor. www.dhpv.de/tl_files/public/Service/Broschueren/FACHGRUPPEN_2/Broschuer…


Termine und Veranstaltungen

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Regionale Mitgliederversammlungen des Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg e. V.

In allen vier Regionen Baden-Württembergs finden im Herbst 2018 wieder regionale Mitgliedertreffen statt, zu denen die Einladungen rechtzeitig versandt werden:

  • Nord-Württemberg am 17.10.2018
  • Süd-Württemberg am 06.11.2018
  • Nord-Baden am 14.11.2018
  • Süd-Baden am 21.11.2018

Weitere Veranstaltungs-Termine finden Sie unter https://hpvbw.de/mitglieder/termine

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Rückblick Jahresmitgliederversammlung 2018

Am 21. Juni 2018 fand die diesjährige Mitgliederversammlung des Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg e. V. (HPVBW) statt. Aus allen Teilen des Landes waren Vertreterinnen und Vertreter der Mitgliedseinrichtungen nach Bietigheim-Bissingen angereist, wo im Kronenzentrum bestens versorgt getagt werden konnte. Zu Beginn sprachen der Bietigheimer OB Kessing und vom Sozialministerium Dr. Berger Grußworte. OB Kessing betonte die Wichtigkeit der Hospizarbeit in der Stadt, und dass sie aus der Stadt nicht wegzudenken sei. Dr. Berger überbrachte Grüße von Sozialminister Lucha und berichtete von der deutlich erweiterten finanziellen Förderung der Hospiz- und Palliativversorgung durch das Land, die sich in Form verschiedener Projekte niederschlage. Alle Projekte seien in guter Zusammenarbeit mit dem Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg e. V. entstanden, wofür er sich bei der Vorsitzenden Susanne Kränzle und den Vorstandsmitgliedern bedankte. Nach dem umfangreichen Vorstands- und Kassenbericht und der Aussprache dazu schloss Susanne Kränzle den formalen Teil der Mitgliederversammlung mit den Worten, es sei einmal mehr deutlich, dass die Hospizbewegung im Land gut aufgestellt, „bunt, vielfältig und umtriebig“ sei. Der Nachmittag war einem Thema gewidmet, über das Bettina Hagedorn aus Dortmund sprach. Es ging um Struktur, Inhalte und Wirkung von „Hospiz macht Schule“, einem Projekt, das kindgerecht die Themen Sterben, Tod und Trauer vermittelt und seit mehr als zehn Jahren mit großem Erfolg und besten Rückmeldungen in 3. und 4. Grundschulklassen durchgeführt wird. Frau Hagedorns Begeisterung ging auf die Zuhörerinnen über, so dass der Wunsch, die entsprechende Qualifizierung für die Durchführung des Projektes den Mitgliedseinrichtungen des Verbandes nun tatsächlich noch in diesem Jahr in Baden-Württemberg angeboten werden kann. Abschließend waren die Teilnehmenden zu einer „Beginen“-Führung und zu einem Bummel durch die Altstadt eingeladen, hatte doch OB Kessing gesagt, zwei bis drei Stunden in Bietigheim seien wie anderswo ein ganzer Tag Urlaub.

„Hospiz macht Schule“

Nachdem der Vortrag von Frau Hagedorn bei der Mitgliederversammlung solchen Anklang gefunden hat, haben wir in aller Kürze eine Schulung in Ba-Wü für den 05. und 06. Oktober in Ludwigsburg organisiert. Bereits nach kurzer Zeit standen keine Plätze mehr zur Verfügung. Wenn sich Ihr Dienst sich für das Angebot interessiert, melden Sie sich bitte in unserer Geschäftsstelle.

„Letzte Hilfe“ – Dr. med. Bollig – Kursangebot für Mitglieder des HPVBW

Großes Interesse hat das Kursangebot „Letzte Hilfe“ bei den Mitgliedseinrichtungen geweckt. Alle drei Kurse sind mittlerweile mit jeweils 20 Teilnehmer*innen voll belegt. Wir freuen uns über die große Resonanz und danken sehr den gastgebenden Einrichtungen in Bietigheim-Bissingen, Ravensburg und Baden-Baden.

Weitere Informationen zu diesem Konzept finden Sie auf der Homepage im geschützten Mitgliederbereich unter www.hpvbw.de/mitglieder/fortbildungen oder direkt unter www.hpvbw.de/node/11416

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Sonstige Veranstaltungen

Süddeutsche Hospiztage

Die 19. Süddeutschen Hospiztage fanden vom 4. - 6. Juli 2018 in Stuttgart-Hohenheim statt unter dem Thema „Fassen, was nicht zu fassen ist“.

Die Tagungsdokumentation steht den Teilnehmer/-innen der Veranstaltung noch bis 31.10.2018 online zur Verfügung - die Zugangsdaten wurden mit der Tagungsdokumentation ausgeteilt.

Und für alle, die nicht mit dabei sein konnten: ein zusammenfassender Artikel über die Süddeutschen Hospiztage erschien im Bundeshospiz-Anzeiger 4/2018 (Anfang September 2018).


Filmtipp

„Überall wo wir sind“ ist die Geschichte einer Berliner Familie zwischen Festhalten und Loslassen, eine Geschichte, die im Tod das Leben feiert.

Der Dokumentarfilm von Veronika Kaserer wurde für den besten Film bei den 68. internationalen Filmfestspielen im Februar 2018 in Berlin mit dem „Kompass-Perspektive-Preis“ ausgezeichnet.

Die Jurybegründung im Wortlaut: „Veronika Kaserer hat einen Film über Trauer gemacht, auch um uns daran zu erinnern, wie lebenswert das Leben ist. Mit erstaunlicher Nähe, unkonventioneller Montage und vielen überraschenden Momenten erzählt sie von den letzten Wochen und Tagen des 29-jährigen Berliner Tanzlehrers Heiko Lekutat und vor allem von seiner wunderbaren, großherzigen Familie. Tut uns der Film weh, weil uns das Leid der Familie so nahegeht, oder leiden wir, weil wir die große Nähe zu den Trauernden als Grenzüberschreitung unserer eigenen Wohlfühlposition empfinden? Die Montage springt kontinuierlich zwischen „vor dem Tod“ und „nach dem Tod“ hin und her. Darf man den Prozess des Sterbens so zerreißen, um auf einer abstrakten Ebene den mentalen und emotionalen Prozess des Trauerns nachzuempfinden? Dass ein Film heftige Emotionen und Diskussionen auslöst, ist eine Qualität. Wir gratulieren der Regisseurin, Produzentin und Kamerafrau Veronika Kaserer.“ www.youtube.com/watch?v=CiMgZotnGxs

Für private wie auch öffentliche Vorführungen: Lizenzgebühr für gemeinnützige Vereine und private Veranstaltungsorte können erfragt werden. Es gibt zudem die Möglichkeit, ein Kino in Ihrem Wohnort und Umgebung zu organisieren (normaler Kino-Ticketpreis), in dem Fall schreiben Sie bitte per E-Mail an (am besten mit dem Namen und den Kontaktdaten des Kinos).

Kontakt:


Buchtipp

„Emails vom Tod“ von Inka Nisinbaum:

„Ziel meines Buches ist es, das Thema Tod wieder zu einem Gesprächsthema werden zu lassen. Viele von uns fürchten sich davor, über den Tod zu reden. Man will nicht an das was-wäre-wenn denken, nicht darüber reden, eigentlich will man viel lieber mit dem Glauben weiterleben, dass der Tod nicht wirklich zum Leben mit dazugehört, zumindest nicht zum eigenen und vor allem will man ihn nicht heraufbeschwören.

Mit meinem Buch möchte ich die Leser dazu animieren, vielleicht doch einmal mit der Familie oder den Freunden über den Tod zu reden. Oder sich zumindest im Stillen über ihn Gedanken zu machen. Denn es ist nun mal wie es ist, wir werden ihm alle früher oder später begegnen. Wäre es da nicht schöner, wenn wir vorbereitet sind? Wenn die Hinterbliebenen wissen, wie man erinnert werden will? Wer was erben soll? Oder der Ehepartner weiß, wo man die Autoschlüssel zuletzt hingelegt hat?

Es wäre schön, wenn das Thema Tod wieder salonfähig würde. Eins kann ich auf jeden Fall versprechen, über ihn zu reden, beschwört ihn nicht herauf – schließlich bin ich noch da.“

Kurze Zusammenfassung:

Am 12. September bekommt Lina Kampman eine E-Mail von Beate Klein, der Sekretärin des Todes, die sie darüber informiert, dass sie nur noch drei Monate zu leben hat.

Ein schlechter Scherz denkt Lina zunächst, doch drei Tage später bekommt sie die Diagnose ihres Neurologen: Inoperabler Hirntumor.

Lina schreibt zurück, an den Tod persönlich, und mit jeder ausgetauschten, gelesenen und geschriebenen E-Mail lernt sie den Tod ein kleines bisschen besser kennen. Warum ich? Warum ausgerechnet ein Hirntumor? Was tun, wenn man nur noch drei Monate zu leben hat? Alles Fragen, auf die Lina Antworten findet. Nur eine Frage bleibt bis zum Ende offen: Wird der Tod für sie eine Ausnahme machen?

Autorenvita:

Inka Nisinbaum, 1979 in Oldenburg, Niedersachen, geboren, kam mit der Diagnose Mukoviszidose und einer Lebenserwartung von vier Jahren zur Welt. Im Alter von dreiundzwanzig Jahren musste sie sich, auf Grund der fortschreitenden Mukoviszidose, einer Doppellungen- und Lebertransplantation unterziehen. Für sie hat der Tod eine Ausnahme gemacht. Inka Nisinbaum ist Diplom Psychologin und wohnt heute, gesund, glücklich und schreibend, mit ihrem Mann und Sohn in den USA.


Das Team des Hospiz – und PalliativVerband Baden-Württemberg e. V. freut sich über Nachrichten aus Ihren Hospizeinrichtungen und Ihrer Region im Land - diese senden Sie gerne jederzeit an unsere Geschäftsstelle.

Ihr Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg e. V.