Ehrenamt

Forschungsprojekt zu Ehrenamtlichkeit und bürgerschaftlichem Engagement in der Hospizarbeit gestartet

Ehrenamtlichkeit als tragender Boden der Hospiz- und Palliativarbeit hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Um wichtige Grundlagen für die Weiterentwicklung und Ausdifferenzierung des Engagements in der Bevölkerung für sterbende Menschen zu schaffen, bedarf es der wissenschaftlichen Auseinandersetzung.

Das 2017 gestartete Forschungsprojekt „Ehrenamtlichkeit und bürgerschaftliches Engagement in der Hospizarbeit – Merkmale, Entwicklungen und Zukunftsperspektiven“ soll dazu dienen, ein tragfähiges empirisches Fundament für die Weiterentwicklung der Hospizpraxis und Hospizkultur zur Verfügung zu stellen. Inwieweit ist sie noch Bürgerbewegung, wie ist diese in der Bevölkerung verankert, welche Bedeutung hat sie in der palliativen Versorgung?

Zur Klärung dieser Fragen arbeiten namhafte Forscherpersönlichkeiten, die alle auch dem wissenschaftlichen Beirat des DHPV angehören, in diesem kooperativen Verbundprojekt zusammen. Neben Prof. Dr. Werner Schneider sind das Prof. Dr. Reimer Gronemeyer, Gießen; Prof. Dr. Andreas Heller, Wien, und Prof. Dr. Thomas Klie, Freiburg.

Das Forschungsziel besteht für die Praxis darin, ehrenamtliche Arbeit und damit die Hospizvereine als Organisationsform bürgerschaftlichen Engagements und Ehrenamtlichkeit zu stärken. Dazu wird das Projekt Fragen zu Einstellungen in der Bevölkerung zur ehrenamtlichen Unterstützung Sterbender, die Sicht von Hausärzten und Pflegediensten, die Erfahrungen Ehrenamtlicher sowie den Zusammenhang von Ehrenamt und Zugangsgerechtigkeit verfolgen.

Mehr zum Projekt finden Sie unter:

Vorbereitungsseminar für ehrenamtliche Hospizbegleiter/-innen in Mannheim

Mannheim

Qualifizierungsseminar 2018

Das Seminar entspricht den Standards und Qualitätskriterien des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes e.V. (früher BAG Hospiz)

Termine für das Vorbereitungsseminar:

Die Vorbereitung auf die ehrenamtliche Hospizarbeit findet in Form von 4 Wochenendseminaren

  • freitags 17.00 – 21.00 Uhr
  • samstags 9.00 – 17.00 Uhr
  • sonntags 9.00 – 13.00 Uhr

Auf dem Sand 78 – 68309 Mannheim – Änderungen möglich.

Genaue Terminplanung für 2018 erfolgt bis Herbst 2017:

Forschungsprojekt zu Ehrenamtlichkeit und bürgerschaftlichem Engagement in der Hospizarbeit gestartet

Berlin, 19. Mai 2017. Ehrenamtlichkeit als tragender Boden der Hospiz- und Palliativarbeit hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Um wichtige Grundlagen für die Weiterentwicklung und Ausdifferenzierung des Engagements in der Bevölkerung für sterbende Menschen zu schaffen, bedarf es der wissenschaftlichen Auseinandersetzung.

Das jetzt gestartete Forschungsprojekt „Ehrenamtlichkeit und bürgerschaftliches Engagement in der Hospizarbeit – Merkmale, Entwicklungen und Zukunftsperspektiven“ soll dazu dienen, ein tragfähiges empirisches Fundament für die Weiterentwicklung der Hospizpraxis und Hospizkultur zur Verfügung zu stellen. Inwieweit ist sie noch Bürgerbewegung, wie ist diese in der Bevölkerung verankert, welche Bedeutung hat sie in der palliativen Versorgung?

Ehrenamt

In Baden-Württemberg wächst die Hospizbewegung seit der Gründung der ersten Sitzwache in Stuttgart in 1984 stetig weiter. Derzeit engagieren sich mehr als 8.000 Ehrenamtliche in der Sterbebegleitung und darüber hinaus viele Bürgerinnen und Bürger in Hospizeinrichtungen als ehrenamtliche Vorstände, in Koordination und Verwaltung, bei der Ausbildung und in der Beratung und Öffentlichkeitsarbeit. Fragen Sie Ihre Hospizeinrichtung vor Ort: neben der Begleitung von sterbenden Menschen gibt es vielfältige Aufgaben, bei denen Sie unterstützen können.

Frau Gerlinde Kretschmann lädt Ehrenamtliche aus den Hospizdiensten zum Frühjahrskaffee ein

Zu ihrem tradfitionellen Frühjahrskaffee lud Frau Kretschmann am 13. Februar 2014 neben den Frauen des Diplomatischen Corps und den Partnerinnen der Landesminister dieses Jahr auch 16, z.T. schon langjährig tätige, Ehrenamtliche aus den Hospizdiensten im Land ein. Sie kamen aus allen Landesteilen nach Stuttgart und waren sehr erfreut über diese Anerkennung ihres Engagements. Frau Kretschmann drückte ihre hohe Wertschätzung für die Arbeit der Hospizbewegung und der zahlreichen Ehrenamtlichen aus und grüßte, auch im Namen des Ministerpräsidenten, ausdrücklich alle in der Hospizarbeit tätigen Menschen.  Bei dieser Gelegenheit überreichte sie eine Spende der Landesregierung in Höhe von 1.000,- € an den Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg, für den sich der Vorsitzende Bernhard Bayer bedankte. Als Landesverband sind wir für die hohe wertschätzende Aufmerksamkeit von Seiten des Ministerpräsidenten und der Landesregierung für die Arbeit der Hospizdienste und -einrichtungen sehr dankbar.

Weiter Infos: Pressemitteilung des Staatsministeriums Baden-Württemberg

Vorbereitungsseminar für ehrenamtliche MitarbeiterInnen in der psycho-sozialen Begleitung Sterbender und ihrer Angehörigen

Rahmenempfehlung der Arbeitgruppe Ambulante Hospizdienste im Ministerium für Arbeit und Soziales Baden-Württemberg

  • Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart
  • Caritasverband der Erzdiözese Freiburg
  • Diakonisches Werk Baden
  • Diakonisches Werk Württemberg
  • Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg e.V. (ehemals Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz Baden-Württemberg e.V.)
  • Ministerium für Arbeit und Soziales Baden-Württemberg

November 2008

Frauenpower im leitenden Ehrenamt

Engagement im Sozialdienst katholischer Frauen
Lüdtke-Jansing, Margrit
978-3-78-411849-9

Diese Studie beschäftigt sich mit dem religiösen leitenden Frauen-Ehrenamt, das bisher weitgehend unerforscht ist. Untersucht werden an den Schnittstellen von Frauenforschung und Verbandskatholizismus u.a. das Engagement von Katholikinnen im leitenden Ehrenamt, die Motivation für ihr Ehrenamt und die Familienstrukturen der befragten Frauen. Es wird deutlich, dass die heutigen Frauen nicht nur ein religionsorientiertes, sondern als Staatsbürgerinnen auch ein gemeinwohlorientiertes Engagement für sich in Anspruch nehmen.

Eine umfassende Studie zum Thema „Katholikinnen im leitenden Ehrenamt" liegt diesem Buch zugrunde. Leitung im Ehrenamt durch Frauen in der katholischen Kirche wird in der Historie und in der Gegenwart beleuchtet - wie es sich für eine Studie gehört bis in feinste Verästelungen zu Themen wie Herkunft, soziale Schicht, Lebensweise, Qualifikationen der tätigen Frauen. Die Beschäftigung damit lässt den Schluss zu, dass in leitenden Ehrenämtern des Sozialdienstes katholischer Frauen natürlich nur und ausschließlich Frauen tätig sind, die in den Rahmen der katholischen Kirche passen - verheiratet oder ledig, mindestens so gut wie keine geschiedenen Frauen (Vorsitzende des SkF 0,8% im Vergleich zu den gleichaltrigen Frauen der BRD mit 9,1%), sonstige Lebensformen wie „wieder verheiratet" oder „gleichgeschlechtliche Beziehung" wurden nicht erhoben. Interessant zu lesen, wenngleich nicht wirklich überraschend - dennoch stellen sich angesichts der Ergebnisse viele Fragen für kritisch denkende und ehrenamtlich tätige Frauen, die möglicherweise auch innerhalb der Kirchen eines Tages laut gestellt werden dürfen. Wenn das ein Beitrag dieser Studie sein könnte, wäre doch viel gewonnen.

Susanne Kränzle, Esslingen

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