Infobriefe für Mitglieder und Interessierte

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Infobriefe für Mitglieder und Interessierte
Die E-Mail-Adresse, die den Rundbrief erhalten soll.

Infobriefe für Mitglieder und Interessierte

Der Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg e.V. gibt seit Mitte Dezember 2015 den elektronischen Infobrief für Mitglieder und Interessierte für alle in der Hospiz- und Palliativarbeit Tätigen in Baden-Württemberg und weitere Interessierte heraus.

Sie haben Interesse? Dann tragen Sie dazu bitte Ihre E-Mail-Adresse ein. Ihre Daten werden nicht an Dritte weitergegeben und werden ausschließlich für den Infobriefversand genutzt. - Der Infobrief ist für Sie kostenfrei und kann jederzeit wieder abbestellt werden.

Ausgabe März 2019

Vorwort

Liebe Mitglieder, liebe Freundinnen und Freunde des Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg e.V.,

der Frühling ist da – ist er da?

Paul Heyse (1830 – 1914) fragt in seinem Gedicht „Vorfrühling“:
[...]
Dort am Weg der weiße Streif –
Zweifelnd frag‘ ich mein Gemüte:
Ist’s ein später Winterreif
oder erste Schlehenblüte?

Zumindest ahnen wir aufgrund der sonnigen Tage der letzten Zeit, dass es nun nicht mehr lange dauern kann, bis wie in jedem Frühling die Blütenpracht unsere vom Winter vergraute Welt wieder bunt macht und das Leben neu zu erwachen scheint.

Das Frühjahr birgt manches in sich, das auch für uns als Hospizbewegung entscheidend sein kann – so werden Mitte April die zum §217 StGB eingegangenen Verfassungsbeschwerden beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe verhandelt. Die Beschwerdeführer möchten erreichen, dass das Gesetz zum Verbot der geschäftsmäßigen Beihilfe zum Suizid entscheidend gelockert wird, so dass z. B. Sterbehilfevereine in Deutschland tätig werden dürfen. Dabei berufen sie sich auf die Autonomie der sterbewilligen Menschen. Ein vielschichtiges Thema – als Hospizlerin bin ich froh zu wissen, dass auch Vertreter*innen aus der Hospizbewegung und Palliativversorgung geladen sind, um als sachkundige Personen ihre Erfahrungen, Einschätzungen und Erkenntnisse zu schildern. Die Quintessenz wird dabei von unserer Seite wohl ähnlich lauten wie ein Absatz aus einer Stellungnahme des DHPV von 2014, als es um die Diskussionen rund um den damals festzulegenden § 217 StGB ging:

„Wir wissen um die Unsicherheiten und Ängste, die die existentielle Situation des Sterbens mit sich bringen kann. Wir wissen aber auch, dass geteilte Unsicherheit erträglicher ist und die Angst vor dem Sterben der Freude am Leben weichen kann, wenn vertraute und auch fachkundige Menschen zuverlässig an der Seite von Sterbenden sind. Dies können wir als Hospiz- und Palliativeinrichtungen anbieten und versichern.“