19. Süddeutsche Hospiztage

Bitte beachten: Die Tagung ist ausgebucht - es wird eine Warteliste geführt. - 17.04.2018


Fassen, was nicht zu fassen ist

4. bis 6. Juli 2018

Tagungszentrum Stuttgart-Hohenheim

Fassungslos stehen wir oft dem Sterben geliebter und vertrauter  Menschen gegenüber. Gleichgültig, ob lange erwartet oder plötzlich und unvermittelt, wir können es nicht fassen, dass wir Abschied nehmen müssen und ein Platz in unserem Leben leer bleiben wird.

Mit dem Thema Tod konfrontiert zu werden kommt irgendwann auf jeden zu, sowohl wenn Familienangehörige oder Freunde sterben als auch in der Befassung mit dem eigenen Lebensende. Neben all den Dingen, die noch schriftlich zu verfassen, zu bestätigen und abzuwickeln sind, wird deutlich, dass das Leben nicht zurück - und festgehalten werden kann, sondern jedes Leben ein Fragment bleibt.

Auch wenn alle, die im Hospizbereich sterbende Menschen und ihre Angehörigen begleiten, genauso wenig fassen können, was Sterben und Tod bedeutet, so können sie dennoch gefasst sein und Halt geben. Ihr Halt ist die hospizliche Haltung und eine wohl austarierte Distanz zu den Menschen, deren Leben sie am Ende begleiten. Sie haben die Möglichkeit, die Situation anders zu erfassen, als es Angehörigen möglich ist, können Stabilität, Verlässlichkeit und Wahrhaftigkeit bieten.

Die Süddeutschen Hospiztage beschäftigen sich auch in diesem Jahr mit politischen Fragen, denn Politik ist die Planung der Zukunft einer Gemeinschaft. Und das können auch ganz kleine Gemeinschaften sein, Familien, Freundeskreise, Hospizgruppen. Unsere Vorträge und Workshops haben daher immer auch eine politische Dimension. Sie dienen vor allem der Stärkung Ehren- und Hauptamtlicher, um so selbst immer wieder den Halt und die Fassung zu gewinnen, dies auszustrahlen und den Betroffenen so weit als möglich weiter geben zu können.

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