Ausgabe Dezember 2017

Vorwort

Liebe Mitglieder, liebe Freundinnen und Freunde des Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg e. V.,

Foto: CC0schon bald geht das Jahr zu Ende, und vielleicht fragen Sie sich genau wie ich, wo es nur geblieben ist. Der Rückblick zeigt, dass es einmal mehr ein volles und bewegtes Jahr gewesen ist, geprägt von politischen und gesellschaftlichen Ereignissen wie auch von Terroranschlägen und Naturkatastrophen. Aus unseren Bundestagswahlen ging bis heute noch keine neue Regierung hervor. In vielen Ländern, auch bei uns, ist ein deutlicher politischer Rechtsruck zu verzeichnen. Gleichzeitig regt sich kreativer Widerstand, der die Gesellschaft nicht der Engstirnigkeit und Einseitigkeit der Populisten überlassen will.  Ich meine, Hospizarbeit ist eine Form von Widerstand, von Friedensarbeit, die keine Unterschiede macht zwischen Menschen, gleichgültig, welcher Herkunft, Nationalität, Lebensauffassung und sozialer Schicht sie auch sein mögen - Hos-peace eben.

Für die Hospizbewegung in Deutschland und in Baden-Württemberg war 2017 ein bedeutsames Jahr. Im Hospiz- und PalliativVerband im Ländle und auch auf der Bundesebene hatten wir in diesem Jahr Vorstandswahlen. Die Mitgliederforen bei unserer Mitgliederversammlung in Karlsruhe und die Zukunftswerkstatt bei den diesjährigen Süddeutschen Hospiztagen zeigten uns, wohin die Reise gehen kann und sollte, um auch für die nächsten Jahre gut aufgestellt zu sein. Ein großes Ehrenamtsprojekt, ausgehend vom DHPV, startete, in das wir in Baden-Württemberg auch einbezogen wurden und werden, die Dienste werden noch daran beteiligt werden. Vor einem Jahr warteten wir auf die neue Rahmenvereinbarung für stationäre Hospize, die damals kurz vor dem Abschluss zu stehen schien. Tatsächlich wurde es Ende März, bis sie offiziell gültig wurde. In den letzten Monaten wurde nun auf Landesebene ein Musterversorgungsvertrag zwischen den Kostenträgern und den Vertreterinnen der stationären Hospize erarbeitet. Das alles lässt ahnen, wie viele Menschen sich in der Hospizarbeit engagieren und welch weitreichende Bedeutung unser Tun und vielleicht noch mehr unser Sein hat, unsere Haltung gegenüber den Menschen, die wir in ihrem Sterben und Abschiednehmen begleiten dürfen. Es wäre überaus wünschenswert, dass diese Haltung der Unvoreingenommenheit, des Respektes,  der Glaube daran, dass jeder Mensch wichtig und wertvoll ist und niemals seine Würde verlieren kann, sich verbreitet und zur Normalität wird, gerade in Zeiten wie diesen, wo die Ränder der Politik eine Stärkung erfahren, wie wir sie in Deutschland wohl nicht mehr für möglich gehalten hätten. Lassen Sie uns auch in 2018 weitermachen und „Hospiz“ multiplizieren, überall da, wo wir leben, lieben, arbeiten und spielen, wie es in der Ottawa-Charta zur Gesundheitsförderung so wunderbar heißt.

DANKE für alle Begegnungen und Kontakte, für alle Anregungen und für Ihre Freundlichkeit im zu Ende gehenden Jahr.

Auch meinen Kolleginnen und Kollegen des Vorstandes und der Geschäftsstelle  bin ich zutiefst dankbar für ihr Tun und Sein und für das gute Miteinander, es macht Freude, die Verantwortung für den Hospiz- und PalliativVerband gemeinsam zu tragen.

Alle guten Wünsche für die Advents- und Weihnachtszeit und für das kommende Jahr. Ich freue mich darauf, weiter mit Ihnen allen unterwegs zu sein.

Herzliche Grüße im Namen des gesamten Vorstandes

Susanne Kränzle, Vorsitzende


Aktuelles aus dem Landesverband

Ergebnisse der Foren der Mitgliederversammlung am 4. Mai 2017 in Karlsruhe
Am Nachmittag fanden verschiedene Foren statt. Unter dem Motto „Wo drückt der Schuh?“ hatten die Mitglieder die Gelegenheit, zu verschiedenen Schwerpunktthemen ihre Anregungen und Wünsche für die Zukunft der Hospizarbeit in Baden-Württemberg einzubringen sowie z. B. erste Erfahrungen mit der neuen Rahmenvereinbarung für ambulante Hospizarbeit zurückzumelden. Die Ergebnisse daraus wurden den Mitgliedern mit den Protokollen der Regionaltagungen im Herbst 2017 zugesandt und sind im Intranet abrufbar.

Mitgliederstand:

Zum 1.12.2017 sind 202 Hospiz- und Palliativeinrichtungen Mitglied in ihrem Landesverband. Wir freuen uns, das folgende neue Mitglied im Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg e. V. begrüßen zu dürfen:

    • Hospiz St. Vincent Süd, Ilvesheim

    Für die Arbeit in Ihrer Region wünschen wir viel Erfolg und gutes Gelingen!

    Aktuelles aus den Arbeitskreisen

    Arbeitskreis Ambulante Hospizarbeit

    Letztes AK-Treffen: 25. Oktober 2017 in Ulm - Weitere Informationen erhalten Sie bei der Leitung des Arbeitskreises: Silvia Ulbrich-Bierig, Vorstandsmitglied HPVBW.

    Arbeitskreis Kinder- und Jugendhospizarbeit

    Letztes AK-Treffen: 14. November 2017 in Freudenstadt - Weitere Informationen erhalten Sie bei der Leitung des Arbeitskreises: Helena Gareis, Vorstandsmitglied HPVBW und Bernhard Bayer, Hospiz St. Martin. - Allgemeine Informationen zur Kinder- und Jugendhospizarbeit: http://hpvbw.de/kinder-und-jugendhospizarbeit

    Arbeitskreis Kinder- und Jugendtrauer

    Das nächste AK-Treffen findet am 21.03.2018 in Pforzheim statt, unsere Einladung erfolgt wie gewohnt 4 Wochen vorher per E-Mail. Unsere Leitung: Kirsten Allgayer, Vorstandsmitglied des HPVBW. Allgemeine Informationen unter: http://hpvbw.de/kinder-und-jugendhospizarbeit

    Arbeitskreis Stationäre Hospize

    Letztes AK-Treffen: 8. November 2017 Herbsttagung in Ulm.

    Der AK beschäftigte sich an diesem Tag hauptsächlich mit der Umsetzung der neuen Rahmenvereinbarung des Bundes in der Umsetzung auf Landesebene. Intensiv wurde dabei die neue Kalkulationsunterlage besprochen und erläutert. Dabei wurde einmal mehr deutlich, dass die Neuregelung der Rahmenvereinbarung, eine Hospizbelegung aufgrund einer rückwirkenden Betrachtung der letzten drei Jahre eigentlich nicht zu der ansonsten prospektiven, also in die Zukunft gerichteten Kalkulation passt. Das Thema wird vom HPVBW an den Bundesverband weitergegeben. Bei der vorgesehenen Evaluation der Rahmenvereinbarung lässt sich dieser Punkt vielleicht verbessern.

    Ein weiteres Thema waren die recht zahlreichen Initiativen zur Neugründung von Hospizen. Diese werden, bis auf einige „weiße Flecken“ in Baden-Württemberg eher kritisch gesehen. Gibt es in einer Region zu viele Hospize, kann dies ggf. negative Auswirkungen auf die Belegung, aber auch auf das für die Häuser nach wie vor erforderliche Spendenaufkommen haben.

    Insgesamt war auch der Tag in Ulm wieder von großer Harmonie der Teilnehmerinnen und Teilnehmer und der Verantwortlichen aus den kirchlichen Verbänden und dem HPVBW geprägt.

    Weitere Informationen und Beratung erhalten Sie bei der Leitung des Arbeitskreises: Ute Epple und Frank Schöberl. Ihre Fragen richten Sie bitte an die Geschäftsstelle per E-Mail über unser Kontaktformular. Allgemeine Informationen zur Hospizarbeit finden Sie unter: http://hpvbw.de/stationaer.

    Die Protokolle und Einladungen der Arbeitskreise Ambulante Hospizarbeit, Kinder- und Jugendhospizarbeit und Kinder- und Jugendtrauer sind im geschützten Mitgliederbereich des HPVBW abrufbar: http://hpvbw.de/mitglieder. Termine finden Sie auch ohne vorherige Anmeldung auf unserer Homepage unter http://hpvbw.de/mitglieder.


    Aktuelles aus den Mitgliedseinrichtungen

    Neuigkeiten aus den Hospizeinrichtungen im Land finden Sie als Kurznachrichten unter http://hpvbw.de/mitglieder/gruppen


    Informationen vom Deutschen Hospiz- und PalliativVerband e. V.

    Forschungsprojekt zu Ehrenamtlichkeit und bürgerschaftlichem Engagement in der Hospizarbeit gestartet

    Ehrenamtlichkeit als tragender Boden der Hospiz- und Palliativarbeit hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Um wichtige Grundlagen für die Weiterentwicklung und Ausdifferenzierung des Engagements in der Bevölkerung für sterbende Menschen zu schaffen, bedarf es der wissenschaftlichen Auseinandersetzung.

    Das 2017 gestartete Forschungsprojekt „Ehrenamtlichkeit und bürgerschaftliches Engagement in der Hospizarbeit – Merkmale, Entwicklungen und Zukunftsperspektiven“ soll dazu dienen, ein tragfähiges empirisches Fundament für die Weiterentwicklung der Hospizpraxis und Hospizkultur zur Verfügung zu stellen. Inwieweit ist sie noch Bürgerbewegung, wie ist diese in der Bevölkerung verankert, welche Bedeutung hat sie in der palliativen Versorgung?

    Zur Klärung dieser Fragen arbeiten namhafte Forscherpersönlichkeiten, die alle auch dem wissenschaftlichen Beirat des DHPV angehören, in diesem kooperativen Verbundprojekt zusammen. Neben Prof. Dr. Werner Schneider sind das Prof. Dr. Reimer Gronemeyer, Gießen; Prof. Dr. Andreas Heller, Wien, und Prof. Dr. Thomas Klie, Freiburg.

    Das Forschungsziel besteht für die Praxis darin, ehrenamtliche Arbeit und damit die Hospizvereine als Organisationsform bürgerschaftlichen Engagements und Ehrenamtlichkeit zu stärken. Dazu wird das Projekt Fragen zu Einstellungen in der Bevölkerung zur ehrenamtlichen Unterstützung Sterbender, die Sicht von Hausärzten und Pflegediensten, die Erfahrungen Ehrenamtlicher sowie den Zusammenhang von Ehrenamt und Zugangsgerechtigkeit verfolgen.

    Mehr zum Projekt auf den Seiten des DHPV: http://www.dhpv.de in der Rubrik Presseerklärungen.

    DHPV neue Broschüren

    Folgende Broschüren sind vonseiten des DHPV veröffentlicht worden. Diese sowie weitere Broschüren und Handreichungen können von der Webpage des DHPV heruntergeladen werden: http://www.dhpv.de/service_broschueren.html

    • Abschied nehmende Kinder (Nov. 2017, auch als Broschüre in der DHPV-Geschäftsstelle erhältlich)
    • Qualifizierte Vorbereitung ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Hospizarbeit (Okt. 2017, auch als Broschüre in der DHPV-Geschäftsstelle erhältlich)
    • Arbeitshilfe Qualitätsprozesse in ambulanten Hospiz- und Palliativdiensten (Sept. 2017)
    • Trauer und Trauerbegleitung (Juni 2017, auch als Broschüre in der DHPV-Geschäftsstelle erhältlich)
    • Kontakt: Deutscher Hospiz- und PalliativVerband e.V., Geschäftsstelle, Telefon: 030/8200758-22, http://www.dhpv.de

    DHPV-Filme zum Thema Sterben und Endlichkeit

    Memento mori: Tod und Sterben werden gerne verdrängt. Dabei ist nichts so sicher wie die Tatsache, dass jede/r von uns sterben wird. Früher oder später. Manchmal schon sehr jung. Immer öfter sehr alt. Auch dann, wenn wir uns ein Leben lang fit halten. Der DHPV hat - ganz in der Tradition des "menento mori" - drei kurze Filme produziert, die zum Nachdenken und zum Gespräch einladen wollen. Alle Filme sind zu sehen unterhttp://www.dhpv.de/aktuelles_news.html.

    DHPV: Neuer Vorstand gewählt

    Am 24.11.17 wählten die Vertreter/innen der Mitgliedsverbände des Deutschen Hospiz- und PalliativVerband e.V. in Vallendar den neuen DHPV-Vorstand. Prof. Winfried Hardinghaus wurde als Vorsitzender wiedergewählt, Dr. Anja Schneider und Erich Lange wurden als stellvertretende Vorsitzende ebenfalls bestätigt. Lesen Sie mehr über die Arbeit des DHPV unter http://www.dhpv.de (link is external).

    Der Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg gratuliert Herrn Prof. Hardinghaus und seinen Vorstandskolleg/innen herzlich zur Wiederwahl!


    ServicePoint Hospiz Nord – ambulante Hospizförderung § 39a Abs. 2 SGB V

    Nachdem das Förderverfahren 2017 Anfang November abgeschlossen werden konnte, geht es bereits mit Hochdruck an die Vorbereitungen für die Anträge 2018.

    Zum heutigen Stand gibt es Folgendes mitzuteilen:

    • Die Bezugsgrößen für 2018 sind zum heutigen Stand noch nicht beschlossen, aber bereits vorgeschlagen. Die Zahlen finden Sie unter http://www.bmas.de/ in der Rubrik Presse unter "Referentenentwurf zur Sozialversicherungsrechengrößenverordnung 2018" - nach Regierungsbeschluss berichten wir auf unserer Startseite darüber.
    • Die Antragsformulare Anlage 1a und 1b "Unterschriftenliste" wurden von den ServicePoints Hospiz an die Dienste versandt und sind zusätzlich online abrufbar unter http://hpvbw.de/servicepoint/antragsformular_2018.
    • Alle drei ServicePoints Hospiz streben die Verschickung des kompletten Antragsformulars an die Hospizdienste in Baden-Württemberg in der Kalenderwoche 2/2018 an. Die Formulare sind dann zusätzlich online abrufbar unter http://hpvbw.de/servicepoint/antragsformular_2018.
    • Der Abgabetermin für alle Anträge beim jeweiligen ServicePoint Hospiz in Baden-Württemberg ist der 28.02.2018!

    Zudem möchten wir die ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienste im Land darüber informieren, dass nun auch die aktuelle Liste der Fragen und Antworten (FAQ) für diesen Bereich fertig gestellt wurde. Diese - und auch die für den Erwachsenenhospizbereich - ist frei abrufbar unter: http://hpvbw.de/servicepoint/faq_hospizarbeit

    Alle Informationen zur ambulanten Hospizförderung in Baden-Württemberg: http://hpvbw.de/servicepoint.


    Termine und Veranstaltungen

    Regionale Mitgliederversammlungen des Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg e. V.

    In allen vier Regionen Baden-Württembergs fanden im Herbst 2017 wieder regionale Mitgliedertreffen statt, die Protokolle gingen den Mitgliedern zu und sind im Intranet abrufbar - die nächsten Termine finden Sie unter: http://hpvbw.de/mitglieder

    Vorankündigung Jahresmitgliederversammlung 2018

    Wie in unserer letzten Ausgabe berichtet, findet die nächste Jahresmitgliederversammlung am 21. Juni 2018 in Bietigheim-Bissingen vor - wir freuen uns, wenn Sie sich den Termin freihalten.

    Coaching für Koordinator/innen in der ambulanten Hospizarbeit

    Die Ausschreibung für das Angebot im März 2018 finden Sie online unter http://hpvbw.de/node/10079 - bei Redaktionsschluss gab es noch wenige freie Plätze. Interessenten melden sich bitte in unserer Geschäftsstelle.


    Sonstige Veranstaltungen

    Süddeutsche Hospiztage

    Die 19. Süddeutschen Hospiztage finden vom 4. - 6. Juli 2018 in Stuttgart-Hohenheim statt. Die Vorbereitungsgruppe kündigt das Programm für die Woche 15/2018 an, die Anmeldung wird also ab Mitte April 2018 möglich sein, wir berichten zeitnah.

    Beachten Sie bitte auch unseren umfangreichen Veranstaltungskalender - gut gefüllt mit Veranstaltungstipps, Fortbildungen uvm. aus unserem Bundesland: http://hpvbw.de/termine 

    Wir freuen uns über Nachrichten aus Ihrer Hospizeinrichtung und Ihrer Region - diese senden Sie gerne jederzeit an unsere Geschäftsstelle.


    Weitere Tipps

    "Kalender für immer"

    Der Kinder- und Jugendhospizdienst Sternentraum bietet einen immerwährenden Kalender mit Bildern von Gisela Pfohl und Texten von Antoine de Saint-Exupéry an, eine Vorschau der Monatsblätter finden Sie unter http://www.kinderundjugendhospizdienst.de - Kontaktdaten für Ihre Bestellung lauten:

    Kinder- und Jugendhospizdienst Sternentraum
    Größeweg 100 a
    71522 Backnang

    Telefon: 07191 3732432
    E-Mail: info ( at ) kinderhospizdienst.net


    Ihr Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg