Fachbücher zu Kind, Tod, Trauer

Broschüre: "Trauma – Was tun? Informationen für Angehörige und Helfer traumatisierter Kinder / Jugendlicher”

Dreiner, Monika

„Grundsätzlich gilt: Wird ein Kind traumatisiert, ist die ganze Familie betroffen, auch wenn nicht alle Familienmitglieder die belastende Situation erlebt haben.”

Im Laufe unserer Arbeit mit traumatisierten Kindern, Jugendlichen und deren Eltern kam immer wieder die Frage nach schriftlichen Informationen auf. Die Eltern wünschten sich etwas, das sie in Ruhe zu Hause durchlesen können. Mit diesem 19-seitigen Ratgeber soll die Lücke nun gefüllt werden.

QuinK - Qualitätsindex für Kinder- und Jugendhospizarbeit

Jennessen, Sven; Hurth, Stefanie
978-3-94-125184-7

In Deutschland leben ca. 50.000 Kinder und Jugendliche mit einer lebensverkürzenden oder lebensbedrohlichen Erkrankung. Kinder- und Jugendhospizarbeit hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Kinder und Jugendliche und ihre Familien auf ihrem Lebensweg zu begleiten – bedürfnisorientiert, individuell, ganzheitlich. In diesem Auftrag engagieren sich bundesweit zahlreiche ehren- und hauptamtliche MitarbeiterInnen in stationären und ambulanten Einrichtungen der Kinder- und Jugendhospizarbeit.

Schriftenreihe des Deutschen Kinderhospizvereins e.V. – Band 5

Immer wieder neu ... - Geduld, Staunen, Zuversicht
Deutscher Kinderhospizverein e.V.
978-3-94-125181-6

„Immer wieder neu… Geduld, Staunen, Zuversicht“. Der Titel beschreibt programmatisch das Anliegen der in diesem Band versammelten Beiträge: den Kindern und Jugendlichen in ihren Lebensäußerungen geduldig zu folgen und ihren Erfahrungen und Wünschen Raum zu bieten, die Fähigkeit zum Staunen als Bestandteil einer Lebenskunst im Schweren ebenso wie im Heiteren in Worte zu fassen, der Zuversicht auf eine gelingende qualitative und erfahrungsgesättigte Konturierung von Inhalten und Bedürfnissen der Betroffenen und ihrer ehren- und hauptamtlichen Begleiter Ausdruck zu geben.

Gemeinsam trauern - gemeinsam weiter lieben

Das Paarbuch für trauernde Eltern
Kachler, Roland; Majer-Kachler, Christa
978-3-45-161171-1

Der Tod eines Kindes ist für Eltern eine Katastrophe. Zerbricht daran auch die Partnerschaft? Roland Kachler und Christa Majer-Kachler kennen diese Frage aus eigener Erfahrung. Sie zeigen Wege auf, wie sich die unterschiedliche Trauer der beiden Partner zu einem Ganzen finden kann. Dabei darf das verstorbene Kind weiterhin zum Leben des Paares gehören. Einfühlsam unterstützen sie Paare auf dem gemeinsamen Trauerweg hin zu einer neu gelingenden und vertieften Partnerschaft.

„Der Tod eines Kindes stellt für Mütter und Väter eine existentielle Katastrophe dar“. So beginnt „das Paarbuch für trauernde Eltern“, das der Theologe und Therapeut Roland Kachler und seine Frau, die bildende Künstlerin und Sozialpädagogin Christa Majer-Kachler geschrieben haben. Zehn Jahre nach dem Tod ihres Sohnes geben sie sich Rechenschaft, wie unterschiedlich sie die Trauer erlebten, was für ihre Beziehung besonders belastend war, was ihnen half, wie sie trotz großer Unterschiede immer wieder zusammenfanden und wie sie ihre Partnerschaft am Ende bewusster und intensiver erlebten. Sie weisen sogar nach, dass die Scheidungsrate bei verwaisten Eltern niedriger ist als beim Durchschnitt der Familien. In zehn Kapiteln schildern sie den Verlauf der Trauer mit allen Abgründen, Verzweiflungsphasen, aber auch hilfreichen Entwicklungen. Sie sprechen die Sprache der Betroffenen, sodass sich betroffene Eltern beim Lesen verstanden fühlen. In vielen Umfragen ermitteln sie, wie es anderen betroffenen Eltern ergeht, sodass die Vielfalt möglicher Erfahrungen in der Trauer wiedergegeben wird. Zu jedem Kapitel gehören „Paarimpulse“. Das sind kleine Übungen, in denen Mutter und Vater ausprobieren können, über ihre unterschiedlichen Erfahrungen in der Trauer miteinander zu reden. Dabei entdecken sie das „komplementäre Trauern“. Wenn der eine in Verzweiflung steckt, findet der andere Kraft, Dinge in die Hand zu nehmen. Unterschiede sind nicht verboten, sie können sogar hilfreich sein. Jedes Kapitel endet mit sehr persönlichen Formulierungen wie „Ich als Frau und Partnerin“ und „Ich als Mann und Partner“ das Geschilderte erlebte. Die Autoren geben Einblick in ihre Unterschiede.

In den ersten Kapiteln geht es darum, das ganze Ausmaß der Katastrophe zuzulassen. Danach geht es um die Frage, wie die Beziehung zum Kind lebendig bleibt, obwohl es nicht mehr da ist. Wie viel Gespräch und wie viel Schweigen brauchen wir? Am Ende wird gefragt, wie wir trotz aller Liebe zum Kind auch unsere Liebe zueinander wieder finden, wie körperliche Liebe wieder wachsen kann. Die Menge der Informationen und die Verläufe der Trauer in der Beziehung zueinander sind so vielfältig und komplex, dass die Autoren betroffenen Eltern raten, nicht das ganze Buch sofort zu lesen, sondern sich die einzelnen Kapitel erst im Verlauf der Trauer vorzunehmen.

Besonders an diesem „Paarbuch für Eltern“ ist, dass die persönlichen Erfahrungen reflektiert werden auf dem Hintergrund psychologischer Kenntnisse und therapeutischer Erfahrung. Deshalb ist es für verwaiste Eltern ein Begleitbuch, in dem sie sich mit allen ihren schmerzhaften Erfahrungen verstanden fühlen und hilfreiche Anregungen für die eigene Trauer finden. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Hospizen, die Trauernde begleiten, empfiehlt es sich als Lehrbuch, in dem konkret beschrieben wird wie Elterntrauer sich von innen anfühlt, was hilfreich ist, und wie Eltern durch einfühlsame Begleitung ihren eigenen Weg durch ihre Trauer finden.

Martin Klumpp, Prälat i. R., Stuttgart

Kinderhospizarbeit

Konzepte - Erkenntnisse - Perspektiven
Jennessen, Sven; Bungenstock, Astrid; Schwarzenberg, Eileen
978-3-17-021383-8

Seit 1990 hat sich die Kinderhospizarbeit zu einem wichtigen Pfeiler im Unterstützungssystem für lebensverkürzend erkrankte Kinder/Jugendliche und ihre Familien entwickelt. Nach englischem Vorbild bietet die deutsche Kinderhospizarbeit heute vielfältige Angebote der Begleitung, Beratung und Hilfe. Sie setzt sich zusammen aus stationären Kinderhospizen, ambulanten Kinderhospizdiensten, Fort- und Weiterbildungsangeboten sowie spezifischen Angebotsformen für die erkrankten Kinder/Jugendlichen, ihre Eltern und Geschwister und die professionellen und ehrenamtlichen Mitarbeiter.

Die drei Pädagogik-Wissenschaftler stellen nach einem Rückblick auf die Entwicklung der Kinderhospizarbeit in Deutschland seit 1990 vier Fragen, die in diesem Buch beantwortet werden sollen:

  • Welche Angebote brauchen betroffene Familien?
  • Wie wird das Thema Sterben, Tod, Trauer kommuniziert?
  • Welche Haltung müssen Begleiter diesen Familien entgegenbringen?
  • An welchen Wünschen/Bedürfnissen der Betroffenen muss diese Begleitung orientiert sein?

Zunächst stellen die Autoren den Forschungsstand in Deutschland zur Lebenswirklichkeit der Betroffenen dar (Väter, Mütter und Geschwister). Dann beleuchten sie die Kinderhospiz-bewegung und ihre Ziele im stationären und ambulanten Bereich. Sowohl hauptamtliche als auch ehrenamtliche Strukturen und Kompetenzen werden ausführlich dargestellt. Die Qualität der Kinderhospizarbeit in Deutschland überprüfen sie mit Standards aus dem englischsprachigen Raum, speziell aus Großbritannien, und mit der internationalen Charta zur Kinderhospizarbeit.

Die eigentliche Studie und die daraus gewonnen Ergebnisse zur stationären und ambulanten Kinderhospizarbeit führen zu 33 Leitlinien, die Orientierung für die programmatische, organisatorische, professionelle und interaktionale Qualität der Kinderhospizarbeit in Deutschland geben sollen.

Es folgt ein sehr ausführlicher Literaturteil (deutsch- und englischsprachig).

Das Buch geht nicht auf fachspezifisch medizinische, pflegerische, seelsorgerische, psychologische oder therapeutische Aspekte in der Arbeit mit betroffenen Familien ein. Hauptaugenmerk liegt auf der Wahrnehmung der Wünsche und Bedürfnisse der verschiedenen Familienmitglieder auf ihrem schwierigen Lebensweg im Alltag und auf dem gesamten Familiensystem.

Mit den 33 Leitlinien können sowohl Kinderhospizdienste und Kinderhospize als auch Kinderkliniken, Pädiatrisch Palliative Versorgungsteams, Sozialarbeiter, Therapeuten, Kinderpflegedienste usw. gut arbeiten.

Wer sich neu in der Kinderhospizarbeit tummelt oder als Netzwerkpartner der ambulanten Kinderhospizdienste und Kinderhospize mit betroffenen Familien zu tun hat, sollte das Wissen aus diesem Buch als Grundlage seiner Arbeit betrachten. Insofern kann es als Nachschlagewerk zum heutigen Stand der psychosozialen Kinderhospizarbeit in Deutschland empfohlen werden.

i.A. Birgit Slave, Projektmanagerin "Ausbau der ambulanten Kinder- und Jugendhospizarbeit in Baden-Württemberg"

Wenn Kinder sterben

Die Arbeit im Kinderhospiz
Meinig, Sabine
978-3-82-889712-0

Das Thema Kinderhospiz ist noch relativ jung, aber brandaktuell. Jährlich eröffnen bundesweit mehrere ambulante und stationäre Kinderhospize. Was geschieht aber nun wirklich in einem Kinderhospiz? Welche Voraussetzungen muss man erfüllen, um als Ehrenamtlicher dort mitarbeiten zu können? Wie reagieren Eltern darauf, wenn sie erfahren, dass ihr Kind lebensbedrohlich erkrankt ist? Sollen sie ihrem Kind die Wahrheit sagen – oder lieber schweigen? Welche Probleme beschäftigen die erkrankten Kinder und Jugendlichen? Wie stellen sie sich den Tod oder das Leben nach dem Tod vor? Welche Hilfen gibt es für die Erziehungsberechtigten? Wie trauern Frauen, Männer oder Geschwister? Sollten Kinder an einer Bestattung teilnehmen?

Kinder- und Jugendhospizarbeit

Das Celler Modell zur Vorbereitung Ehrenamtlicher in der Sterbebegleitung
Bayer, Bernhard; Hillmann, Thorsten; Hug, Georg; Ruf-Werner, Christa
978-3-579-05897-9

Das Celler Modell zur Vorbereitung Ehrenamtlicher in der Sterbebegleitung ist ein erprobter Ausbildungskurs, der sich auf zwei Schwerpunkte konzentriert: auf die konkrete Sterbebegleitung und die Verankerung in der eigenen Person einerseits und die vertiefte Auseinandersetzung mit den Fragen und Themen des Lebens und des Sterbens andererseits.