Infobriefe für Mitglieder und Interessierte

Infobriefe für Mitglieder und Interessierte

Der Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg e.V. gibt seit Mitte Dezember 2015 den elektronischen Infobrief für Mitglieder und Interessierte für alle in der Hospiz- und Palliativarbeit Tätigen in Baden-Württemberg und weitere Interessierte heraus.

Interessenten tragen dazu ihre E-Mail-Adresse ein; die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben und werden ausschließlich für den Infobriefversand genutzt. - Der Infobrief ist für Sie kostenfrei und kann jederzeit wieder abbestellt werden.

Ausgabe Dezember 2017

Vorwort

Liebe Mitglieder, liebe Freundinnen und Freunde des Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg e. V.,

schon bald geht das Jahr zu Ende, und vielleicht fragen Sie sich genau wie ich, wo es nur geblieben ist. Der Rückblick zeigt, dass es einmal mehr ein volles und bewegtes Jahr gewesen ist, geprägt von politischen und gesellschaftlichen Ereignissen wie auch von Terroranschlägen und Naturkatastrophen. Aus unseren Bundestagswahlen ging bis heute noch keine neue Regierung hervor. In vielen Ländern, auch bei uns, ist ein deutlicher politischer Rechtsruck zu verzeichnen. Gleichzeitig regt sich kreativer Widerstand, der die Gesellschaft nicht der Engstirnigkeit und Einseitigkeit der Populisten überlassen will.  Ich meine, Hospizarbeit ist eine Form von Widerstand, von Friedensarbeit, die keine Unterschiede macht zwischen Menschen, gleichgültig, welcher Herkunft, Nationalität, Lebensauffassung und sozialer Schicht sie auch sein mögen - Hos-peace eben.

Für die Hospizbewegung in Deutschland und in Baden-Württemberg war 2017 ein bedeutsames Jahr. Im Hospiz- und PalliativVerband im Ländle und auch auf der Bundesebene hatten wir in diesem Jahr Vorstandswahlen. Die Mitgliederforen bei unserer Mitgliederversammlung in Karlsruhe und die Zukunftswerkstatt bei den diesjährigen Süddeutschen Hospiztagen zeigten uns, wohin die Reise gehen kann und sollte, um auch für die nächsten Jahre gut aufgestellt zu sein. Ein großes Ehrenamtsprojekt, ausgehend vom DHPV, startete, in das wir in Baden-Württemberg auch einbezogen wurden und werden, die Dienste werden noch daran beteiligt werden. Vor einem Jahr warteten wir auf die neue Rahmenvereinbarung für stationäre Hospize, die damals kurz vor dem Abschluss zu stehen schien. Tatsächlich wurde es Ende März, bis sie offiziell gültig wurde. In den letzten Monaten wurde nun auf Landesebene ein Musterversorgungsvertrag zwischen den Kostenträgern und den Vertreterinnen der stationären Hospize erarbeitet. Das alles lässt ahnen, wie viele Menschen sich in der Hospizarbeit engagieren und welch weitreichende Bedeutung unser Tun und vielleicht noch mehr unser Sein hat, unsere Haltung gegenüber den Menschen, die wir in ihrem Sterben und Abschiednehmen begleiten dürfen. Es wäre überaus wünschenswert, dass diese Haltung der Unvoreingenommenheit, des Respektes,  der Glaube daran, dass jeder Mensch wichtig und wertvoll ist und niemals seine Würde verlieren kann, sich verbreitet und zur Normalität wird, gerade in Zeiten wie diesen, wo die Ränder der Politik eine Stärkung erfahren, wie wir sie in Deutschland wohl nicht mehr für möglich gehalten hätten. Lassen Sie uns auch in 2018 weitermachen und „Hospiz“ multiplizieren, überall da, wo wir leben, lieben, arbeiten und spielen, wie es in der Ottawa-Charta zur Gesundheitsförderung so wunderbar heißt.

DANKE für alle Begegnungen und Kontakte, für alle Anregungen und für Ihre Freundlichkeit im zu Ende gehenden Jahr.

Ausgabe Oktober 2017

Vorwort

Liebe Mitglieder, liebe Freundinnen und Freunde des Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg e. V.,

ein wunderbarer goldener und sonnenbeschienener Oktober wird uns dieses Jahr und dieser Tage beschert, der die farbenfroh gefärbten Blätter in besonderer Schönheit zum Leuchten bringt. Dennoch, das Jahr ist schon im Herbst angelangt, die Natur bereitet sich auf den Winter vor. Ein wenig erinnert mich das an die Hospiz- und Palliativversorgung – es kann gelingen, und es ist wunderschön, wenn dem so ist, die letzten Monate, Wochen und Tage des Lebens licht und hell werden zu lassen.

Ein gewärmtes und buntes Lebensende, das wünschen sich bestimmt die meisten Menschen. Dafür braucht es ein Sorgenetz, zuverlässige Menschen, die das beitragen, was sie gut können und was sie gerne tun. Der englische Professor für Palliative Care, Allan Kellehear, der in der ganzen Welt für die Idee der „Compassionate Cities“ oder „Caring Communities“  (Sorgende Gemeinden) unterwegs ist, erinnert stets an die „95-Prozent-Regel“, laut der Menschen in der letzten Lebenszeit nur etwa 5% Kontakt zu „Profis“ haben, also zu Ärztinnen und Ärzten, Pflegekräften usw., und 95% ihrer Zeit mit Familie, Freundeskreis, Nachbarschaft, Taxifahrer, Friseuse, Bäcker usw. verbringen.

Deshalb, so  Allan Kellehear, ist  es so wichtig, dass sich alle Menschen in einer Stadt für das Lebensende verantwortlich fühlen – was kann ich beitragen, dass Menschen in meiner Stadt gut sterben können? Vielfach sind wir die Gebenden, so Kellehear, aber einmal werden wir auch die Nehmenden sein, diejenigen, die selber der Sorge anderer am Lebensende bedürfen. Eine These, die nachdenkenswert ist und mit der wir alle im Hinblick auf unsere Städte und Gemeinden umgehen sollten. Im krassen Gegensatz dazu wird es in den Niederlanden möglicherweise in Kürze eine Erweiterung des Sterbehilfegesetzes von 2002 geben, das dann auch „lebensmüden“ Seniorinnen und Senioren, die nicht tödlich erkrankt sind, aktive Sterbehilfe ermöglichen soll.

Ausgabe Dezember 2015

Vorwort

Liebe Mitglieder, liebe Freundinnen und Freunde des Hospiz- und PalliativVerbandes Baden-Württemberg,

wir haben ab dieser Ausgabe unseren Infobrief neu gestaltet. Die wichtigste Veränderung ist, dass er nun von weiteren Interessent/-innen abonniert werden kann. Sie bekommen ihn automatisch per E-Mail zugesandt. Sollten weitere haupt- oder ehrenamtliche Mitarbeiter/-innen in Ihrem Dienst, Ihrer Einrichtung diesen Brief ebenfalls persönlich zugeschickt bekommen wollen, können diese sich auf unserer Homepage als Abonnent/-in registrieren lassen (http://hpvbw.de/service/rundbriefe).